Wenn Anja Harteros singt, steht die Zeit still, und die Erde hört auf sich zu drehen

Wie Anja-Harteros-Bewunderer Yehya Alazem den Auftritt der Star-Sopranistin in der Deutschen Oper Berlin erlebte

Nach einem kurzen Auftritt im ersten Akt hat Amelia in Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ (Ein Maskenball) ihren großen Auftritt am Anfang des zweiten Aktes mit der großen Szene, die so viele Sopranistinnen fürchten. Anja Harteros, die beste Sopranistin der Welt in ihrem Fach, tritt auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin, im schwarzen Kleid und mit weißem Haarschal. „Anja Harteros, Giuseppe Verdi, Un Ballo in Maschera,
Deutsche Oper Berlin“
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Simone Schneider ist eine Traumbesetzung für den Fidelio

Ludwig van Beethoven, Fidelio (c)
Staatsoper Hamburg
, 5. Mai 2018

Foto: www.foto-doerr.de (c)

Kent Nagano, Musikalische Leitung
Georges Delnon, Inszenierung
Kaspar Zwimpfer, Bühne
Lydia Kirchleitner, Kostüme
Simone Schneider, Leonore
Robert Dean Smith, Florestan
Simon Neal, Don Pizarro
Albert Pesendorfer, Rocco
Christina Gansch, Marzelline

von Yehya Alazem

Beethoven war ja ein großer Komponist, viele meinen, der größte aller Komponisten. „Keine Musik eines anderen Komponisten ist so menschlich, wie die Musik Beethovens“, hat die legendäre Pianistin Martha Argerich einst gesagt. In seiner einzigen Oper „Fidelio“ (ursprünglich Leonore) behandelt Beethoven eines der wichtigsten Themen der Menschheit: die Freiheit. In den ersten fünf Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde keine Oper in den deutschen Opernhäusern öfter aufgeführt als „Fidelio“. „Ludwig van Beethoven, Fidelio,
Staatsoper Hamburg“
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Die DIENSTAG-PRESSE – 8. MAI 2018

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Foto: Wiener Konzerthaus / Lukas Beck (c)

Wien/ Staatsoper
Diese Lettin hat etwas von einer frühen Netrebko
Marina Rebeka macht „Simon Boccanegra“ zum vokalen Erlebnis.
Die Presse

Wien/ Konzerthaus
Gemuetliche-Seelenpein
Daniel Behle im Konzerthaus: Gemütliche Seelenpein
Schön, aber zu perfekt: Der Tenor mit „Schöner Müllerin“ im Konzerthaus
https://derstandard.at/2000079342039/Daniel-Behle-im-Konzerthaus-

„Konzertgänger in Berlin“
Metaspektakelig: Wiederaufnahme von Purcells „King Arthur“ an der Staatsoper
Abwesenheit macht Freude. Abwesenheit: Daniel Barenboims Staatskapelle gastiert mit ihrem Debussy-Programm im noblösen Musikverein Wien, hoffentlich macht sie uns Ehre. Freude: Die Staatsoper Unter den Linden hat daher Vakanz für eine willkommene Wiederbegegnung mit Henry Purcells King Arthur, gespielt von der Akademie für Alte Musik unter René Jacobs. Schon die Erstbegegnung vor einem Jahr, noch im Schillertheater, war ja ausnehmend einnehmend.
https://hundert11.net/so2018-akamus-king-arthur/

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"Ein Maskenball": Das zentrale Trio leistet sängerisch und darstellerisch viel

Foto: Marco Borggreve (c)

Deutsche Oper Berlin, 6. Mai 2018
Giuseppe Verdi, Ein Maskenball
Gustaf III., Dmytro Popov
Graf René Anckarström, Luca Salsi
Amelia, Anja Harteros
Ulrika, Judit Kutasi
Oskar, Heidi Stober
Dirigent, Donald Runnicles
Regie, Götz Friedrich

von Martin Schüttö

Die Unruhe im Zuschauerraum täuschte nicht darüber hinweg, dass das Orchester der Deutschen Oper in der Ouvertüre etwas blass musizierte, während eine weiße Theatermaske vom Vorhang in die Reihen glotzte. Diese reduzierte Bildsprache blieb bestimmend für die Inszenierung Götz Friedrichs – immerhin aus dem Jahre 1993. Gustaf III. betrachtet sich zu Beginn im Spiegel, probiert verschiedene Masken und scherzt mit seinem Pagen Oskar. „Giuseppe Verdi, Ein Maskenball,
Deutsche Oper Berlin“
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Die MONTAG-PRESSE – 7. MAI 2018

