Sternstunden in Neumarkt: Andrè Schuen und Daniel Heide beamen die Zuschauer in warme Winterwelten

Historischer Reitstadel, Neumarkt in der Oberpfalz, 19. Dezember 2022
(Neumarkter Konzertfreunde)

Franz Schubert, „Winterreise“ op. 89
Andrè Schuen (Bariton)
Daniel Heide (Klavier)

Foto: © Christoph Köstlin / DG

von Andreas Schmidt

„Die ‚Winterreise‘ ist in meinen Augen nicht nur eine Aneinanderreihung von Seelenzuständen. Es gibt eine Dramaturgie.“ (Andrè Schuen)

Nur selten ist es dem Opern- und Konzertliebhaber vergönnt, wahrhaft magische Momente zu erleben. Konzerte, die nie aufhören mögen. Bei denen man nicht zu atmen wagt. Wo das Publikum – auch im grippalen Winter – keine Stecknadel fallen lässt. Wo Wärme und Wohlklang die Seele und das Herz berühren.

Dies zu erleben war mir vergönnt im berühmten Historischen Reitstadel in Neumarkt in der Oberpfalz. Es sang der Bariton Andrè Schuen aus dem ladinischen La Val (Südtirol, Italien). Es spielte der Pianist Daniel Heide am Steinway-Flügel made in Hamburg-Bahrenfeld, aus Weimar stammend.

„Franz Schubert, „Winterreise“ op. 89, Andrè Schuen (Bariton), Daniel Heide (Klavier)
Historischer Reitstadel, Neumarkt in der Oberpfalz, 19. Dezember 2022 (Neumarkter Konzertfreunde)“
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Christian Thielemann in der Philharmonie: Ein Spitzenmenü, das am Ende doch nicht schmeckt

Foto: Christian Thielemann, © Matthias Creutziger

Richard Wagner
Parsifal
Vorspiel zum ersten Akt
Karfreitagszauber

Richard Strauss
Vier letzte Lieder

Hans Pfitzner
Drei Orchestervorspiele

aus der Oper Palestrina

Johann Sebastian Bach
Präludium und Fuge Es-Dur für Orgel

Orchestrierung von Arnold Schönberg

Christian Thielemann, Dirigent
Berliner Philharmoniker

Camilla Nylund, Sopran

Philharmonie Berlin, 15. Dezember 2022

von Peter Sommeregger

Christian Thielemann, selbst Berliner, ist ein sehr gern gesehener Gast bei den Berliner Philharmonikern. Für sein aktuelles Konzert wählte er, wenig überraschend, Wagner, Richard Strauss und Pfitzner. Dass an diesem unwirtlichen Dezemberabend dann aber doch nicht nur reine Freude aufkam, hatte mehrere Gründe. Wagners „Parsifal“ gehört zu den Domänen Thielemanns, aber das Vorspiel und der Karfreitagszauber stehen bei aller Klangmagie, zu der Thielemann das Orchester antreibt, doch ein wenig isoliert im Raum. Trotz der guten Akustik des großen Saales, den magischen Klang des Bayreuther Festspielhauses vermisst man hier doch. „Berliner Philharmoniker, Christian Thielemann, Camilla Nylund
Philharmonie Berlin, 15. Dezember 2022“
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Schönberg und Bruckner: Andris Nelsons begeistert mit einem kontrastreichen Programm

Andris Nelsons, Foto: Marco Borggreve

Arnold Schönberg
Klavierkonzert  op.42

Anton Bruckner
Symphonie Nr.7 E-Dur

Berliner Philharmoniker
Andris Nelsons  Dirigent
Mitsuko Uchida  Klavier

Philharmonie Berlin, 8. Dezember 2022


von Peter Sommeregger

Der lettische Dirigent Andris Nelsons, gern gesehener Gast am Pult der Berliner Philharmoniker, setzt diesmal zwei Werke auf das Programm, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Der Abend beginnt mit Arnold Schönbergs atonalem, 1942 im amerikanischen Exil entstandenen Klavierkonzert. In diesem Werk verletzt der Komponist an einigen Stellen bewusst die strengen Regeln der von ihm erfundenen Zwölfton-Musik, das geschieht aber eher zum Nutzen des trotz allem spröden Werkes. Aus kunstvoller Instrumentierung für das große Orchester schält sich der Klavierpart immer wieder dominant heraus, technisch ist das Werk für den Solisten eine große Herausforderung. „Berliner Philharmoniker, Andris Nelsons Dirigent, Mitsuko Uchida Klavier
Philharmonie Berlin, 8. Dezember 2022“
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Michael Spyres: Der Tenor, der alles kann

