Herzchen, Herzchen für die Saison 2026/27 an der Deutschen Oper Berlin

Das Programm der Deutschen Oper Berlin ist für die kommende Saison mit Herzchen nur so gespickt. Damit niemand übersieht, dass dem Spielplan das Motto „Make Love“ vorangestellt wurde. Zur Illustration des Spielzeitthemas nutzt man also einerseits, anders als in Hamburg, keinen sich an ein Bäumchen klammernden Nackten. Andererseits sind sowohl das Motto wie auch die Herzchen-Illustration für ein Opernhaus von, sagen wir, überschaubarer Originalität.

von Sandra Grohmann 

„Programmvorschau 2026/27 Deutsche Oper Berlin
klassik-begeistert.de, 6. September 2026“
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Eine triumphale Aufführung lässt auf eine endgültige Rehabilitierung hoffen!

CD-Buch:

Die nun erstmals auf Tonträgern offiziell erhältliche Gesamtausgabe der Oper ist hoch willkommen, nicht zuletzt, weil sie instrumental und vokal packend und mitreißend musiziert ist. Sie vermittelt darüber hinaus dank des energischen Zugriffs Erik Nielsens, jenen Zunder, der einen vom Hocker reißt. Absolute Empfehlung!


LOUIS JOSEPH FERDINAND HÉROLD:  ZAMPA ou La Fiancée de marbre; Palazzetto Bru Zane

von Dr. Ingobert Waltenberger

„Ferdinand Hérold, Zampa ou La Fiancée de marbre, Bru Zane
klassik-begeistert.de, 6. September 2026“
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Giganten: Venzago zelebriert Mahlers Fünfte

Fotos © Anneliese Schürer

Staatstheater Mainz, 5. September 2026

Dmitri Schostakowitsch,
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Violoncello:  Alexey Stadler
Dirigent:  Gabriel Venzago

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

von Dirk Schauß

Eine Spielzeiteröffnung im September hat immer etwas von einem Klassentreffen nach langen Sommerferien. In Mainz gibt es vor dem ersten Ton erst einmal die üblichen Freundlichkeiten: Generalmusikdirektor Gabriel Venzago plaudert ein wenig launig ins Publikum hinein, eine geschätzte Bratschistin wird mit den besten Wünschen in den Ruhestand verabschiedet, und der Solist des Abends greift vorab zum Mikrofon. Man mag diese volksnahen Einführungen von der Bühnenkante aus betrachten, wie man will – sie nehmen dem Ritual des Konzertbetriebs ein wenig von seiner steifen Würde, schaden aber manchmal auch der fallenden Pracht des ersten Akkords. „Dmitri Schostakowitsch, Gustav Mahler 5
Philharmonisches Staatsorchester Mainz, 6. September 2026“
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kb empfiehlt: Der Klang der Stradivari – jetzt im Kino

Filmplakat © Les Films Velvet/Baxter Films, Weltkino Filmverleih GmbH

Der Klang der Stradivari
Originaltitel: Les Musiciens

Ein französischer Kinofilm von 2025

Regie:  Grégory Magne
Drehbuch:  Grégory Magne in Zusammenarbeit mit Haroun
Kamera:  Pierre Cottereau
Musik:  Grégoire Hetzel

Theatiner Kino, München, 29. August 2026

von Frank Heublein

Es ist spannend, mitzuverfolgen, was ein Streichquartett braucht, um ein gutes Quartett zu sein und nicht nur vier exzellente Solisten.

Es musizieren und schauspielen professionelle Musiker. Sie treffen ihre Musiker- und Musikerinnencharaktere sehr gut. Darüber verrate ich nichts weiter, denn das hat viel mit dem zu tun, was ein Streichquartett ausmacht.

Daneben treten die Mäzenin und der Komponist auf. Sie, der es eher um die väterliche Verpflichtung geht, sein Vorhaben zu realisieren, die vier Stradivaris – eine erfundene Geschichte – endlich nach sechsundzwanzig Jahren das vom Vater in Auftrag gegebene Streichquartett spielen zu lassen.

Der Komponist herrlich verstrahlt, doch zugleich empathisch.  Schmankerl sind die  tollen Nahaufnahmen des Instrumentenspiels.

Frank Heublein, 6. September 2026, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Der Klang der Stradivari, Regie: Grégory Magne klassik-begeistert.de, 30. August 2026

DIE SONNTAG-PRESSE – 6. SEPTEMBER 2026

Wolkenturm © Lisa Edi

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 6. SEPTEMBER 2026

Grafenegg
Grafeneggs Festival kommt im Jubiläumsjahr zu einem brillanten Ende
Abschlusskonzerte des Grafenegg Festivals 2026- Im 20. Jubiläumsjahr wartete das Festival am niederösterreichischen Wagram mit brillanten Ensembles und Solisten auf. Da demonstriert eine Debütantin mit 85 Jahren, was Klavierspiel tatsächlich bedeuten kann, da klettert ein Dirigent langsam und behutsam zur Weltspitze auf, da gastieren die Wiener Philharmoniker mit ihrem derzeitigen Lieblingsdirigenten und da spielt das Residenzorchester – die Niederösterreichischen Tonkünstler – mit einer der prominentesten Soprane.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Mit Asmik Grigorian und Martha Argerich: Grafeneggs Festival kommt im Jubiläumsjahr zu einem brillanten Ende

Wolkenturm © Lisa Edi

 Abschlusskonzerte des Grafenegg Festivals 2026

Im 20. Jubiläumsjahr wartete das Festival am niederösterreichischen Wagram mit brillanten Ensembles und Solisten auf. Da demonstriert eine Debütantin mit 85 Jahren, was Klavierspiel tatsächlich bedeuten kann, da klettert ein Dirigent langsam und behutsam zur Weltspitze auf, da gastieren die Wiener Philharmoniker mit ihrem derzeitigen Lieblingsdirigenten und da spielt das Residenzorchester – die Niederösterreichischen Tonkünstler – mit einer der prominentesten Soprane.

