So mitreißend und erfrischend unterhaltsam können Mozart und Schubert sein!

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen © Julia Baier

3. Premieren-Abonnementkonzert „Wiener Klassik“

Programm:
Franz Schubert
  Sinfonie Nr.1 D-Dur D 82
Wolfgang Amadeus Mozart  Klavierkonzert Nr. 19 F-Dur KV 459
Franz Schubert  Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200

Mao Fujita  Klavier
Paavo Järvi  Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 16. April 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

An Haydn, Beethoven, Schumann und Brahms haben sie sich bereits erfolgreich abgearbeitet. Jetzt also ist Schuberts sinfonisches Œuvre an der Reihe. Da mag man vor allem an die Unvollendete oder die Große C-Dur-Sinfonie denken. Aber nein: Die Deutsche Kammerphilharmonie und ihr Chefdirigent Paavo Järvi starten in nahezu chronologischer Reihenfolge. „3. Premieren-Abonnementkonzert „Wiener Klassik“, Paavo Järvi  Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 16. April 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 17. APRIL 2026

Frauenliebe und -sterben © Matthias Baus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 17. APRIL 2026

Hamburg/Staatsoper
Tobias Kratzer verkopft Herzog Blaubarts Burg ohne Rücksicht auf Verluste
Einmalig das Klangerlebnis aus dem Orchestergraben. Karina Canellakis gestaltet mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg einen berückenden, magisch in seiner Sogwirkung ausmusizierten Bartók. Mit ruhiger Zeichengebung und einem besonderen Gespür für die Einzigartigkeit dieser Komposition, ist sie den beiden Protagonisten eine aufmerksame, feinfühlige Begleiterin. Den Zemlinsky gestaltet sie mit großen Aufschwüngen und sehrendem, leidenschaftlichem Ausdruck. Ein in allen Belangen faszinierendes Dirigat.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert.de

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Mendelssohn und Beethoven stimmen im Wiener Konzerthaus auf den Frühling ein

Wiener Konzerthaus © Lukas Beck

Camerata Salzburg
Elisabeth Leonskaja   Klavier
Maxim Emelyanychev   Dirigent

Felix Mendelssohn Bartholdy
Ouverture »Die Hebriden / Fingalshöhle« op. 26 (1829–1833)

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37 (1800–1802)

Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale« (1807–1808)

Wiener Konzerthaus, 14. April 2026

von Kathrin Schuhmann

Mit dem Konzert, zu dem die Camerata Salzburg unter der Leitung von Maxim Emelyanychev am 14. April 2026 in den Großen Saal des Wiener Konzerthauses geladen hatte, blühte in der österreichischen Hauptstadt der Frühling auf. „Camerata Salzburg, Leonskaja, Emelyanychev
Wiener Konzerthaus, 14. April 2026“
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Arabella: SS-Offiziere befremden in dieser konventionellen Inszenierung in Zürich

Arabella © T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

Dass es in dieser musikalisch vollendeten „Arabella“ von SS-Offizieren in SS-Galauniformen nur so wimmelt, befremdet und verwirrt in dieser sonst sehr konventionellen Inszenierung in der aufwendigen Kulisse eines altmodischen Grand Hotels. Dieses verkörpert existentielle Instabilität und Heimatlosigkeit des seiner verschwenderischen Spielleidenschaft verfallenen Grafen Waldner mit seinen beiden zu verheiratenden Töchtern Arabella und Zdenka.

Richard Strauss,   Arabella
Lyrische Komödie in drei Aufzügen
Libretto:  Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung:  Markus Poschner

Inszenierung:  Robert Carsen
Ausstattung:  Gideon Davey

Graf Waldner:  Wolfgang Bankl
Mandryka:  Michael Volle
Arabella:  Diana Damrau
Zdenka:  Anett Fritsch
Matteo:  Pavol Breslik
Graf Elemer:  Johan Krogius
Fiakermilli:  Yewon Han