Das Orchestre philharmonique de Strasbourg unter dem Dirigenten John Nelson erweist sich einmal mehr als erstklassiges Berlioz-Orchester. Das liegt natürlich auch an dem inzwischen 80-jährigen Dirigenten John Nelson, der sich mehr und mehr auf diesen französischen Dirigenten spezialisiert hat. Das Resultat ist wieder einmal eine höchst authentische, mitreißende Einspielung!

Berlioz  Les Nuits d’Été
Harold en Italie

Michael Spyres
Timothy Ridout
Orchestre philharmonique de Strasbourg
John Nelson

Erato 5054197196850

von Peter Sommeregger

Der amerikanische Tenor Michael Spyres verblüfft seine wachsende Anhängerschaft immer aufs Neue mit Ausflügen in ungewohntes Terrain. Inzwischen bezeichnet er sich selbst als Baritenor, was den Punkt trifft. Auf seinem letzten, sensationellen Recital pendelt er virtuos zwischen Tenor-und Baritonarien. „CD-Rezension: Berlioz  Les Nuits d’Été Harold en Italie
klassik-begeistert.de 6. Dezember 2022“
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DIE MONTAG-PRESSE – 5. DEZEMBER 2022

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DIE MONTAG-PRESSE –
5. DEZEMBER 2022

Copyright: Richard Wagner, Lohengrin, Bayerische Staatsoper, W. Hösl ©

Frenetischer Jubel für „Die Meistersinger von Nürnberg“
Nachtkritik. Demonstrativer Jubel für den in zweieinhalb Jahren scheidenden Musikdirektor Philippe Jordan und Begeisterung für das Sängerensemble. Bei der sonntägigen Premiere von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ schien für einen Premierenabend lang alles eitel Wonne.
Kleine Zeitung.at

Staatsoper: Die „Meistersinger“ als Schlafwandler
„Wach ich oder träum ich?“ Die Frage, die in den „Meistersingern von Nürnberg“ wiederholt gestellt wird, bleibt in der Neuproduktion des Richard Wagner-Stücks an der Wiener Staatsoper bis zuletzt unbeantwortet. Keith Warner inszenierte die große Oper der künstlerischen Selbstbefragung in schlafwandlerisch-assoziativen Bildern rund um starke Sängerdarsteller und erhielt vom Premierenpublikum am Sonntagabend viel Zustimmung. Gefeiert wurde Michael Volle als Hans Sachs.
https://www.sn.at/kultur/allgemein/staatsoper-die-meistersinger-als-schlafwandler-130766551

München/„Lohengrin“-Premiere
Elsa Traum(a)
https://www.die-deutsche-buehne.de/kritiken/elsas-trauma/

Umstrittener „Lohengrin“ in München Träume aus Stein
BR-Klassik.de

„Lohengrin“ in der Bayerischen Staatsoper
Solch einen allumschlingenden Wagner-Klang samt saalfüllend schallenden Trompeten aus allen Rängen wird man auf dem Grünen Hügel nicht kriegen. Ebenso wenig diese durchweg perfekte Gesangsbesetzung. Dafür war die Münchner Neuinszenierung etwas lächerlich gefüllt mit Ironie und Komödie…
Liebes Regie-Team, wer von Ihnen möchte die erste gemeinsame Nacht mit der Freundin oder dem Freund bewacht von Volk und Feind verbringen? Niemand? Dann bitte inszenieren Sie den Lohengrin auch nicht so!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Auf Nicht-Linien zum Blackout
Wagners „Lohengrin“ in einer verquasten Neudeutung im Münchner Nationaltheater
Neue Musikzeitung/nmz.de

Einer von uns: Wagners „Lohengrin“ an der Bayerischen Staatsoper
MuenchnerMerkur.de

„Lohengrin“ an der Bayerischen Staatsoper: Die Hände zum Himmel
https://www.sueddeutsche.de/kultur/lohengrin-bayerische-staatsoper-1.5709074

