Würzburg: Pierre-Laurent Aimard bringt Skrjabin zum Mozartfest 

Fotos: Pierre Laurent Aimard © Dita Vollmond

Beim Würzburger Mozartfest begeisterte der Pianist Pierre-Laurent Aimard vor allem mit einer atemberaubenden Darbietung der extrem virtuosen zehnte Klaviersonate von Alexander Skrjabin und den kaum gespielten Variationen von Olivier Knussen. Weniger überzeugend spielte er hingegen Mozarts A-Dur-Schlagersonate samt Rondo alla Turca.   

Mozartfest Würzburg

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Ludwig van Beethoven, Oliver Knussen und Alexander Skrjabin

Residenz Würzburg, Kaisersaal, 2. Juni 2026

von Johannes Karl Fischer

Alle Jahre wieder gastiert beim Würzburger die künstlerische Extraklasse mit vielen spannenden und abwechslungsreichen Programmen in Unterfranken. Da war der gestrige Abend keine Ausnahme. Das zahlreiche Publikum im prächtigen, mit Goldgesims verzierte Kaisersaal Würzburger Residenz erwartete gespannt den Klavierabend mit Skrjabin, Beethoven und natürlich Mozart. Auch die Engel auf den Alfresco-Gemälden blickten über den Flügel, man fühlte sich wie in den heiligen Mozart-Hallen eines barocken Schlosses. „Mozartfest Würzburg Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Residenz Würzburg, Kaisersaal, 2. Juni 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 3. JUNI 2026

Vladimir Jurowski, Portrait © Geoffroy Schied

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 3. JUNI 2026

Wer wird Nachfolger von Vladimir Jurowsky als Musikchef der Bayerischen Staatsoper?
Sendung „Tonart“. Audio von Jörn Florian Fuchs (7,05 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

„DIE MITTWOCH-PRESSE — 3. JUNI 2026“ weiterlesen

Wir fiebern unserem Auftritt in der Elbphilharmonie entgegen, Teil II

Das Hamburger Kammerballett: Nataliia Hurska, Valerii Liubenko, Viktoriia Miroshyna, Veronika Hordina, Alisa Nikitina, Vladyslav Bondar (Foto: Christina Gotz)

Interview mit Edvin Revazov, dem künstlerischen Leiter und der
Geschäftsführerin Isabelle Rohlfs vom Hamburger Kammerballett,
am 19. Mai 2026, Teil II

Bei der Uraufführung am 6. Juni 2026 handelt sich um ein abstraktes Ballett, welches von der Handlung her den wechselnden Jahreszeiten folgt. Im Mittelpunkt jeder Jahreszeit steht ein anderes Tanzpaar, welches sich während der vorüberziehenden Jahreszeiten noch einmal ihr vergangenes Leben vergegenwärtigt. Es handelt sich um Erinnerungsbilder des Lebens.

von Dr. Ralf Wegner

klassik-begeistert: Frau Rohlfs, Die Möglichkeiten für ein Handlungsballett wie Lulu mit nur wenigen Tänzerinnen und Tänzern sind natürlich begrenzt. Wie sieht es denn mit einer Vergrößerung des Ensembles aus? „Edvin Revazov und GF Isabelle Rohlfs, Hamburger Kammerballett, Teil II
klassik-begeistert.de, 3. Juni 2026“
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Zwischen Göttlichkeit und Menschlichkeit

Fotos: NCPA / XIAOJING WANG / FEI FANG

Getong Feng im Gespräch mit Maida Hundeling über Brünnhilde und die NCPA-Produktion von Wagners Siegfried in Beijing

In diesem Jahr übernahm die deutsche Sopranistin Maida Hundeling in der NCPA-Produktion von Wagners Siegfried in Beijing die zentrale Rolle der Brünnhilde. Als eine der prägenden dramatischen Sopranistinnen auf den internationalen Wagner-Bühnen verleiht sie Brünnhilde eine gleichermaßen kraftvolle wie vielschichtige Gegenwärtigkeit.

Im Gespräch mit Getong Feng, Doktorandin der Neueren deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München spricht Maida Hundeling über Brünnhildes Weg zwischen Göttlichkeit und Menschlichkeit, über Erinnerung, Angst und Liebe in Wagners Siegfried sowie über ihre Erfahrungen mit Wagner und Turandot in Peking.

klassik-begeistert: Könnten Sie uns erzählen, wie Sie Ihre Karriere begonnen haben?