Orchester und Chor der Oper Zürich

Opernhaus Zürich, 14. April 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Die durchwegs sehr präsenten Anspielungen auf die NS-Zeit – der kanadische Regisseur Robert Carsen verlagert seine Inszenierung von 1860, dem Wien als grandioses Zentrum der k.u.k. Monarchie, ins Wien von 1938 unmittelbar nach dem „Anschluss“ ans „Großdeutsche“ NS-Reich – werden aus den Ausführungen Carsens im Programmheft sehr plausibel: er führt dem Publikum drastisch blindlings opportunistische, „problematische Verknüpfung des Komponisten mit den Machthabern des NS-Regimes“ vor Augen – und stellt mit den perfekt gebügelten SS-Uniformen Richard Strauss schonungslos an den Pranger. „Richard Strauss, Arabella, Robert Carsen Inszenierung
Opernhaus Zürich, 14. April 2026“
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Kirill Petrenko schmiedet „Das Rheingold“ ohne die üblichen Verdächtigen

Kirill Petrenko © Chris Christodoulou

Dieses Ensemble der Spitzenklasse und die von Petrenko entfaltete orchestrale Pracht rissen das Publikum für den Schlussapplaus förmlich von den Stühlen. Zwanzig Minuten Standing Ovations dankten für einen Abend, der in die Annalen des Orchesters eingehen wird.

Richard Wagner
Das Rheingold

Christian Gerhaher  Bariton (Wotan)
Gihoon Kim  Bariton (Donner)
Thomas Atkins  Tenor (Froh)
Brenton Ryan  Tenor (Loge)
Leigh Melrose  Bariton (Alberich)
Thomas Cilluffo  Tenor (Mime)
Patrick Guetti  Bass (Fafner)
Le Bu  Bassbariton (Fasolt)
Catriona Morison  Mezzosopran (Fricka)
Sarah Brady  Sopran (Freia)
Jasmin White  Alt (Erda)
Louise Foor  Sopran (Woglinde)
Yajie Zhang  Mezzosopran (Wellgunde)
Jess Dandy  Alt (Floßhilde)

Kirill Petrenko   Dirigent
Konzertante Aufführung

Berliner Philharmoniker

Philharmonie Berlin, 10. April 2026

von Peter Sommeregger

Beginnend mit der „Walküre“ schmiedete Herbert von Karajan ab 1967 mit den Berliner Philharmonikern einen kompletten „Ring des Nibelungen“, damit begründete er die Salzburger Osterfestspiele und machte die Berliner Philharmoniker zum Opernorchester.

Als Karajans (dritter) Nachfolger als Chef dieses Spitzenorchesters sieht sich Kirill Petrenko in dieser Tradition und kann dabei auf eigene Erfahrungen mit dem Mammutwerk zurückgreifen. In Meiningen hatte der noch nicht Dreißigjährige damit seinerzeit den Grundstein für seine internationale Karriere gelegt. „Kirill Petrenko dirigiert Wagners „Das Rheingold“
Philharmonie Berlin, 10. April 2026“
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Auch die 7. Folge der Liededition Donizettis  ist ein Ohrenschmaus

 

Feolas lyrischer Sopran hat Zartheit und Verletzlichkeit im Ausdruck, verfügt über ein ansprechendes Timbre und beweist technische Perfektion bis zu den sicher gehaltenen Spitzentönen, so gesehen ist sie eine ideale Interpretin dieser facettenreichen Lieder. Bitte bald mehr davon!

Donizetti
Songs

Rosa Feola, Soprano
Carlo Rizzi, Piano

Opera Rara ORR 260

von Peter Sommeregger

Das engagierte Plattenlabel Opera Rara hat in einem aufwändigen Forschungsprojekt über mehrere Jahre den Manuskripten und Druckausgaben von Liedern Donizettis für Singstimme und Klavier nachgespürt und insgesamt etwa dreihundert Lieder identifiziert. Diese werden nun, aufgeteilt auf mehrere Sänger unterschiedlicher Stimmlagen, systematisch eingespielt – vorgesehen sind acht CDs, von denen nun die vorletzte als 7. erschienen ist. „CD/Blu-ray Besprechung: Donizetti, Songs, Rosa Feola und Carlo Rizzi
klassik-begeistert.de, 16. April 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 16. APRIL 2026