Neuer „Lohengrin“ für Bayerische Staatsoper
MuenchnerAbendzeitung.de „DIE MONTAG-PRESSE – 5. DEZEMBER 2022
klassik-begeistert.de“
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Klänge, von denen man in Bayreuth nur träumen kann: Neuer Lohengrin in München

Foto: Lohengrin 2022, J. v. Oostrum als Elsa, © W.Hoesl

Solch einen allumschlingenden Wagner-Klang samt saalfüllend schallenden Trompeten aus allen Rängen wird man auf dem Grünen Hügel nicht kriegen. Ebenso wenig diese durchweg perfekte Gesangsbesetzung. Dafür war die Münchner Neuinszenierung etwas lächerlich gefüllt mit Ironie und Komödie…


Lohengrin
Musik und Libretto von Richard Wagner


Bayerische Staatsoper,
3. Dezember 2022 PREMIERE

von Johannes Karl Fischer

Liebes Regie-Team, wer von Ihnen möchte die erste gemeinsame Nacht mit der Freundin oder dem Freund bewacht von Volk und Feind verbringen? Niemand? Dann bitte inszenieren Sie den Lohengrin auch nicht so!

Ich bin kein Anhänger von Otto Schenks Partiturdiktatur. Aber die Hochzeitsnacht, „Wir sind allein“, auf grüner Wiese, umgeben von einer Flut an BürgerInnen von Brabant, das ist zu viel. Vielleicht verstehe ich die Ironie nicht? Gelacht wurde im Publikum. Sorry, falsche Stelle für Komödie! „Lohengrin, Musik und Libretto von Richard Wagner
Bayerische Staatsoper, 3. Dezember 2022 PREMIERE“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 3. DEZEMBER 2022

François-Xavier Roth debütiert mit Wagners Schwanenritter-Saga an der Bayerischen Staatsoper. © Julien Mignot

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 3. DEZEMBER 2022

München/Bayerische Staatsoper
„Ich liebe Deutsch“: François-Xavier Roth dirigiert „Lohengrin“ an der Bayerischen Staatsoper
Andere Dirigenten sagen immer, dass sie sich vom Repertoire her nicht festlegen lassen, François-Xavier Roth lebt das vor. Der Franzose, Jahrgang 1971, ist einer der Neugierigsten und Vielseitigsten seiner Zunft. An der Bayerischen Staatsoper debütiert er mit Wagners „Lohengrin“.
MünchnerMerkur.de

Dirigent François-Xavier Roth: „Ich habe Wagner neu kennengelernt“
Der Dirigent François-Xavier Roth über Wagners Modernität und die Premiere von „Lohengrin“ im Nationaltheater.
Abendzeitung.muenchen.de

München
Richard Wagners Oper „Lohengrin“: Die fünf besten Lohengrin-Interpreten
https://www.br-klassik.de/fuenf-besten-lohengrin-interpreten-wagner-premiere-bayersiche-staatsoper-2022-100.html

Lübeck
Ins stille land. „Lieb und Leid und Welt und Traum“ – Laila Salome Fischer rührt in Lübeck an die Seele
Zumindest klang dieser bemerkenswerte Abend in seliger Sanftheit aus, der Applaus hingegen war begeistert und langanhaltend. Man mag sehr hoffen, dass Judith Lebiez weitere solcher Abende gestalten wird. In Ensemble und Opernstudio des Hauses muss man nicht lange nach geeigneten Talenten suchen.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.de

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Exklusivinterview mit Joanna Freszel: „Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit sind das Wichtigste bei der Aufführung zeitgenössischer Musik“, Teil 2

Foto: Joanna Freszel © Jacek Poremba 

von Jolanta Łada-Zielke

Im zweiten Teil des Gesprächs mit der polnischen Sopranistin Joanna Freszel unterhalten wir uns über die mit der modernen Vokalmusik verbundenen Themen.

klassik-begeistert: Es gibt ein Klischee betreffend zeitgenössischer Musik. Man sagt, vor allem über atonale Stücke, dass der Sänger falsch singen kann, und das Publikum merkt das nicht. Haben Sie diese Meinung auch schon gehört?

