Kirill Petrenko präsentiert frühe Geniestreiche von Brahms und Richard Strauss

Kirill Petrenko © Chris Christodoulou

Am Ende will der Applaus kein Ende nehmen. Beim letzten Hervorruf wirft Petrenko spontan eine Kusshand ins Orchester. Mehr muss man über das Verhältnis zwischen ihm und den Berliner Philharmonikern nicht sagen.

Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 op. 15

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra op. 30

Víkingur Ólafsson   Klavier
Kirill Petrenko   Dirigent

Philharmonie Berlin, 2. Oktober 2026

von Peter Sommeregger „Brahms Konzert für Klavier und Orchester Nr.1, Víkingur Ólafsson
Philharmonie Berlin, 2. Oktober 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 5. OKTOBER 2026

Asmik Grigorian und Florian Boesch im Bühnenbild von Bartóks “Herzog Blaubarts Burg” © Wiener Staatsoper/Marcel Urlaub

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 5. OKTOBER 2026

Wien/Staatsoper
Premiere an der Wiener Staatsoper: Asmik Grigorian bringt Zemlinsky und Bartók zum Glühen
Vasily Barkhatovs originelles Regiekonzept verbindet Zemlinskys „Florentinische Tragödie“ und Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“ zu einem psychologischen Beziehungsdrama. Christopher Maltman, Asmik Grigorian, Dmitry Golovnin, Florian Boesch und das Orchester unter Alain Altinoglu sorgten für eine musikalisch großartige Produktion. Die Regie ist fast durchgehend schlüssig; das Ende des „Blaubarts“ überzeugte mich nicht ganz.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 50: Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 5 (1808)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

Von Daniel Janz

Es dürfte nicht wundern, dass Beethoven als großer Wiederholungstäter noch einmal in dieser Kolumne Erwähnung findet. Auch Jahrhunderte nach seinem Tod ist er ein gehörtes und einflussreiches Genie, dessen Musik damals wie heute nicht aus unserer Kultur wegzudenken ist. Er gilt als einer derjenigen, die nachhaltig ihre Zeit prägten und ist neben Bach und Mozart selbst dem noch den klassik-verdrossensten Menschen weltweit ein Begriff. Seine Werke gelten als so gut, dass einigen von ihnen nachgesagt wird, ganze Kompositionsgattungen revolutioniert zu haben. Eines dieser Werke ist auch seine als „Schicksals-Sinfonie“ bekannte fünfte Sinfonie.

„Daniels Anti-Klassiker 50: Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 5 (1808)
klassik-begeistert.de, 6. Oktober 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 49: Carl Orff – „O Fortuna“ aus „Carmina Burana“ (1937)

Daniela-Maria Brandt Carl Orff-Stiftung/Archiv: Orff-Zentrum München

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

1937 – eine Zeit politischer Instabilität in Europa, musikalisch geprägt durch die ersten Experimentalmusiken einiger Künstler der „Neuen Musik“ inklusive reger ästhetischer Debatten – kurzum eine durch und durch bewegte historische Periode. Es verwundert daher, in dieser Zeit ausgerechnet die Entstehung eines Werkes zu verorten, das sich fast schon rückwärtsgewandt mit mittelalterlichen Texten, größtenteils lateinischer Sprache und traditioneller Kompositionskunst beschäftigt. Und doch gelang es einem Komponisten, durch diesen Ansatz nicht nur eine Komposition fertig zu stellen, sondern sie auch noch zu einer der bekanntesten Musiken des 20. Jahrhunderts zu machen. Die Rede ist von Carl Orff. „Daniels Anti-Klassiker 49: Carl Orff – „O Fortuna“
klassik-begeistert.de, 5. Oktober 2026“
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Zwischen den Sätzen 5: Social Media Verbot für Richard Strauss?

Foto: Archiv © Claudia Höhne, Franz Welser-Möst, The Cleveland Orchestra

Die Debatte um Social-Media-Einschränkungen nimmt in Deutschland an Fahrt auf.  Oftmals wird argumentiert: Insbesondere Kinder und Jugendliche müssten besser geschützt werden. Aber auch Erwachsenen sagt man gerne einen unbedarften Umgang mit TikTok, Instagram und Co. nach. Oversharing und Sharenting sind heute ein großes Thema. Doch schon Richard Strauss war davon nicht frei, auch wenn er auf die seinerzeitigen analogen Mittel und Wege beschränkt war. Müsste man ihn heutzutage mit einem Social Media Verbot schützen? Oder wenigstens Bubi?

Elbphilharmonie, Großer Saal, 3. Oktober 2026 (Tag der deutschen Einheit)

The Cleveland Orchestra
Franz Welser-Möst  Dirigent

Wolfgang Amadeus Mozart  Sinfonie C-Dur KV 338
Bernd Richard Deutsch  Intensity
Richard Strauss  Sinfonia domestica für großes Orchester F-Dur op. 53

von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 5: Social Media Verbot für Richard Strauss?
Elbphilharmoonie, 3. Oktber 2026“
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Symphonischer Glanz entfaltet sich vor kleinem Publikum

Roberto Rizzi Brignoli © Christian Kleiner

Konzert in der VILCO Bad Vilbel, 3. Oktober 2026

Das Nationaltheater-Orchester Mannheim gastiert unter Roberto Rizzi Brignoli in der VILCO, bietet einen packenden Strauss- und Beethoven-Abend, gekrönt von Hanna-Elisabeth Müllers feinsinniger Interpretation der Vier letzten Lieder – und verdient schlicht mehr Publikum.