Karl Alfred Schreiner (Ballettdirektor), Josef E. Köpplinger (Staatsintendant), Rubén Dubrovsky (Chefdirigent) © Anna Schnauss

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 16. APRIL 2026

München/Staatstheater am Gärtnerplatz
Spielzeit 2026/27: „Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe“
Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren Staatsintendant Josef E. Köpplinger, Chefdirigent Rubén Dubrovsky und Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner an diesem Mittag das Programm der kommenden Spielzeit 2026/27. Insgesamt stehen neun Premieren an. Die Opern-Lastigkeit erklärt sich mit dem Blick auf ein ausgeglichenes Repertoire der vier Sparten Oper, Operette, Musical und Ballett, so Köpplinger. Drei Uraufführungen sind dabei.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

Wien
225 Jahre Theater an der Wien – Die neue Saison 2026/27
Am 13. Juni 1801 öffnete das neu errichtete Theater an der Wien seine Pforten. Zum 225-jährigen Bestehen dieses geschichtsträchtigen Hauses zeigt das MusikTheater an der Wien in der Saison 2026/27 seine bedeutende Rolle in der Entwicklung der allumfassenden Kunstform. Auch wenn das Haus in der kommenden Spielzeit mit Budgetkürzungen konfrontiert ist und die zweite Spielstätte des MusikTheaters an der Wien, die Kammeroper am Fleischmarkt, bis auf Weiteres nicht bespielt werden kann, bleibt der hohe künstlerische Anspruch unverändert. Ziel ist es, auf Augenhöhe mit dem Publikum neue Maßstäbe zu setzen.
wienholding.at

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 16. APRIL 2026“ weiterlesen

Ein neuer Stern leuchtet am Himmel des Hamburger Balletts

Charlotte Larzelere am 1. April 2026 beim Interview mit klassik-begeistert in der Bibliothek des Ballettzentrums Hamburg – John Neumeier (Foto: RW)

Interview mit Charlotte Larzelere, Solistin beim Hamburg Ballett

Was macht Charlotte Larzeleres spezielle Kunst aus? Beim ersten Auftreten auf der Bühne wirkt sie fast schüchtern, gewinnt aber, wenn sie anfängt zu tanzen, an Präsenz und Aura.

Wie sie als Natalia in Neumeiers Schwanensee ihre Arme stilvoll und mit Eleganz einsetzt, mit welcher fast luziden, dennoch straffen Haltung sie sich den Hebungen und Wendungen des Partners anvertraut oder sich, später am Schluss des Grand Pas de deux, bei den rückwärts gerichteten Arabesken leicht nach hinten beugt, ohne zu kippen, ist überaus fesselnd anzusehen. Ihre Mascha, eigentlich nur eine Nebenrolle in Neumeiers Möwe, gehört zu den eindrucksvollen Höhepunkten dieses Balletts. Sie berührte mit ihrer Darstellung der unglücklich Liebenden und imponiert im Pas de deux mit ihrem Partner mit harmonisch fließenden Bewegungen, die sich der Erdenschwere entziehen. Und wie Larzelere als Kleine Meerjungfrau mit außergewöhnlicher Armarbeit wellengleich durch die Luft gleitet, ist bewunderungswürdig umgesetzt. Und wie sie schließlich im vorletzten Pas de deux wieder nach oben in die Lüfte gehoben wird und sich glücklich ihrer uneingeschränkten Bewegungsfreiheit im angestammten Milieu, dem Meer, versicherte, berührt tief (Klassik-begeistert).

von Dr. Ralf Wegner

Charlotte Larzelere wurde 1998 in San Antonio, Texas, geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie beim Houston Ballet und tanzte danach für ein Jahr beim Houston Ballet II. 2016 wechselte sie nach Hamburg zum Bundesjugendballett, 2018 übernahm sie John Neumeier in sein Hamburger Ensemble, 2023 wurde sie zur Solistin befördert. Im Februar 2026 erhielt sie zusammen mit ihrer Kollegin Olivia Betteridge den Dr.-Wilhelm-Oberdörffer-Preis für jüngere künstlerische Nachwuchskräfte. „Interview: klassik-begeistert im Gespräch mit Charlotte Larzelere, Solistin
Hamburg Ballett, 15. April 2026“
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Spielzeit 2026/27: „Es gibt in Wahrheit kein letztes Verständnis ohne Liebe“

