Jai, jai, Mamám! Jonas Kaufmann begibt sich die Donau abwärts

CD/Blu-ray Besprechung:

Jonas Kaufmann
Magische Töne

Hungarian State Opera Orchestra
Dirk Kaftan

Sony 19958413542

von Peter Sommeregger

Das alljährliche Concept-Album Jonas Kaufmanns führt diesmal die Donau abwärts, nach Budapest. Die wichtigsten Komponisten der „Silbernen Ära“ der Operette waren Ungarn und finden sich mehrfach auf der neuen CD. „CD/Blu-ray Besprechung: Jonas Kaufmann, Magische Töne
klassik-begeistert.de, 17. April 2026“
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Rudis Klassikwelt 8: Konrad Paul Liessmann spricht über Wagners “Tristan und Isolde”

Die Reihe „Oper und Philosophie“ mit Konrad Paul Liessmann (re.) wird von Ö1 Opern-Redakteur Michael Blees (li.) produziert © ORF/Joseph Schimmer

In der Reihe “Apropos Oper” des ORF-Senders Ö1 gestaltet Konrad Paul Liessmann vier Sendungen unter dem Motto “Oper und Philosophie”, jeweils am ersten Sonntag des Monats. Liessmann, Philosoph und Opernliebhaber, bringt den philosophischen Kern der großen Opern zur Sprache, untersucht aber auch den Einfluss der Kunstgattung Oper auf das Denken so mancher großen Philosophen. Was wäre Kierkegaard ohne Mozart, Nietzsche ohne Wagner, Adorno ohne Alban Berg? In der Sendung, die am Ostersonntag ausgestrahlt wurde, erforscht Liessmann die philosophische Basis und Aussage von Wagners “Tristan und Isolde” und spürt der Wirkung nach, die Schopenhauer auf Wagner und dieser wiederum auf Nietzsche ausübte.

Oper und Philosophie
Der Geist des Musiktheaters am Fallbeispiel von Richard Wagners „Tristan und Isolde“

 Sonntag, 5. April 2026, 15h05, ORF, Ö1

https://oe1.orf.at/programm/20260405/828529/Oper-und-Philosophie

von Dr. Rudi Frühwirth

“Tristan und Isolde” ist komponierte Philosophie – mit dieser These beginnt Liessmann seine Betrachtungen über das Werk, das den Genius Wagners wie kein anderes verkörpert und seine Weltanschauung klar zu Tage treten lässt. War der junge Wagner noch dem Materialismus von Ludwig Feuerbach verhaftet, so geriet er durch die Lektüre Arthur Schopenhauers in eine Krise, die grundlegende Änderungen im der Konzeption des “Ring des Nibelungen” zur Folge hatte und schließlich zu dem singulären Kunstwerk führte, als das uns Wagners “Tristan und Isolde” bei jedem Hören erstaunt, erschüttert und überwältigt, ja uns verwandeln kann. „Rudis Klassikwelt 8: Oper und Philosophie, Konrad Paul Liessmann
klassik-begeistert.de, 18. April 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 19. APRIL 2026

Sir Simon Rattle © Oliver Helbig

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 19. APRIL 2026

Wien/Konzerthaus
Sir Simon Rattle versucht an Mahler-Giganten heranzureichen
Gustav Mahler steht nicht nur in Österreich (vor allem in Wien) auf den Spielplänen der Konzertveranstalter, sondern weltweit. Jeder Dirigent, der auf sich hält, dirigiert eines von den symphonischen Werken des genialen Komponisten des Alpenlandes an der Donau. Das geht dann manchmal so weit, dass noch sehr junge Dirigenten an Mahlers Werken scheitern.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Wien/Konzerthaus
Philharmoniker im Konzerthaus mit symphonischen Todesahnungen
Mahlers Neunte mit den Wiener Philharmonikern unter Simon Rattle im Wiener Konzerthaus
DerStandard.at

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Mahler Neun im Musikverein: Sir Simon Rattle trifft den richtigen Ton

Sir Simon Rattle © Mark Allan

Beeindruckend, was Mahlers Musik mit Menschen machen kann. Beseelte Gesichter, wohin man blickt im Musikverein Wien, bevor das Adagio
der 9. Symphonie wie eine Kerze erlischt. Sir Simon Rattle macht nicht den Fehler, auf reinen Schönklang zu setzen. Der britische Dirigent, Chef des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, holt alles aus den Wiener Philharmonikern heraus.