Joanna Freszel: Leider glaube ich, dass an diesem Stereotyp etwas Wahres dran ist. Interessant, dass viele Sängerinnen und Sänger auch so denken. Meiner Meinung nach hängt alles davon ab, wie aufrichtig man mit der Musik und dem Komponisten ist. Es ist keine Kunst, ein zeitgenössisches Werk, das oft in halsbrecherischem Tempo geschrieben wurde, mit einer fantastischen schauspielerischen Leistung aufzuführen, als sei man ein Virtuose in der Sache, aber von der Partitur abzuweichen. „Exklusivinterview mit der polnischen Sopranistin Joanna Freszel – Teil 2
klassik-begeistert.de, 25. November 2022“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. NOVEMBER 2022

Komische Oper Berlin © Wolfgang Scholvien

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. NOVEMBER 2022

Berlin
Komische Oper Berlin: Koskys fideler Falstaff
Barrie Koskys turbulente Inszenierung von Verdis Alterswerk überzeugt durch Spieltempo und Witz, setzt indes zu einseitig auf Gag-Fülle. In der Titelrolle ist der spielfreudige Scott Hendricks zu erleben. Vergnügen bereitet das von der patenten Yaritza Véliz als Alice angeführte Frauenquartett.
https://konzertkritikopernkritikberlin.wordpress.com/2022/11/12/komische-oper-verdis-falstaff/

München
Das Orchester zum Singen bringen: Nathalie Stutzmann debütiert bei den Münchner Philharmonikern
Eine so markante, herbe, ja virile Altstimme hat keine andere. Doch Nathalie Stutzmann singt schon seit einiger Zeit nicht mehr, sondern legt eine imponierende Karriere als Dirigentin hin. 2023 wird sie den Bayreuther „Tannhäuser“ übernehmen. Nun debütiert die 57-Jährige bei den Münchner Philharmonikern.
Muenchner.merkur.de

Wien
Flórez in Staatsoper: Tenorale Gipfel, auch jenseits des Hohen Cs
(Bezahlartikel)
DiePresse.com

Interview mit Piotr Beczała: Unser Leben besteht nicht nur aus Kaviar
Das Leben von Startenor Piotr Beczała scheint nur aus Höhepunkten zu bestehen. Auch musikalisch – beim Programm mit den Münchner Symphonikern jagt ein Opernhit den nächsten. Um das durchzuhalten, ist Ruhe unerlässlich.
BR-Klassik.de

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. NOVEMBER 2022“ weiterlesen

Im Überschwang der Gefühle fliegt auch mal einem Klaus Mäkelä die Partitur vom Pult

Elbphilharmonie Hamburg © Thies Raetzke

Sol Gabetta und das Oslo Philharmonic bringen Schostakowitsch vom Allerfeinsten

Elbphilharmonie, Hamburg, 14. November 2022

Oslo Philharmonic
Sol Gabetta, Violoncello
Dirigent: Klaus Mäkelä

Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Zugabe: Manuel de Falla
Nana / aus: Siete canciones populares españolas

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93
Zugabe: Michail Glinka
Ouvertüre zu »Ruslan und Ljudmila«

von Patrik Klein

Sol Gabetta; Foto Patrik Klein

Die argentinische Ausnahmecellistin Sol Gabetta mit dem natürlichen Charme und einer Technik, die ihresgleichen sucht, kommt mit gülden wehendem Kleidchen und ihrer Guadagnini von 1759 auf das Podium der Elbphilharmonie und legt los mit Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1.

Da streicht der Bogen sanft über die vier Saiten, beginnt zu glänzen und zu zaubern, zu schwingen und mal mehr oder weniger zu fetzen, sich schließlich ganz in der Komposition Schostakowitschs aufzulösen und mit ihr im Einklang zu versinken. Man spürt einfach, dass das keine Show ist, sondern das Ergebnis jahrelangen Übens und Könnens. Der Körper des Cellos und jener der magischen Musikerin kommen in Wallung, in mal mehr oder weniger starke Bewegungen, Gesten und Stimmungen. Das ist vollendet und dringt durch jeden aufmerksamen Zuhörer im Saal. Man könnte eine Stecknadel fallen hören. Kein Mucks. Nur große Augen und aufgespannte Ohren. Das Orchester unter Klaus Mäkelä trägt sie dabei auf Händen.

„Oslo Philharmonic, Sol Gabetta, Klaus Mäkelä
Elbphilharmonie, Hamburg, 14. November 2022“
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