Gärtnerplatztheater © Frank Heublein

Das Führungstrio Köpplinger, Schreiner und Dubrovsky präsentiert die Spielzeit 2026/27 des Staatsheaters am Gärtnerplatz in München.

Rossinis „Reise nach Reims“, Gounods „Roméo et Juliette“, Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ und Delibes’ „Lakmé“ sind vier Opernneuproduktionen, die jeweils in originaler Sprache gesungen werden.

Für mich ebenfalls dazu gehört Leonard Bernsteins Opern-Einakter „Trouble in Tahiti“ des Opernstudios.  

Als Operette wird neu inszeniert „Die Landstreicher“ von Carl Michael Ziehrer. Mit Thomas Zaufkes „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ eine Uraufführung und der europäischen Erstaufführung von Gary Barlows und Eliot Kennedys „Finding Neverland“ sind zwei neue Musicals am Start.

Zwei weitere Uraufführungen steuert das Ballett bei mit „Far West“ und „Buenos Aires 1940“. Dazu Konzerte, Specials, junges Theater, die neue Orchester-Akademie und als Krönchen einen Opernball mit Pfingstkomplettrahmenprogramm. Was für ein Füllhorn!

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 15. April 2026

von Frank Heublein

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentieren Staatsintendant Josef E. Köpplinger, Chefdirigent Rubén Dubrovsky und Ballettdirektor Karl Alfred Schreiner an diesem Mittag das Programm der kommenden Spielzeit 2026/27. „Staatstheater am Gärtnerplatz Spielzeit 2026/27
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 15. April 2026“
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Tobias Kratzer verkopft Herzog Blaubarts Burg ohne Rücksicht auf Verluste

Frauenliebe und -sterben © Matthias Baus

Wenn die Deutung von Musik und Text zum Selbstzweck wird. 

Einmalig das Klangerlebnis aus dem Orchestergraben. Karina Canellakis gestaltet mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg einen berückenden, magisch in seiner Sogwirkung ausmusizierten Bartók. Mit ruhiger Zeichengebung und einem besonderen Gespür für die Einzigartigkeit dieser Komposition, ist sie den beiden Protagonisten eine aufmerksame, feinfühlige Begleiterin. Den Zemlinsky gestaltet sie mit großen Aufschwüngen und sehrendem, leidenschaftlichem Ausdruck. Ein in allen Belangen faszinierendes Dirigat.

Robert Schumann, Frauenliebe und -leben   Acht Lieder für Singstimme
und Klaver op. 42

Béla Bartók, Herzog Blaubarts Burg   Oper in einem Akt

Alexander Zemlinsky, Eine florentinische Tragödie   
Oper in einem Akt

Kate Lindsey, Mezzosopran
Éric le Sage, Klavier
Johan Reuter, Bassbariton
Annika Schlicht, Mezzosopran
Ambur Braid, Sopran
Thomas Blondelle, Tenor

Karina Canellakis, Dirigentin
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Tobias Kratzer, Inszenierung

Hamburgische Staatsoper, 12. April 2026 PREMIERE

von Axel Wuttke

Ein großes Thema, drei Variationen. Unter dem Titel Frauenliebe- und sterben fasst Regisseur Tobias Kratzer drei Kompositionen zusammen, die sich um das Bild der Frau, Geschlechterkampf und Rollenverständnis in unterschiedlichen Epochen drehen. Das ist auf den ersten Blick gut gedacht, lässt sich aber nur bedingt auf die gewählten Stücke übertragen. „Frauenliebe und -sterben, Tobias Kratzer Regie
Hamburgische Staatsoper, 12. April 2026 PREMIERE“
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