Gustav Mahler    Sinfonie Nr. 9 D-Dur

Wiener Philharmoniker
Sir Simon Rattle,
Dirigent

Musikverein Wien, Goldener Saal, 17. April 2026

von Jürgen Pathy

Ausnahmestimmung im Musikverein Wien. Schon vor dem Konzert spürt man: Da liegt etwas in der Luft. Sir Simon Rattle zieht, und die Leute kommen. Lange Schlange beim Stehplatz, kurz vor 19:30 Uhr. Als Rattle wenige Minuten später zum ersten Satz ansetzt, ist sofort klar: Die Wiener Philharmoniker haben einen außergewöhnlichen Abend erwischt. Unter Rattle vermeidet man genau das, was Mahler killt: bloßen Schönklang. „Mahler, Sinfonie Nr. 9 D-Dur, Sir Simon Rattle, Wr. Philharmoniker
Musikverein Wien, Goldener Saal, 17. April 2026“
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Saraste und Dalene überraschen in Lübeck

Johan Dalene, Photo: Andreas Ströbl

Interessante Kombinationen von sehr unterschiedlichen Musikstücken können, wie man in der Chemie sagen würde, zu spannungsreichen Reaktionen der Werke miteinander führen. Oder jedes wirkt aus sich heraus, was bei Ausführenden und Publikum eine gewisse Flexibilität voraussetzt. Das Ergebnis kann schlichtweg überraschen, wie beim NDR-Konzert mit Jukka-Pekka Saraste und Johan Dalene am 17. April 2026 in der Lübecker Musik- und Kongresshalle. Leider war die „MuK“ nur zu zwei Dritteln besucht, aber diejenigen, die dort waren, erlebten einen sehr besonderen Abend.

Jean Sibelius, Der Barde. Tondichtung für Orchester op. 64
Thomas Adès, Konzert für Violine und Orchester „Concentric Paths“ op. 23
Peter Iljitsch Tschaikowsky, Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

Johan Dalene, Violine
Jukka-Pekka Saraste, Dirigent
NDR Elbphilharmonie Orchester

Lübeck, Musik- und Kongresshalle, 18. April 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Selten gehörter Sibelius

Überraschend für viele, die meinen, die Werke von Sibelius zu kennen, dürfte „Der Barde“ gewesen sein. Die nur achtminütige Tondichtung von 1913 mag man in einer typisch nordischen Landschaft verorten, mit all ihrer Schroffheit, grauen Klippen und einem gischtenden Meer, an dessen Ufer einer dieser Sänger aus uralten Zeiten sitzt, einsam und dem kühlen Wind lauschend, der, wie in Heinrich Heines „Die Nacht am Strande“, dem Barden oder Skalden, wie die höfischen Dichter der alten Nordländer heißen, zuraunt. „Johan Dalene und Jukka-Pekka Saraste, Sibelius und Tschaikowsky
Musik- und Kongresshalle, Lübeck, 18. April 2026“
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Christof Prick zwingt das Schicksal in die Knie

© Christof Prick

Manche Abende in einem Konzert fühlen sich an wie eine Expedition ins Hochgebirge: Schon am Basislager ahnt man, dass der Sauerstoff knapp werden könnte. Wenn Gustav Mahlers sechste Sinfonie – die „Tragische“ in a-Moll – auf dem Programm steht, rüstet sich das Publikum nicht für ein Konzert, sondern für eine existenzielle Erschütterung.

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 6 a-moll

Philharmonie Südwestfalen und das Philharmonische Orchester Gießen
Christof Prick, musikalische Leitung

Kongresshalle Gießen, 17. April 2026

von Dirk Schauß

Am 17. April 2026 geschah jedoch mehr als eine bloße Aufführung. Die Philharmonie Südwestfalen und das Philharmonische Orchester Gießen verschmolzen unter der Leitung von Christof Prick zu einem einzigen, gewaltigen Klangkörper – einer wahren Mahler’schen Idealbesetzung. „Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 6 a-moll, Christof Prick Dirigent
Kongresshalle Gießen, 17. April 2026“
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Auf den Punkt 88: Neulich in Kratzers Barbershop… die Rettung des Regietheaters

Frauenliebe und -sterben © Matthias Baus

Regietheater ist auf dem absteigenden Ast, behaupte ich gerne mal. Und habe dazu in den letzten Monaten u.a. mit Maestro Christoph Eschenbach, Maestro Omer Meir Wellber, dem Cellisten Jan Vogler und der Sopranistin Mariangela Sicilia gesprochen. Wenn Sie Zeit und Muße haben, dann raten Sie doch mal, in welche Richtung die Antworten gingen. Auflösung weiter unten, da finden Sie die entsprechenden Zitate im Stile eines Pro-und-Contra. Wie Tobias Kratzer zum Regietheater steht, da gibt’s nichts zu rätseln…

Robert Schumann / Frauenliebe und -leben,  Acht Lieder für Singstimme und Klavier op. 42

Béla Bartók / Herzog Blaubarts Burg , Oper in einem Akt

Alexander Zemlinsky / Eine florentinische Tragödie, Oper in einem Akt

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Karina Canellakis / Dirigentin