Foto: Maxim Schulz (c)

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7. MAI 2018

Graz
Grazer Oper ließ den Traum einer Sommernacht erstehen
Wenn das Ballett der Grazer Oper eine „Sommernacht, geträumt“ zeigt, dann bleibt nichts, wie es war. Nach Musik von Mendelssohn und anderen wandern die Menschen durch den Wald ihrer Ängste, Sehnsüchte und Verirrungen, um am Ende in einer ungeschönten Realität anzukommen. Ballettchef Jörg Weinöhl schuf eine Choreografie, die am Samstag voller Musikalität und Melancholie überzeugte
Salzburger Nachrichten

Zürich
Verwirrung im Darkroom
In Mozarts Liebeskomödie «La finta giardiniera» am Theater Winterthur tasten die Sängerinnen nach dem Objekt ihrer Begierde
https://www.nzz.ch/feuilleton/verwirrung-im-darkroom-ld.1383595

Berlin/ Komische Oper
Mazel tov, Mame!
Jiddischer Liederabend: Intendant Barrie Kosky setzt sich in der Komischen Oper höchstselbst ans Klavier
https://www.tagesspiegel.de/kultur/komische-oper-mazel-tov-mame/21249584.html

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"Hoffmanns Erzählungen": Groteske Figuren in der Volksoper Wien

Foto: Barbara Pálffy/Volksoper Wien (c)

Volksoper Wien, 5. Mai 2018
Jacques Offenbach, Hoffmanns Erzählungen

von Jürgen Pathy

Zu Beginn der skurrilen Inszenierung des Künstlergespanns Doucet & Barbe drängt sich in der Volksoper Wien der Teufel in den Mittelpunkt des Geschehens. Des unverschämten Jacques Offenbachs wegen, der es wagte ihn in „Orpheus in der Unterwelt“ zu verspotten, führt er einen fassungslosen Monolog. Der Antichrist fühlt sich auch brüskiert wegen der regelmäßig auftauchenden Teile der Originalpartitur, obwohl er höchstpersönlich Sorge getragen habe, diese verschwinden zu lassen – kurzum: Lucifer brennt vor Wut! „Jacques Offenbach, Hoffmanns Erzählungen,
Volksoper Wien“
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Die SONNTAG-PRESSE – 6.MAI 2018

Foto: Schulz / Elbphilharmonie Hamburg (c)

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6. MAI 2018

Bayreuth
Oper von Klaus Lang wird in Bayreuth uraufgeführt
Erstmals nach Richard Wagners „Parsifal“ im Jahr 1882 gibt es bei den Bayreuther Festspielen heuer wieder eine Uraufführung: Die Oper „der verschwundene hochzeiter“ des österreichischen Komponisten Klaus Lang wird im Rahmen des Begleitprogramms „Diskurs Bayreuth“ uraufgeführt – jedoch nicht im Festspielhaus selbst, sondern in der Kulturbühne „Reichshof“, einem historischen Kinosaal in der Stadt.
Salzburger Nachrichten

Genf
Opern-Schauplatz Genf: Hier wird dem Cold Genius warm ums Herz
Das Genfer Grand Théâtre bereitet sich auf die Rückkehr in sein renoviertes Stammhaus vor – zuvor aber gelingt dem Haus, noch in seinem Ausweichquartier, eine brillante Produktion von Henry Purcells «King Arthur».
https://www.nzz.ch/feuilleton/hier-wird-dem-cold-genius-warm-ld.1383193