Maida Hundeling: Ich habe als Kind im Kirchenchor angefangen zu singen, später dann im Jugendchor. Das hat mir immer große Freude gemacht. Schon damals hieß es oft, meine Stimme sei ungewöhnlich kräftig. Irgendwann kam dann der Vorschlag, Gesangsunterricht an der Musikschule in meiner Heimatstadt zu nehmen. Mein erster Lehrer war großartig. Er hat offenbar sehr früh erkannt, welches Potenzial in der Stimme steckt. Während der Ausbildung habe ich schon begonnen, Wagner-Arien auszuprobieren, unter anderem die Senta. „kb im Gespräch mit Maida Hundeling, Sopran
klassik-begeistert.de, 2. Juni 2026“
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Gatti und Dresdner lassen Wagner und Debussy erstrahlen

Public Viewing auf dem Opernplatz vor der Alten Oper Frankfurt © Alte Oper Frankfurt/Wonge Bergmann

PROGRAMM

Richard Wagner
Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg“

Camille Saint-Saëns
Cellokonzert Nr. 1 a-moll op. 33

Richard Wagner
Vorspiel zum dritten Aufzug und Karfreitagszauber aus „Parsifal“

Claude Debussy
La Mer

Sächsische Staatskapelle Dresden

GAUTIER CAPUÇON, Violoncello
DANIELE GATTI, musikalische Leitung

Alte Oper Frankfurt, 1. Juni 2026

von Dirk Schauß

Es war ein richtiges Orchesterfest an diesem lauen ersten Juniabend. Vor der Alten Oper herrschte eine sommerliche Atmosphäre. Viele Menschen hatten sich nicht nur im großen Saal eingefunden, sondern auch auf dem Opernvorplatz, wo das Konzert per Kamera live übertragen wurde. Draußen die Vorfreude – und drinnen wurde sie mehr als erfüllt. „Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti
Alte Oper Frankfurt,1. Juni 2026“
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Ambivalentes Stück, hervorragende Umsetzung: Gurlitts Wozzeck reüssiert in Oldenburg

Arthur Bruce (Wozzeck) mit Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters © Stephan Walzl

WOZZECK

von Manfred Gurlitt

Musikalische Tragödie in 18 Szenen und 1 Epilog
Nach dem Dramenfragment »Woyzeck« von Georg Büchner
Ergänzt um Perspektiven aus »Wozzeck« von Alban Berg

Wozzeck:  Arthur Bruce
Marie: 
Stephanie Hershaw
Hauptmann:  Chanhee Cho
Doktor: 
Johannes Leander Maas
Andres: 
Seumas Begg
Tambourmajor: 
KS Paul Brady
Margaret / alte Frau: 
Dorothee Bienert


Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Kinder- und Jugendchor des Oldenburgischen Staatstheaters
Oldenburgisches Staatsorchester

Musikalische Leitung:  Vito Cristofaro
Regie:  Generalintendant
Georg Heckel


Oldenburgisches Staatstheater, Premiere 29. Mai 2026

von Axel Wuttke

Gurlitts 1926, nur vier Monate nach Alban Bergs bahnbrechendem Wozzeck, in Bremen uraufgeführte dritte Oper, hinterlässt einen unentschlossen Eindruck, was die Musik, die Szenenfolge und den Schluss betrifft. Anders als Berg, verbindet er die Szenen nicht durch Zwischenspiele, sondern betrachtet jede Szene für sich. Und darin liegt ein Grundproblem dieser Komposition, die Musik mäandert um sich selbst, ohne den Figuren und dem Stück Profil zu geben und einen gedanklichen Bogen über das Werk zu spannen. Dadurch bleiben die Personen merkwürdig fremd, ihr Schicksal berührt musikalisch nicht. Wäre da nicht die hervorragende Inszenierung von Generalintendant Georg Heckel. Er schafft genau das, was Gurlitt nicht gelingt.

„Manfred Gurlitt, Wozzeck
Oldenburgisches Staatstheater, Premiere 29. Mai 2026“
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Das aron quartett und Freunde verklären die Nacht im Schloss Oberkindberg

Im Hof des Schlosses Oberkindberg. Foto: privat.

