Hamburg: Pianistische Nachwuchselite begeistert zum Jahresauftakt

© Shigeru Kawai Europa

Neujahrskonzert der Stiftung Flügel-Fundus

Neues Jahr, neue musikalische Freude: Mittlerweile unter der Schirmherrschaft der gefeierten Pianistin Anna Vinnitskaya stehend präsentierte die Hamburger Stiftung Flügel-Fundus ihre derzeitigen Stipendiaten und Stipendiatinnen in der Elbphilharmonie. Die allesamt auf höchstem Niveau spielenden Musiker sorgten auch an diesem verschneiten Sonntagmorgen für viel feurigen Applaus! 

Julius Egensperger, Klavier
Louisa Sophia Jefferson, Klavier
Sergey Tanin, Klavier
Andrey Denisenko, Klavier
Emiliano Ramniceanu, Klavier

Daniel Arias, Violoncello

Werke von Ludwig van Beethoven, Igor Strawinsky, Joseph Nicolas Pancrace Royer, Felix Mendelssohn Bartholdy, Morris Wolf, Wolfgang Amadeus Mozart, Astor Piazzolla und Vittorio Monti

Elbphilharmonie, Hamburg, 4. Januar 2026

von Johannes Karl Fischer

Mozart über Strawinsky bis Piazzolla: Vor ausverkauftem Kleinen Saal der Elbphilharmonie beschenkten die insgesamt 6 Musiker und Musikerinnen das Publikum mit quasi allem, was die klassische Klavierliteratur zu bieten hat. „Neujahrskonzert der Stiftung Flügel-Fundus
Elbphilharmonie, Hamburg, 4. Januar 2026“
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Das Hamburger Haus an der Dammtorstraße überstand den kulturellen Umbruch des vergangenen Jahres ganz passabel

Hamburgische Staatsoper Außenansicht Seite Nacht © Niklas Marc Heinecke

Ein Meinungsbeitrag von Dr. Ralf Wegner

Das Jahr 2025 bescherte uns zwei positive Ereignisse an der Dammtorstraße, zum einen den Abgang von Demis Volpi als Intendant des Hamburger Balletts und zum anderen den Entwurf einer neuen Oper auf dem Baakenhöft. Wer hätte Anfang des Jahres gedacht, dass sich zwei Probleme so rasch lösen lassen. In einem Beitrag hatte ich mir, auf den Nachfolger von John Neumeier bezogen, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende gewünscht. So ist es auch gekommen. „Kommentar: Jahresrückblick Hamburgische Staatsoper 2025
Hamburgische Staatsoper, 6. Januar 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 154: Wie sich Stimmen ändern, Teil I 

„Il Barbiere di Siviglia“ von Giovanni Paisiello im Theater an der Wien 2015 mit Mari Eriksmoen (Rosina) und Pietro Spagnoli (Bartolo) User: Francisco Peralta Torrejón

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Sind es hormonelle Veränderungen, dass Basilios Stimme bei Rossini wie Kanonendonner klingt, bei Mozarts Fortsetzung der Geschichte wie die eines Tenorinos?

Drei Jahre vor der Wiener Premiere von „Le nozze di Figaro“ wurde in Giovanni Paisiellos „Barbiere di Siviglia“ oder „Die nutzlose Vorsichtsmaßnahme“ (Uraufführung Petersburg 1782) Rosinas Gesangslehrer wie bei Rossini für einen Bass resp. Bassbariton geschrieben. Rossinis „Barbiere“ kam erst nach Mozarts Tod in Rom zur Uraufführung. Also in dem Fall die Vorgeschichte nach der Fortsetzung. „Schweitzers Klassikwelt 154: Wie sich Stimmen ändern, Teil I 
klassik-begeistert.de, 6. Januar 2026“
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Die Vendetta des Narren geht unter die Haut

Rigoletto © Toni Suter

Alles fühlt sich toxisch und unheilvoll an. Ständig wird nach Vendetta gerufen. All das hat die Regisseurin sehr fein herausgearbeitet, so sehr, dass es in manchen Augenblicken schwer fällt zu schauen und zu ertragen. Die Tatsache, dass dies so aktuell ist, macht es nicht leichter. Parallelen zu Präsidenten, die sich für ihr unsägliches Tun feiern, drängen sich geradezu auf.

