Großer Jubel für „La Traviata“ in der Arena von Verona

Erstklassige sängerische Leistungen – zwiespältige Regie

Arena di Verona, 2. September 2021
Giuseppe Verdi, La Traviata

von Dr. Charles E. Ritterband (Text und Fotos)

Ein letztlich eher unbefriedigendes Regiekonzept mit einer zumeist unglücklichen Wahl des virtuellen Bühnenbilds auf den riesigen, digitalen LED-Screens kontrastierte mit zumeist hervorragenden sängerischen Leistungen. Sehr berührend und musikalisch subtil sämtliche Duette und vor allem das Terzett im zweiten Akt, vorbehaltlos erstklassig, stimmlich souverän und vom Publikum mit entsprechendem Beifall honoriert: der Giorgio Germont von Simone Piazzola. In den lauten Solo-Passagen kamen jedoch sowohl der Tenor Francesco Demuro als auch die Sopranistin Zuzana Marková an ihre Grenzen, so wohlklingend und fein ihr Gesang in den leiseren Passagen auch war.

Verona ist, um das abgenutzte Wort hier dennoch zu verwenden – ein Gesamtkunstwerk: Die herrliche Stadt mit ihren unzähligen Palazzi und Kirchen verschmilzt Nacht für Nacht mit den grandiosen Opernaufführungen in der römischen Arena. Und zu diesem Gesamtkunstwerk gehört auch die hübsche Tradition, dass, lange nach Mitternacht, nachdem die letzten Noten in der Arena verklungen und die Sängerinnen und Sänger abgeschminkt sind und sich ihrer Kostüme entledigt haben, die Solistinnen und Solisten an den Restaurants vorbeischreiten, und von den Zuschauern, die dort noch ihr Post-Opera-Diner genießen, spontanen Applaus ernten. So war es auch in dieser lauen Veroneser Sommernacht – und wir hatten das besondere Privileg, dass die wieder auferstandene Violetta (Zuzana Marková) und Alfredo (Francesco Demuro) just am Nachbartisch im selben Restaurant tafelten.

 

„Giuseppe Verdi, La Traviata, Arena di Verona, 02. September 2021“ weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 04. September 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 04. September 2021

Bayreuth / München
Schock am Hügel:Wagner-Urenkelin trieb leblos in der Isar. Angeblich im Koma
Schock für die Festspiel-Familie: Eva Wagner-Pasquier (76) leblos aus der Isar gezogen und vom Notarzt wiederbelebt. Zuerst berichtete die Bild-Zeitung darüber. Die Urenkelin des Komponisten Richard Wagners liegt nach Informationen unserer Zeitung im Koma.
Nordbayerischer Kurier

Wien-Konzert von Anna Netrebko auf Juli 2022 verschoben
Statt am kommenden Dienstag. „Medizinischer Notfall im engsten Familienkreis der Künstler“.
Kurier.at

Yusif Eyvazov, Tiago und Anna Netrebko in Riga, Lettland, Foto: Instagram (c)

Foto: Yusif Eyvazov, Tiago und Anna Netrebko in Riga, Lettland, Foto: Instagram ©

Konzerthaus-Liederabend mit Netrebko und Eyvazov auf 2022 verschoben
Terminänderung wegen eines „medizinischen Notfalls“ im Familienkreis.
Wiener Zeitung  „Die SAMSTAG-PRESSE – 04. September 2021“ weiterlesen

Die FREITAG-PRESSE – 03. September 2021

Foto: Elbphilharmonie, Großer Saal © Claudia Höhne

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 03. September 2021

Hamburg
Wenig Magie bei der Opening Night in der Elphi
Mit einem amerikanischen Programm ist die Elbphilharmonie Hamburg in die neue Saison gestartet. Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielte sehr engagiert und couragiert unter der Stabführung des US-Amerikaners Alan Gilbert; der weltbeste Cellist Yo-Yo Ma, US-Amerikaner, sorgte für einige Glanzpunkte – allein, dass große, besondere Opening-Feeling blieb aus an diesem Mittwoch.
Klassik-begeistert.de