Nach dem glücklicherweise rasch vorübergezogenen Gewittersturm bezauberte und überwältigte das aron quartett, verstärkt durch zwei Gäste, das Publikum im Schloss Oberkindberg. Auf dem Programm standen Brahms’ erstes Streichsextett in B-Dur und Schönbergs „Verklärte Nacht“. Die Natur spielte wunderbar mit: als die letzten Töne verklungen waren, legte sich eine tiefe, selige Ruhe über die steirische Landschaft.

Johannes Brahms
Streichsextett in B-Dur op. 18 (1860)

Arnold Schönberg
Streichsextett op. 4 “Verklärte Nacht” (1899)

aron quartett wien

Ludwig Müller, Baran Kobori, Violine
Georg Hamann, Viola
Christophe Pantillon, Violincello

und

Péter Kóczán, Viola
Klaus Steinberger, Violoncello

Schloss Oberkindberg, Steiermark, 31. Mai 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Lange wagte Johannes Brahms sich nicht an die Form des Streichquartetts – zu übermächtig war wohl der Schatten Beethovens. Die seit Boccherini eher selten gewählte Sextettbesetzung mit zwei Violen und zwei Violoncelli bot ihm da einen willkommenen Ausweg. Schon sein erster Versuch in dieser Gattung wurde ein großer Erfolg und erwies sich als wegweisend für die weitere Entwicklung des Genres. „aron quartett wien, Brahms und Schönberg
Schloss Oberkindberg, Steiermark, 31. Mai 2026“
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Camilla Nylund gelingt der Sprung zur dramatischen Brünnhilde

Siegfried, Andreas Schager © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Der kräftige Applaus und der Jubel zu den Zwischenvorhängen
nach dem 1. und 2. Aufzug und zum Schluss zeigten einen beeindruckenden Abend.

Richard Wagner
Siegfried (1876)

Wiener Staatsoper, 30. Mai 2026

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Pablo Heras-Casado, der ein großes Orchester der Wiener Staatsoper leitete, entdeckt seine Liebe zu Wagner. Wir hatten ihn bisher als musikalischen Leiter sowohl von den frühbarocken Opern Monteverdis als auch von Ligetis „Le Grand Macabre“ (entstanden 1974 -1977) kennengelernt. „Richard Wagner, Siegfried (1876)
Wiener Staatsoper, 30. Mai 2026“
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Das Alla Maniera Italiana Quartet begeistert mit rätselhaftem Beethoven

CD-Besprechung:

Presumed Beethoven
Six String Quartets Anh. 2

Quartetto Alla Maniera Italiana

Arcana, A591

von Dirk Schauß

Man lege einem eingefleischten Beethoven-Kenner ein unbekanntes Streichquartett vor und flüstere nur ein Wort: „Beethoven“. Der Zuhörer schmilzt dahin. Streiche man denselben Satz den Namen – und plötzlich treten handwerkliche Schwächen und mangelnde Tiefe zutage. Genau dieses psychologische Experiment liefert das Alla Maniera Italiana Quartet auf dem Label Arcana (A591). Das Ergebnis ist höchst verunsichernd. „Presumed Beethoven, Six String Quartets Anh. 2
klassik-begeistert.de, 2. Juni 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 2. JUNI 2026

theatersg portraits Modestas Pitrenas © konzertundtheater.ch

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 2. JUNI 2026

St. Gallen
Modestas Pitrenas triumphiert mit seinem Abschiedskonzert in St. Gallen
In St. Gallen endete die langjährige Zusammenarbeit des Sinfonieorchesters St. Gallen mit dem Dirigenten Modestas Pitrenas. Die Qualität des Orchesters und die Reaktion des Publikums zeigten deutlich, was hier erreicht wurde. Das durchaus anspruchsvolle Programm begann mit Arturs Maskats „Tango“. Der erste Takt hätte auch von Dmitri Schostakowitsch stammen können: alle Violinen hart und dissonant, aber nicht atonal. Die Komposition wird dann ruhiger, wobei gerade in die Violinen große Höhen und starke Lautstärken gelegt werden. Ruhigere Momente werden dem Akkordeon übertragen. Die komplexe Rhythmik des Stückes lässt den Tango nicht immer in den Vordergrund treten, aber gerade dies macht die Komposition reizvoll. Die beeindruckende Dynamik und Reaktionsschnelligkeit des Orchesters wurden bereits hier deutlich.
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

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