Tobias Kratzer / Inszenierung

Hamburgische Staatsoper, 17. April 2026

 von Jörn Schmidt

… der Intendant der Hamburgischen Staatsoper ist ein Großmeister des Regietheaters, der vor nichts zurückschreckt. Auch wenn das jetzt ein schönes Wortspiel hergäbe, so möchte ich nicht sagen, dass mich dies verschreckt. Indes ist meine ästhetische Prägung vermutlich nur zu einem geringen Prozentsatz deckungsgleich mit der von Tobias Kratzer. „Auf den Punkt 88: Frauenliebe und -sterben, Tobias Kratzer
Hamburgische Staatsoper, 17. April 2026“
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Sir Simon Rattle versucht an Mahler-Giganten heranzureichen

© Wiener Konzerthaus / Andrea Humer

Gustav Mahler steht nicht nur in Österreich (vor allem in Wien) auf den Spielplänen der Konzertveranstalter, sondern weltweit. Jeder Dirigent, der auf sich hält, dirigiert eines von den symphonischen Werken des genialen Komponisten des Alpenlandes an der Donau. Das geht dann manchmal so weit, dass noch sehr junge Dirigenten an Mahlers Werken scheitern.

Der Geist des Komponisten hat dies bisher überlebt. Sogar ein reifer Stardirigent scheitert manchmal an allzu gigantischen Vorbildern.

Gustav Mahler   Symphonie Nr. 9 in D-Dur

Wiener Philharmoniker
Dirigent Sir Simon Rattle

Wiener Konzerthaus, 16. April 2026

von Herbert Hiess

Dieser Artikel ist in der mir sonst unbeliebten „Ich-Form“ verfasst; er ist kein Review im klassischen Sinne, sondern viel mehr eine Reminiszenz, da ich dieses Werk mit vielen persönlichen Erinnerungen verbinde.

Vor knapp 33 Jahren, also am 4. März 1993 gab es in Wien das allererste Konzert von Sir Simon Rattle mit den Wiener Philharmonikern. Ich erinnere mich sehr genau an die allererste Probe im Wiener Musikverein, wo Sir Simon extrem nervös und schweißgebadet vor der Tür zum Podium stand und wartete, dass er den Orchesterraum betreten konnte. Hochgradig angespannt, als ob man ihn in einen Löwenkäfig schicken würde. „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9 in D-Dur, Sir Simon Rattle
Wiener Konzerthaus, 16. April 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 18. APRIL 2026

Kirill Petrenko ©  Wilfried Hösl

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE, 18. APRIL 2026

Berlin/Philharmonie
Kirill Petrenko schmiedet „Das Rheingold“ ohne die üblichen Verdächtigen
Dieses Ensemble der Spitzenklasse und die von Petrenko entfaltete orchestrale Pracht rissen das Publikum für den Schlussapplaus förmlich von den Stühlen. Zwanzig Minuten Standing Ovations dankten für einen Abend, der in die Annalen des Orchesters eingehen wird.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Frühbarocke Festlichkeit erschallt in gotischen Gewölben

Rankenwerk Burgkloster HL, Photo: Andreas Ströbl

„Mit festlicher Stimme“ – Alessandro Scarlattis programmatischer Werktitel ist zugleich eine Spiel-Anweisung, der die Musikerinnen und Musiker beim 5. Kammerkonzert am 16. April 2026 mit sicht- und hörbarer Begeisterung folgten. Stücke von Monteverdi, Uccellini, Melani, Torelli, Legrenzi und Scarlatti erklangen im altehrwürdigen Burgkloster, das seit 11 Jahren in das Europäische Hansemuseum integriert ist.

Con voce festiva: Werke aus Früh- und Hochbarock
beim 5. Kammerkonzert

 

Europäisches Hansemuseum, Burgkloster, Lübeck, 16. April 2026

Andrea Stadel, Sopran
Matthias Krebber, Trompete
Lucy Finckh und Saeko Takayama, Violine
Fabian Schultheis, Violoncello
Nathan Bas, Cembalo und Orgel

von Dr. Andreas Ströbl

„Zephyr kehrt zurück und verzaubert mit süßen Tönen die Luft…“

Mit dem berühmten Stück „Zefiro torna“ von Claudio Monteverdi beginnt das Konzert, und der festlich-frohe Klang aus den „Scherzi musicali“ erfasst sofort das Publikum im ausverkauften Kapitelsaal. Jüngst haben die Lübecker „Die Krönung der Poppea“ des seinerzeit hochmodernen Komponisten bejubelt (https://klassik-begeistert.de/claudio-monteverdi-die-kroenung-der-poppea-theater-luebeck-premiere-14-maerz-2026/), und so bildet dieser Auftakt eine wunderbare Ergänzung zur hier dringend nochmals empfohlenen Inszenierung dieser großen Oper. „Con voce festiva: Werke aus Früh- und Hochbarock
Europäisches Hansemuseum, Burgkloster, Lübeck, 16. April 2026“
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