Hamburg
Coup in der Laeiszhalle: Acht Tage Martha Argerich
Die Symphoniker Hamburg bieten der Pianistin Ende Juni bei einem neuen Festival Bühnen für sie, ihre Freunde und ihre Künstler-Familie.
Hamburger Abendblatt

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Matthias Goernes Bariton fließt warm in den Großen Saal der Elbphilharmonie

Elbphilharmonie Hamburg, 4. Mai 2018
NDR Elbphilharmonie Orchester
Thomas Hengelbrock,
Dirigent 
Matthias Goerne,
Bariton
Gustav Mahler, 
Adagio (1. Satz) aus der Sinfonie Nr. 10 Fis-dur
Gustav Mahler, Kindertotenlieder
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op.55 „Eroica”

von Yehya Alazem

Thomas Hengelbrock ist seit 2011 der Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, und mit der aktuellen Saison geht seine Amtszeit zu Ende. Um auf Mahlers Kindertotenlieder einzustimmen, beginnt das Konzert in der Elbphilharmonie am Freitagabend mit dem „Adagio“-Satz aus seiner 10. Symphonie. „Thomas Hengelbrock, Matthias Goerne, NDR Elbphilharmonie Orchester,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Verdienter Applaus für Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin

Staatsoper Unter den Linden, 1. Mai 2018
Staatskapelle Berlin
Damen des Staatsopernchores
Daniel Barenboim,
Dirigent
Anna Prohaska,
Sopran
Marianne Crebassa,
Mezzosopran

Claude Debussy, La Damoiselle Élue
Trois Nocturnes
Trois Ballades de Francois Villon
La Mer

von Martin Schüttö

An diesem Abend beweist die Staatskapelle Berlin eine beeindruckende Orchesterdisziplin. Die lent et calme dahinfließenden Akkorde in den Streichern werden zurückhaltend, präzise und mit einem großen Maß an polyphoner Durchsichtigkeit gestaltet. Die Bläser fügen sich dynamisch differenziert in das fein nuancierte Klangbild ein, das Daniel Barenboim an diesem Abend darbietet, der mit La Damoiselle Élue eröffnet wird. „Staatskapelle Berlin, Daniel Barenboim,
Staatsoper Unter den Linden“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 5. MAI 2018

Foto: Schulz / Elbphilharmonie Hamburg (c)

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5. MAI 2018

Hamburg
Symphoniker Hamburg starten Martha-Argerich-Festival
Die Symphoniker Hamburg starten ein neues Festival. Dabei sollen einige der bedeutendsten Künstler in die Laeiszhalle kommen – auf Einladung von Martha Argerich. „Wir sind sehr stolz, dass die Ausnahmepianistin mit den Symphonikern Hamburg neue Wege beschreitet“, sagte Intendant Daniel Kühnel am Freitag in Hamburg. Er versprach „musikalische Höhepunkte, die im 24-Stunden-Rhythmus einander ablösen werden.“
Musik heute

Schönberg-Tochter erinnert sich: Herr über Notenhälse und Wäscheklammern
Arnold Schönberg revolutionierte nicht nur die Musik. Er erfand auch Kleiderbügel. Zum 20. Geburtstag des Schönberg-Centers erinnert sich Tochter Nuria Schoenberg-Nono an den ideenreichen Vater
Der Standard

„Konzertgänger in Berlin“
Sirenenerwählt: Staatskapelle mit Barenboim, Crebassa, Prohaska spielt Debussy
Teile des Klassikpublikums können einen schon befremden. Zum Beispiel diese Stange von drei oder vier ergrauten Staatskapelle-Abonnenten, die einer sehr jungen Frau Gift und Galle ins Gesicht blasen, weil diese – offensichtlich zum ersten Mal in der Philharmonie – ihren Platz quer durch die Reihe ansteuert: ja wo sie überhaupt hinwolle, warum erst jetzt, von der falschen Seite, müssen alle aufstehen etc pp. Da stellt sich doch die Frage, ob man in einem durchaus nicht überjüngten Publikum die Abwesenheit einer orientierungslosen Neulingin überhaupt wünschen darf.
https://hundert11.net/sirenenerwaehlt/

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