Wiederaufnahme

RIGOLETTO
Musik von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave nach Victor Hugo

Musikalische Leitung:   Francesco Ivan Ciampa

Inszenierung:  Tatjana Gürbaca
Szenische Einstudierung:  Ulrich Senn
Bühnenbild und Lichtgestaltung:  Klaus Grünberg
Bühnenbildmitarbeit:  Mechthild Feuerstein
Kostüme:   Silke Willrett
Kostümmitabeit:  Carl-Christian Andresen
Choreinstudierung:  Klaas-Jan de Groot
Dramarturgie:  Claus Spahn

Orchester der Oper Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich, 4. Januar 2026

von Kathrin Beyer

Diese Oper findet (fast) ohne Frauen statt. Allerdings kann sich jede Frau glücklich schätzen, nicht in den Dunstkreis jener Herrengesellschaft rund um den Herzog von Mantua zu geraten. An dessen Hofe wird nicht regiert, sondern gefeiert. Derb, gemein, erniedrigend und entwürdigend, allen voran der Herzog selbst. Damen werden als Freiwild betrachtet, geschändet und ihre Ehemänner und Väter verhöhnt und gedemütigt. An der Seite des Herzogs tut sich Rigoletto als erbärmlicher Hofnarr hervor, der nach oben buckelt und nach unten tritt.

Ob man davon wohl buckelig wird? „Giuseppe Verdi, Rigoletto
Opernhaus Zürich, 4. Januar 2026“
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Die Deutsche Bahn schwächelt Tag für Tag, die Deutsche Oper Berlin strahlt Abend für Abend

WA Figaro Davtyan, Kim © Bettina Stöß

Es stimmt natürlich und lässt sich nicht leugnen: Die Deutsche Bahn fährt Tag für Tag selbst mit ihren neusten Zügen Verspätungen ein, Brandstiftungen an der Strom-Infrastruktur verlangen nach ausgeprägter Solidarität und die Rückkehr der ausgestorben geglaubten (durchweg männlichen) Autokraten in dieser Welt macht einen fassungslos.

Es stimmt ebenso und lässt sich nicht leugnen: Zuverlässig finden Abend für Abend in ganz Deutschland hochkarätige Theater- und Opernaufführungen statt. Man erreicht die Bühnen in aller Regel trotz Schnee und Eis mit einem Verkehrsmittel der Wahl. Und die teils uralten, teils brandneuen, tragischen oder komischen Stücke, die auf den Programmen der Republik stehen, führen uns die ewig gleichen menschlichen Irrungen vor Augen.

Wolfgang Amadeus Mozart
Le nozze di Figaro

Commedia per musica
Text von Lorenzo Da Ponte

Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 14. Dezember 1978

Musikalische Leitung  Ben Glassberg

Inszenierung  Götz Friedrich
Bühne  Herbert Wernicke
Kostüme  Herbert Wernicke, Ogün Wernicke

Das Orchester der Deutschen Oper Berlin
Der Chor der Deutschen Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin, 4. Januar 2026

von Sandra Grohmann

Morgens waren wir noch vom Stromausfall im Süden Berlins überrascht, versuchten außerdem, für einen Freund eine nicht ausverkaufte Bahnverbindung von Berlin nach Itzehoe zu finden und verfolgten atemlos die Entwicklungen zwischen den USA und Venezuela. Zeitgeschichte im Brennglas. Lange Diskussionen.

„Wolfgang Amadeus Mozart, Le nozze di Figaro
Deutsche Oper Berlin, 4. Januar 2026“
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Beethoven 9: So hört sich eine wunderbare „Freude schöner Götterfunken“ an

Wiener Konzerthaus, Großer Saal, Foto: Lukas Beck

Wiener Konzerthaus, 30. / 31. Dezember 2025 / 1. Januar 2026

Ludwig van Beethoven, 9. Sinfonie

Von Kathrin Schuhmann

Kann es einen passenderen musikalischen Schlusspunkt für ein Jahr geben als Ludwig van Beethovens Neunte? Am Silvesterabend des 31. Dezember 2025 versammelte sich ein erwartungsvolles Publikum im Großen Saal des Wiener Konzerthaus, um das alte Jahr mit jenem Werk zu verabschieden, das wie kaum ein anderes zwischen humanistischem Idealismus und musikalischer Radikalität oszilliert. „Ludwig van Beethoven, 9. Sinfonie
Wiener Konzerthaus, 30. / 31. Dezember 2025 / 1. Januar 2026“
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„Einfach nur großartig: Dieses Neujahrskonzert war ein Ohren- und ein Augenschmaus!“

Foto © APA/WIENER PHILHARMONIKER/DIETER NAGL

Der Sog des Neujahrskonzerts 2026 –
klassik-begeistert-Leser berichten

Liebe Leserinnen und liebe Leser von klassik-begeistert!