Berlin
Vorher spritzte Blut
Die Komische Oper Berlin eröffnet die letzte Spielzeit der Intendanz von Barrie Kosky mit einer vorbildlichen Inszenierung von George Enescus »Œdipe«
https://www.jungewelt.de/artikel/409589.oper-vorher-spritzte-blut.html

Berlin
Das Concertgebouworkest beeindruckt in der Philharmonie
Der Dirigent Daniel Harding und das Concertgebouworkest Amsterdam präsentieren beim Musikfest Berlin ein Programm der Gegensätze
Tagesspiegel.de

Joana Mallwitz: Ohne gutes Konzert bringt auch Vermittlung nichts
Als Chefdirigentin am Konzerthaus Berlin übernimmt die international gefeierte Joana Mallwitz erstmals die Verantwortung für ein großes Sinfonieorchester. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur in Berlin schildert die 34-Jährige ihre Beweggründe. Und wie ihre Liebe zur Oper darunter nicht leiden soll.
Neue Musikzeitung/nmz.de

Hamburg
Elbphilharmonie: „Opening Night“ mit Symbolcharakter
Die Welt.de

„Die FREITAG-PRESSE – 03.September 2021“ weiterlesen

Die DONNERSTAG-PRESSE – 02. September 2021

Foto: Peter Sommeregger

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 02. September 2021

Interview mit Julia Varady zum 80. Geburtstag: Singen, um zu leben
Münchner Merkur

Sommereggers Klassikwelt 102: Happy birthday, Julia Varady
Dass diese verehrte Künstlerin und Pädagogin an diesem 1. September ihren 80. Geburtstag feiert, will man gar nicht glauben. Ihr Charme und ihre persönliche Ausstrahlung lassen sie bis heute alterslos erscheinen.
von Peter Sommeregger
https://klassik-begeistert.de/sommereggers-klassikwelt-102-happy-birthday-julia-varady/

Julia Varady zum 80. Geburtstag. Starke Ausdruckskünstlerin
Als „rumänischer Vulkan“ wurde sie mal bezeichnet. Denn auf der Bühne stand Julia Varady für Furor, Feuer und Selbstentäußerung. Nichts weniger als die Seele ihrer Figuren wollte sie ihrem Publikum mitgeben. Es sollte mitgenommen werden von dem Schicksal, das sich auf der Bühne abspielt. Jetzt wird Julia Varady 80 – und ist dankbar für viele Jahre Glück, wie sie sagt.
BR-Klassik.de

Die große Sängerin Julia Varady wird 80
Ihre Verdi-, Mozart- und Wagner-Interpretationen sind unvergessen: Jetzt feiert die Sopranistin Julia Varady ihren 80 Geburtstag
Tagesspiegel.de

Jubiläum
Julia Varady wird 80: Ernsthaftigkeit braucht Ruhe
Frankfurter Allgemeine  „Die DONNERSTAG-PRESSE – 02.September 2021“ weiterlesen

Anna Handler: „Musik mache ich mit Menschen und für Menschen“

Foto: Fabian Wildgrube

Anna Handler im Gespräch mit Jolanta Łada-Zielke – Teil 1.

Dr. Lorenz Kerscher hat Anna Handler unseren Lesern bereits in dem Zyklus „Rising Stars“ vorgestellt:

https://klassik-begeistert.de/rising-stars-11-anna-handler-dirigentin-und-pianistin-die-junge-maestra-mit-eigenem-orchester/#more-29266

Die charismatische junge Dirigentin beginnt gerade ihr Studium an der Juilliard School in New York als Stipendiatin des Kovner-Fellowship-Programms. Die im Jahr 2014 gegründete Gesellschaft Kovner-Fellowship finanziert herausragenden Studenten und Absolventen klassischer Musik eine Weiterbildung an der Juilliard-School. Unser Gespräch beginnt mit diesem Thema; die ersten musikalischen Erfolge hatte Anna bereits in ihrer Kindheit. 