Wolkenturm, Grafenegg, 2. September 2026

Louise Farrenc:  Ouvertüre für Orchester Nr. 2 in Es-Dur op. 24
Ludwig van Beethoven:  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 in B-Dur op. 19
Johannes Brahms:  Symphonie Nr. 4 in e-moll op. 98

Martha Argerich, Klavier
Münchner Philharmoniker
Lahav Shani, Dirigent

+++

Wolkenturm, Grafenegg, 3. September 2026

Wolfgang Amadeus Mozart:  Symphonie Nr. 25 in g-moll op. 183
Gustav Mahler:  Symphonie Nr. 1 in D-Dur

Wiener Philharmoniker
Tugan Sokhiev, Dirigent

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Wolkenturm, Grafenegg, 4. September 2026

Arien und Orchesterwerke von Respighi/Bellini/Verdi/Bonis/Strauss

Asmik Grigorian, Sopran
Tonkünstler Orchester
Fabian Gabel, Dirigent

von Herbert Hiess „Martha Argerich, Tugan Sokhiev, Dirigent, Asmik Grigorian
Wolkenturm, Grafenegg, 2./3./4. September 2026“
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Sir Simon Rattle setzt den grandiosen Schlusspunkt beim Musikfest Bremen

Sir Simon Rattle © Oliver Helbig

Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“

Robert Schumann   Ouvertüre zu „Genoveva“ op. 81
Violinkonzert d-Moll WoO 1
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Isabelle Faust  Violine
Sir Simon Rattle
 Dirigent
Freiburger Barockorchester

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 4. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Es soll ein weiteres von etlichen, zuvor bereits erlebten Highlights werden beim Musikfest Bremen. Und dann, während sich das Orchester bereits in spielbereit wartet, fehlen Dirigierpult und Dirigentenpodest. Was man glatt für ein Versäumnis der Bühnenarbeiter halten könnte, hat indes seine Richtigkeit: Sir Simon Rattle, einer der ganz Großen seiner Zunft, benötigt dergleichen nicht; denn die Partitur hat er im Kopf, und sein Dirigat erfolgt quasi auf Augenhöhe mit den Musizierenden. „Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 4. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 21: Ludwig van Beethoven – Tripelkonzert (1804)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Drei Solisten begleitet von einem Orchesterapparat, die mal gegen-, mal miteinander ihre Fertigkeiten demonstrieren – eine spannende Auseinandersetzung voller Möglichkeiten. So ähnlich dürfte wohl Beethovens Gedankengang gewesen sein, als der Bonner Klassik-Meisters sein Konzert für Klavier, Violine und Violoncello in C-Dur (opus 56), kurz „Tripelkonzert“ konzipierte. Was er da ersann, war modern, gewagt, fast schon eine kleine Revolution – mit ernüchterndem Ergebnis. „Daniels Anti-Klassiker 21: Ludwig van Beethoven – Tripelkonzert (1804)
klassik-begeistert.de, 6. September 2026“
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Was bringt die neue Saison beim Hamburg Ballett?

Die neuen Ersten Solisten beim Hamburg Ballett: Charlotte Larzelere (1998, San Antonio, Texas), Olivia Betteridge (1999, Westmead, Australien), Callum Linnane (1995, Townsville, Australien), Louis Musin (2002, Belo Horizonte, Brasilien) (Fotos: Kiran West)

Ein Meinungsbeitrag von Dr. Ralf Wegner

Das Hamburg Ballett ist wieder vollzählig, das Ensembleverzeichnis weist 66 besetzte Stellen auf. Damit gehört es zu den mittelgroßen Ballettensembles, zumindest verglichen mit jenen in Paris (153 Namen) oder Moskau (Bolschoi mit um die 300 Nennungen). Die Reihe der Ersten Solisten wird um Charlotte Larzelere, Olivia Betteridge, Callum Linnane und Louis Musin erweitert, als Solisten betreten Hayley Page, Ida Stempelmann, Artem Prokopchuk und Francesco Cortese neu die Ballettbühne im Hamburger Opernhaus. Mit Ausnahme des Australiers Linnane verfügen alle genannten Tänzerinnen und Tänzer über eine Ausbildung in der Ballettschule des Hamburg Balletts oder wurden vom Bundesjugendballett in das Ensemble übernommen (Larzelere, Stempelmann). Der dreißigjährige Linnan tanzte vor seinem hiesigen Engagement bereits als Erster Solist beim Australian Ballet in Melbourne.

Die neuen Solisten beim Hamburg Ballett: Hayley Page (1994, Sidney, Australien), Ida Stempelmann (2000, Düsseldorf), Artem Prokopchuk (1998, Winnyzja, Ukraine), Francesco Cortese (2002, Vicenza, Italien), Fotos: Kiran West.

„Die Saison 2026/27 beim Hamburg Ballett
Hamburgische Staatsoper, 5. September 2026“
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Genau so soll ein Konzertabend enden: Wenn das Gehörte im Kopf weiterarbeitet

Fotos © Ansgar Klostermann

Orchesterfest aus Zürich

Sergej Prokofjew
Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26

Pjotr Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-moll op.64

Hayato Sumino, Klavier

Tonhalle-Orchester Zürich
Paavo Järvi, musikalische Leitung

Kurhaus Wiesbaden, 3. September 2026

von Dirk Schauß

„Paavo Järvi und Hayato Sumino
Kurhaus Wiesbaden, aus, 3. September 2026“
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