Das Neujahrskonzert 2026 aus dem Musikverein Wien hat Maßstäbe gesetzt. Noch nie erreichten uns so viele Kommentare wie nach diesem Konzert. Bei über 300 Zuschriften lief das kb-Postfach über. Wir bekamen nur vier Meinungen, die dem größten Klassik-Event der Welt nichts abgewinnen konnten, drei von Ihnen lesen Sie gerne weiter unten.

klassik-begeistert-Leser waren beseelt, beglückt und betört ob der superben Leistung des kanadischen Dirigenten Yannick Nézet-Séguin und des Welt-Orchesters Wiener Philharmoniker. Dieses Konzert machte die Zuschauer glücklich und war ein nachhaltiger Beitrag für die Gesundheit in diesem Jahr.

Der 1. Januar 2026 war der erfolgreichste in der fast 10-jährigen Geschichte von klassik-begeistert, dem größten Internet-Klassik-Blog in deutscher Sprache. Wir wünschen Ihnen ein gesundes, ein geschmeidiges, ein glückliches und ein gelassenes Jahr 2026.

Herzlich grüßt Sie und Euch,

Andreas Schmidt, Herausgeber

„Der Sog des Neujahrskonzerts 2026
klassik-begeistert-Leser berichten, 2. Januar 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. JÄNNER 2026

Nicole Car (Rusalka) und Piotr Beczała (Der Prinz) © Wiener Staatsoper/Michael Poehn

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DIE SAMSTAG -PRESSE – 10. JÄNNER 2026

Wien/Staatsoper
Diese Märchenoper bezaubert nur in den Stimmen
Antonín Dvořáks Oper „Rusalka“ ist derzeit mit vielen Debüts, sängerisch herausragend besetzt, zumindest akkurat dirigiert und fragwürdig inszeniert an der Wiener Staatsoper zu sehen. Die aktuelle Spielserie von Antonín Dvořáks „Rusalka“ an der Staatsoper ist eine durchwachsene Sache. Erfreulich ist die sängerische Besetzung. Die australische Sopranistin Nicole Car sang ihre erste Rusalka in Wien mit einer feinen Balance aus dramatischen Bögen und lyrischen Linien. Auch als leichtfüßige Darstellerin überzeugt sie als liebende Nixe, die ihre Unsterblichkeit für eine vergängliche menschliche Liebe opfert
krone.at

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DIE FREITAG-PRESSE – 9. JÄNNER 2026

Diana Damrau (Rosalinde) und Jonas Kaufmann (Eisenstein) © Michael Pöhn

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DIE FREITAG-PRESSE – 9. JÄNNER 2026

Wien/Staatsoper
„Fledermaus“ in Wien: Jonas Kaufmann behauptet sich in der Niavarani-Show
Michael Niavarani mag den Landsleuten in Deutschland vielleicht kein Begriff sein. In Österreich spielt der gebürtige Wiener mit persischen Wurzeln in der Topliga der Kabarettisten. Als Frosch setzt er an der Wiener Staatsoper nicht nur Akzente, sondern vereinnahmt diese Partie. Jonas Kaufmann gesellt sich als ausgezeichneter Sängerdarsteller dazu. Fledermaus in Wien – des is a Mordsgaudi.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

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DIE SONNTAG-PRESSE – 4. JÄNNER 2026

Wiener Konzerthaus, Großer Saal © Lukas Beck

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DIE SONNTAG-PRESSE – 4. JÄNNER 2026

Wien/Konzerthaus
Flüssig und nie überhitzt: Beethovens Neunte im Konzerthaus
Dima Slobodeniouk ist mit den Wiener Symphonikern und der Singakademie zum Jahresabschluss eine gediegene Interpretation von Beethovens Neunter gelungen.
DiePresse.at

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