Ludwig van Beethoven – Egmont Ouvertüre op. 84
Richard Strauss – Vier letzte Lieder
Ludwig van Beethoven – Leonore Ouvertüre Nr. 3 op. 72a
Richard Strauss – Don Juan

Hanna-Elisabeth Müller, Sopran

Nationaltheater-Orchester Mannheim
Roberto Rizzi Brignoli, musikalische Leitung

von Dirk Schauß „Hanna-Elisabeth Müller, Nationaltheater-Orchester Mannheim, Roberto Rizzi Brignoli
VILCO Bad Vilbel, 3. Oktober 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 4. OKTOBER 2026

Kirill Petrenko, Berliner Philharmoniker © Monika Rittershaus

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DIE SONNTAG-PRESSE – 4. OKTOBER 2026

Berlin/Philharmonie
Kirill Petrenko präsentiert frühe Geniestreiche von Brahms und Richard Strauss
Am Ende will der Applaus kein Ende nehmen. Beim letzten Hervorruf wirft Petrenko spontan eine Kusshand ins Orchester. Mehr muss man über das Verhältnis zwischen ihm und den Berliner Philharmonikern nicht sagen.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 48: Claude Debussy „Clair de Lune“

Claude Debussy ca 1908, foto av Félix Nadar

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ein entspannter, meditativer Fluss für Zartbesaitete. Das ist Klassische Musik! Nein – ist sie natürlich nicht, wie wir Liebhaber wissen. Aber es gibt sie – jene Werke der Klassik, die diesen unaufgeregten und ruhigen Charakter versprühen und damit das Klischee der „langweiligen Klassik“ am Leben erhalten. Einige solcher Werke hatten in dieser Kolumne bereits ihren mal mehr, mal weniger verdienten Auftritt. Es ist daher nur konsequent, uns jetzt auch einem der bekanntesten klassischen Ruhepole zuzuwenden: Dem mittlerweile weltberühmten „Claire de Lune“ von Claude Debussy.

„Daniels Anti-Klassiker 48: Claude Debussy „Clair de Lune“
klassik-begeistert.de, 4. Oktober 2026“
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„Gib der Natur, was sie fordert!“ – Lübeck eröffnet die Saison mit Mozarts „Idomeneo“

Idomeneo Lübeck © Isabel Machado Rios

Idomeneo ++++ PREMIERE++++ Theater Lübeck, 2. Oktober 2026

Kann es etwas Schlimmeres geben, als sein eigenes Kind opfern zu müssen? Mozarts „Idomeneo“ greift diese Horror-Vorstellung auf, lässt aber alles glücklich enden. Was jedoch noch an Konflikten im Stoff der Oper zu entdecken ist, hat Philipp Himmelmann in seiner Neuproduktion am Theater Lübeck herausgearbeitet. Am 2. Oktober 2026 durfte das Publikum seine überraschend frische Interpretation erleben – mit einem Weltklasse-Tenor an der Spitze!

Wolfgang Amadeus Mozart
Idomeneo
Dramma per musica in drei Akten

Theater Lübeck, Premiere, 2. Oktober 2026

Michael Schade, Tenor
Frederike Schulten, Mezzosopran
Andrea Stadel, Sopran
Evmorfia Metaxaki, Sopran
Noah Schaul, Tenor
Jorge Luis Martínez Zazueta, Tenor
Changjun Lee, Bass

Chor und Extrachor des Theaters Lübeck
Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Philipp Himmelmann, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

„Wolfgang Amadeus Mozart, Idomeneo, Michael Schade Tenor
Theater Lübeck, Premiere, 2. Oktober 2026“
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Diven sind auch nur Menschen – Germinal Hilberts „Mein Leben mit den Stars der Oper“

Dank Social Media kann die Welt heute am Bühnen- und Privatleben etlicher Künstler direkt teilhaben. Ob am heimischen Herd, in der Maske oder voller Emotionen nach einer Vorstellung, überall sind die Fans über Fotos oder Filmchen gefühlt direkt dabei, wenig bleibt verborgen. Dabei dürfte das Interesse an den Stars in früheren Zeiten nicht geringer gewesen sein, wenngleich die Infos deutlich spärlicher ausfielen und die Verehrten eher eine Aura der Unnahbarkeit umgab. Einer, der ihnen sehr nahekam bzw. -kommt, ist der Künstleragent Germinal Hilbert, dessen Lebenserinnerungen jetzt erschienen sind.

Germinal Hilbert, Mein Leben mit den Stars der Oper.
Von großen Stimmen und magischen Momenten.
Aufgezeichnet von Thomas Voigt.

Westend-Verlag, Neu-Isenburg 2026, 249 S., zahlreiche s-w Abb., € 26,00, ISBN: 978-3-98791-304-4.

von Dr. Regina Ströbl „Germinal Hilbert, Mein Leben mit den Stars der Oper
klassik-begeistert.de, 3. Oktober 2026“
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