Liebe Anna, wie war das Bewerbungsverfahren für das Kovner-Fellowship Stipendium?

Es begann im Dezember 2020. Zunächst musste ich viele Dokumente, Videos und Empfehlungsschreiben einreichen. Im Januar 2021 erhielt ich die Einladung zu einer Live-Audition, die im März erfolgte. Im April kam die Nachricht, dass ich das Vollstipendium erhalten habe.

Wie hat man das mit der Live-Audition während des Lockdowns gelöst?

Normalerweise fliegt man dafür nach New York und arbeitet mit dem Orchester vor Ort. Aufgrund der Pandemie teilte man den Prozess auf. Zuerst fand ein Online-Theorietest statt, dann gab es ein Interview und ein Vorspiel auf meinem Instrument, dem Klavier. Die Kandidaten wurden immer mehr gefiltert und am Ende blieben nur sechs Personen übrig, Bewerber aus der ganzen Welt. Aufgrund der strengen Einreisebestimmungen in die USA wurde aber beschlossen, dass auch die finale Audition mit Orchester in dem jeweiligen Heimatland der Kandidaten stattfinden sollte. Wir erhielten von der Juilliard School ein Stipendium, um ein Ensemble zu formieren und Materialkosten (Raum und Mikrophonierung) zu decken. Ich engagierte dafür natürlich meine Musikerinnen und Musiker von Enigma Classica.  Die vorgegebenen Prüfungsstücke waren: „Die Geschichte vom Soldaten“ von Igor Stravinsky, „Verklärte Nacht“ von Arnold Schönberg und „Eine kleine Nachtmusik“ von W. A. Mozart. Ganz besonders unterstützt hat mich meine Heimatgemeinde Ottobrunn. Thomas Loderer, unser Bürgermeister, sowie Horst Frank, Leiter unseres Kulturzentrums „Wolf-Ferrari-Haus“, und sein ganzes Team halfen mir mit einer Corona-konformen Organisation, sowie mit dem Raum und der Technik. Dafür bin ich sehr dankbar und es war ein tolles Gefühl, die Freude über die Zusage mit allen teilen zu können!


Fotograf: Fabian Wildgrube

Ich freue mich auch für Sie. Wann haben Sie sich entschieden, Dirigentin zu werden? War das noch in Ihrer Kindheit, als Sie mit Ihrer Schwester Laura musiziert haben?

Richtig, zunächst begann mein Weg über das Singen und Klavierspielen, fast immer gemeinsam mit meiner Schwester Laura. Während meiner Zeit im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper erlebte ich natürlich auch die Rolle des Dirigenten, aber es war noch zu abstrakt.  Erst mit vierzehn entstand eine bewusste Auseinandersetzung, als mir Helmut Spindler, mein Geigenlehrer am Pestalozzi- Gymnasium in München, die „Young People’s Concerts“ mit Leonard Bernstein zeigte. Das war eine Art Zündung für mich. Mein Lehrer schlug vor, ein Mini-Ensemble zu organisieren, das ich dirigieren könnte, er schrieb dafür die Arrangements. Dann empfahl er mich für die Ausbildung zum „Junior Assistent Ensemble Leiter“, ein Förderprogramm des Bayerischen Musikrats. Er sah in mir eine Persönlichkeit, die sich dazu eignet, Menschen zu führen und zu begeistern. Ich war schon immer sehr extrovertiert und komme generell auch mit unterschiedlichen Persönlichkeiten zurecht. Ich übernahm gerne Verantwortung in schulischen Ämtern und hatte Spaß am gemeinsamen Musizieren. Nach dem Abschlussprüfungskonzert dieses Förderprogramms wurde ich als beste Teilnehmerin ausgezeichnet. Ich war fünfzehn und hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Aber ich habe stark gespürt, dass das Dirigieren, die Kunst ohne Worte zu führen, eine Art Zauberei ist und mich fasziniert.

Wie ist es mit dem Klavierstudium weitergegangen?

In derselben Zeit studierte ich Klavier als Jungstudentin an der internationalen „Accademia Pianistica di Imola“ in Italien und Klavierspielen hatte damals bei mir auch Priorität. In Imola erhielt ich dann aber auch den ersten richtigen Dirigierunterricht bei Maestro Marco Boni, der mich ebenfalls stark geprägt hat und mich erst kürzlich für ein Gastdirigat in Bologna engagiert hat.  Ich lernte die Symphonien von Beethoven, Mahler und Bruckner durch ihn kennen, die ich dort am Klavier aus den Partituren spielte. Bis heute nimmt das Klavier eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben ein und ich studiere auch weiterhin mit Prof. Henri Sigfridsson an der Folkwang Universität der Künste.

Ihre Eltern sind zwar keine Musiker von Beruf, haben aber Sie und Laura unterstützt?

Ja, und wir sind ihnen dafür sehr dankbar. Unsere Eltern sind beide Ingenieure, kreative Menschen und vor allen Dingen der Musik sehr zugeneigt. Meine Mutter malt selbst und hat uns bereits von einem frühen Alter künstlerisch gefördert. Da meine Eltern jedoch speziell die klassische Musikszene in München, ihre Strukturen und Angebote für Kinder erst nach und nach kennenlernen mussten, haben wir sehr viele verschiedene Lehrer und Wegweiser auf dieser Reise getroffen. Sehr entscheidend waren die Begegnungen mit dem Cellisten und Musikvermittler Heinrich Klug, dem Schauspieler Enrico de Paruta, der Pianistin Bianca Bodalia und dem Geiger Jorge Sutil. Ebenso auch die Bayerische Staatsoper mit ihren Angeboten für Kinder und Jugendliche. Wir sind alle als Familie in die Welt der klassischen Musik hineingewachsen und haben immer gemeinsam die nächste Herausforderung gemeistert. Eine musikalische Karriere kann man meiner Meinung nach, nur sehr schwer – ebenso wie eine sportliche Karriere – ohne finanzielle und mentale Unterstützung schaffen.

Der Glaube an uns und an die Musik, den uns unsere Eltern mitgegeben haben, hat uns sehr bestärkt. Und das Zusammensingen und Zusammenspielen hat uns als Schwestern zusammengeschweißt. Ich kam zum Beispiel an die Klavier Akademie in Imola durch Lauras Geigen-Professor, Zakhar Bron, der die Verbindung herstellte. Unsere Interessen waren immer ähnlich, aber nicht im identischen Bereich, dadurch gab es auch keinen Vergleich. Wir machen zusammen Kammermusik und leiten eben auch gemeinsam „Enigma Classica“. Sie von der Geige, als Konzertmeisterin aus und ich von meinem Pult.

Wie Dr. Lorenz Kerscher geschrieben hat, haben Sie auf kein Engagement gewartet, sondern mit eigener Initiative zwei junge Orchester nacheinander gegründet: New Munich Youth Orchestra und Enigma Classica. War das ein entscheidender Schritt in Ihrer bisherigen Laufbahn?

Ja, auf jeden Fall. Das entspricht einfach meiner Persönlichkeit. Ich mag es, Menschen zu bestimmten Aktionen anzuregen. Kurz vor dem Abitur fuhr ich mit ein paar Freunden mit dem Bus nach Berlin, um die dortige Philharmonie zu besuchen. Auf dem Rückweg schlug ich vor: „Ihr Lieben, wir gründen jetzt ein Orchester und gehen in Grundschulen und in Flüchtlingsheime, um zu musizieren“. So entstand als erstes das New Munich Youth Orchestra (NMYO). Mir war immer wichtig, Musik als etwas Soziales zu verstehen: ich mache das mit anderen Menschen für andere Menschen. Das soll nicht etwas Elitäres, für bestimmte soziale Schichten sein, sondern für alle. Und das ist nach wie vor mein Motto. Aus dem NMYO entwickelte sich dann Enigma Classica. Musikvermittlung ist nach wie vor der Kernbestandteil unserer Identität. „Enigma“ ist mein Lieblingswort, weil mir jedes Musikstück ein Enigma, ein Rätsel ist. Ich habe immer Freude daran, das Rätsel mit anderen Leuten zu lösen, zu dekodieren und dem Publikum dieses Dekodieren näher zu bringen. Meine Musikerinnen und Musiker bei Enigma Classica sind großartig, sie haben dieses Leuchten in den Augen, den Ehrgeiz, die Ausstrahlung, machen alles mit Hingabe und ohne Routine. Wir suchen nach unserem Klang, wir haben Freude an Innovation und haben einfach großen Spaß.

Haben Sie auch schon mit Profi-Orchestern gearbeitet?

Während des Studiums an der Hochschule für Musik Weimar oder während verschiedener Meisterkurse habe ich Erfahrungen gesammelt, zum Beispiel mit der Staatskapelle Weimar, der Jenaer Philharmonie oder den Bergischen Symphonikern. Zuletzt assistierte ich Daniel Harding bei „Klassik am Odeonsplatz“ mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Mein persönlicher Wunsch ist es, die Musiker mit meiner Faszination für das Stück anzustecken und die Probe als einen Experimentierraum zu verstehen. Mit dem Wort „Dienst“ kann ich leider wenig anfangen, aber das ist eine komplizierte Debatte.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

Jolanta Lada-Zielke, 31. August 2021, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Sommereggers Klassikwelt 102: Happy birthday, Julia Varady

Für das Label Orfeo ging sie auch mit ihrem Ehemann Dietrich Fischer-Dieskau des Öfteren ins Studio, wobei der Ehemann als Dirigent ein sensibler Begleiter seiner Ehefrau war.

von Peter Sommeregger (Text und Fotos)

Dass diese verehrte Künstlerin und Pädagogin an diesem 1. September ihren 80. Geburtstag feiert, will man gar nicht glauben. Ihr Charme und ihre persönliche Ausstrahlung lassen sie bis heute alterslos erscheinen.

Geboren 1941 im rumänischen Cluj als Tochter eines Ungarn und einer Siebenbürgen-Deutschen erhielt das musikalische Kind am Konservatorium ihrer Heimatstadt anfangs Violin-, später Gesangsunterricht. Noch vor dem Ende ihrer Ausbildung wurde die Sängerin an das Nationaltheater engagiert, wo sie etwa zehn Jahre lang Partien aus dem Sopran- und Mezzosopran-Fach sang. Nach dem Gewinn eines Wettbewerbes in Italien wurde Varady auch an westeuropäische Bühnen engagiert. Nach einem Gastspiel in Köln verpflichtete Christoph von Dohnanyi sie an das Opernhaus Frankfurt. In den folgenden Jahren teilte die Sängerin ihre Auftritte zwischen den Opernhäusern  in Frankfurt und Köln. „Sommereggers Klassikwelt 102: Happy birthday, Julia Varady“ weiterlesen

Die DIENSTAG-PRESSE – 31. August 2021

Foto: Kirill Petrenko, © Monika Rittershaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 31.08.2021

Vom Bravo zum Na, ja: Die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko
Auf dem Programm standen von Weber, Hindemith und Schubert
Der Standard.at

Salzburg / Berliner Philharmoniker
Turandot goes Jazz
Die Protagonisten: der Komponist Paul Hindemith, der Choreograph Léonide Massine und der Maler Salvador Dalí als Ausstatter und Librettist. Die Zeit: während des Zweiten Weltkriegs. Das Ergebnis: fürs Erste keines, dann aber eine Konzertmusik, die das Zeug zum Renner hätte – wenn sie denn einer je aufführte.
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/festspiele/15392-turandot-goes-jazz

Salzburg
Salzburger Festspiele: Alles wird anders, und kaum einen regt es auf
Kleine Zeitung

Helga Rabl-Stadler: „Eine selbstbewusste Frau war man nicht gewohnt“
Wie sieht die Festspielpräsidentin am Ende ihrer langen Regentschaft selbst ihr Amt? Im September wird der Job ausgeschrieben, das Nachfolgespiel hat begonnen
Der Standard.at

„Konzertgänger in Berlin“
Faster, Ödipussycat! Kill! Kill!
Mythenschröckliches von Turnage und Enescu an Deutscher und Komischer Oper
https://hundert11.net/oedipussycat/

Berlin
Schmerz! Stich! Stoß!
Der Deutschen Oper gelingt mit der furiosen Oper „Greek“ von Mark-Anthony Turnage ein Coup. Die Komische Oper geht dagegen mit einem ermüdend bleiernen Pathos den Sophokles-Stoff an.
Sueddeutsche.de

Begeisternd: „Œdipe“ an der Komischen Oper (Podcast)
Mit der Oper „Œdipe“ des Rumänen George Enescu hat die Komische Oper am Sonntagabend ihre Spielzeit eröffnet. Und das konnte durchaus begeistern.
https://www.inforadio.de/programm/schema/sendungen/kultur/202108/30/607736.html#top

Berliner Opernpremieren: Enescus „Œdipe“ und Turnages „Greek“ Im Höllenreich der Sinne
Ödipus ist der Mythos zur Pandemie: Enescus „Œdipe“-Tragödie feiert Premiere an der Komischen Oper, Turnages „Greek“-Komödie auf dem Parkdeck der Deutschen Oper.
Tagesspiegel.de

„Die DIENSTAG-PRESSE – 31. August 2021“ weiterlesen

Die Jubiläums-„Aida“ fasziniert in der Arena von Verona

 

Man durfte gespannt sein, markierte die Neuinszenierung der „Aida“ in der Arena von Verona immerhin das 150. Jubiläum der Erstaufführung dieser prominentesten aller Verdi-Opern – und wie auch bei den anderen Opern, welche diesen Sommer unter dem Schatten der Covid-Pandemie in diesem grandiosen römischen Bauwerk über die Bühne gehen wurden innovative High-Tech-Lösungen verwirklicht.

Arena di Verona, 27. August 2021
Giuseppe Verdi, Aida

Erstaufführung im Khedivial Opernhaus Kairo am 27. 12. 1871

von Dr. Charles E. Ritterband (Text und Fotos)

Man durfte gespannt sein, markierte die Neuinszenierung der „Aida“ in der Arena von Verona immerhin das 150. Jubiläum der Erstaufführung, dieser prominentesten aller Verdi-Opern – und wie auch bei den anderen Opern, welche diesen Sommer unter dem Schatten der Covid-Pandemie in diesem grandiosen römischen Bauwerk über die Bühne gehen wurden innovative High-Tech-Lösungen verwirklicht. „Aida“ ist seit Jahrzehnten das Aushängeschild und stärkster Publikumsmagnet der sommerlichen Arena-Festspiele. Und Jahr für Jahr stapelten sich auf der Piazza Bra, vor der Arena, die mächtigen, farbenprächtigen Kulissen – riesige Tempelsäulen, überdimensionierte Skulpturen unter denen natürlich die Sphinx nicht fehlen durfte.

Dieses Jahr war alles anders: Statt der üblichen 1350 Besucher wurde wegen der vorgeschriebenen Distanz das Publikum in der Arena drastisch auf 600 reduziert und die Piazza Bra blieb leer. Das pharaonische Ägypten der „Aida“ fand nicht mehr in den üblichen imposanten Kulissen statt, sondern vor ebenfalls riesigen Flüssigkristall-Bildschirmwänden, auf denen computergesteuert die Welt der „Aida“ aufleuchtete – und sie war zum allgemeinen Erstaunen prachtvoller, realistischer denn je. Im Handumdrehen vollzog sich der virtuelle Kulissenwechsel, erschien vor den Augen des verblüfften Publikums ein prunkvoller Saal im Palast des Pharao, ganz in Marmor – und dann wieder die Wüste mit Tempeln, der im Schein der Mondsichel funkelnde Nil, und in der letzten Szene versank der Tempel und ein unterirdisches Verlies wurde sichtbar, in welchem der zum Tode verurteilte Radamès schließlich doch noch seine Aida wiederfand.

„Giuseppe Verdi, „Aida“, Arena di Verona, 27. August 2021“ weiterlesen

Enescus „Œdipe“ an der Komischen Oper Berlin: Tragödie am Beckenrand

 

Foto: Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin, Premiere 29. August 2021
von Peter Sommeregger

Gut 25 Jahre arbeitete der rumänische Allroundmusiker George Enescu an seiner Oper „Œdipe“, ehe das vieraktige Werk 1936 in Paris uraufgeführt wurde. Ein Repertoirestück ist die Oper nicht geworden, dazu ist sie zu anspruchsvoll für Ausführende und Publikum. Einig ist sich die Fachwelt allerdings in ihrer Einschätzung des Werkes als bedeutende Komposition.

Nach längerer Abstinenz von Berliner Bühnen stellt die Komische Oper das Werk eindrucksvoll auf die Bretter. Das Einheitsbühnenbild für die pausenlose Aufführung stellt einen abstrakten steinernen Saal da, in dessen Mitte sich ein großes Becken befindet. Die Aktionen der Darsteller finden hauptsächlich am Rand des Beckens statt. Der russische Regisseur Evgeny Titov entwickelt in diesem geometrischen, strengen Raum ein intensives Kammerspiel, wobei er die klaustrophobische Unentrinnbarkeit des Raumes geschickt nutzt.

„George Enescu, Œdipe,
Komische Oper Berlin, 29. August 2021“
weiterlesen

Die MONTAG-PRESSE – 30.08.2021

Foto: Helga Rabl-Stadler
@ Bernhard Müller

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MONTAG-PRESSE – 30.08.2021

Salzburg
Helga Rabl-Stadler: „Ich gehe mit leichtem Herzen“
Die Salzburger Festspiele 2021 gehen zu Ende, die 27. und letzte Saison für Helga Rabl-Stadler als Präsidentin. Zum Abschied erzählt sie vom Vorschuss an Misstrauen 1995, bei welchen Opern sie geweint hat und welche Klippen in Kultur und Politik heutzutage drohen.
https://www.diepresse.com/6026693/helga-rabl-stadler-ich-gehe-mit-leichtem-herzen

Herbert Blomstedt bei den Salzburger Festspielen: Existenzielle Botschaften
Das gibt’s nur einmal: Ein 94-jähriger Dirigent, der nach wie vor bei den besten Orchestern der Welt gastiert! Aber der in den USA geborene Schwede Herbert Blomstedt ist eben ein Phänomen. Bei acht Spitzenorchestern ist er Ehrendirigent, in Tokio, San Francisco, Stockholm, Kopenhagen, Leipzig, Dresden, Bamberg – und bei den Wiener Philharmonikern. Mit denen ist Blomstedt jetzt wieder bei den Salzburger Festspielen aufgetreten, am 27. und 28. August 2021 im Großen Festspielhaus – wie gewohnt mit einem spannenden Programm. Für BR-KLASSIK war Fridemann Leipold dabei.
BR-Klassik.de

Herbert Blomstedt, Schelm und nimmermüder Orchesterdompteur
Unauslöschlich jugendlich: Der greise Maestro dirigierte Honegger und Brahms bei den Festspielen
Der Standard.at

Mailand
Dominique Meyer: „Man überschätzt die Schwierigkeiten“
Dominique Meyer wäre gern Chef der Wiener Staatsoper geblieben, aber sein Vertrag wurde nicht verlängert. Nun ist Meyer seit März 2020 Direktor eines anderen berühmten Opernhauses: der Mailänder Scala. Im Unterschied zu Wien mische sich dort kein Politiker in seine Arbeit ein, sagt er, und ist froh darüber. Ein Gespräch über Unterschiede und Paradoxien.
https://www.diepresse.com/6026683/dominique-meyer-man-uberschatzt-die-schwierigkeiten 

„Die MONTAG-PRESSE – 30.08.2021“ weiterlesen