Die SAMSTAG-PRESSE – 11. APRIL 2020 – Karsamstag

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 11. APRIL 2020 – Karsamstag
Foto: „Parsifal“, Wiener Staatsoper, M. Pöhn (c)

„Parsifal“ im Netz: Karfreitagszauber via Bildschirm
Richard Wagners österlicher Opern-Fixtermin ist derzeit mannigfach als Stream vorhanden.
Wiener Zeitung

Rom
Kultur-Stillstand: Intendant von Roms Opernhaus kürzt sich Gehalt temporär
Leitungsvertrag bis 2025 verlängert. Das römische Opernhaus hat die Verlängerung des Vertrags seines Intendanten Carlo Fuortes um weitere fünf Jahre bis 2025 beschlossen. Im Amt bestätigt wurde auch der künstlerische Direktor Alessio Vlad. Wegen der Coronakrise wurden die Theatermitarbeiter neun Wochen lang auf Kurzarbeit gestellt. Während dieser Zeit halbiert sich Fuortes das Gehalt.
Wiener Zeitung

Frankfurt
Bernd Loebe: „Und wenn es jeden Tag ein Lunchkonzert für 50 Leute ist“
Intendant Bernd Loebe über die Situation an der Oper Frankfurt, über Möglichkeiten, sehr schnell in die Pantoffeln zu kommen, und über kompakte Werke ohne Chor und womöglich auch ohne Bühnenbild.
Frankfurter Rundschau

Wien
Chef der Wiener Festwochen: „Die Festwochen sind nicht abgesagt“
Die Wiener Festwochen sind abgesagt? Nein, sagt Intendant Christophe Slagmuylder. Im Herbst will man ein Minifestival zeigen. Ein Gespräch
Der Standard

Bariton Silvano Carroli tot
Der Italiener sang auch an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Lieses Klassikwelt 30: Operntunten
Kirsten Liese berichtet jeden Freitag aus ihrer Klassikwelt.
Manchmal weiß man nicht, wozu etwas gut ist. Ursprünglich hat der Regisseur Rosa von Praunheim seinen jüngsten Film „Operndiven- Operntunten“ über schwule Opernenthusiasten ins Kino bringen wollen. Aber weil sich bislang noch nicht das geeignete Festival oder der passende Verleih fand, kommt er jetzt erstmal „nur“ ins Fernsehen. In Corona- Zeiten erscheint das als ein Segen, so können wir ihn wenigstens sehen, die Kinos sind ja bis auf weiteres geschlossen, und wer weiß, wann sie wieder aufmachen?
Ich wurde auf den Film schon vor längerer Zeit aufmerksam, da mein Kollege und Freund Tilman Krause, Feuilletonredakteur bei der „Welt“, als einer der Protagonisten hervortritt. Wie der Zufall uns 1990 als Referendare an einem Charlottenburger Gymnasium in Berlin zusammenführte, als Tilman sich weiland schon als freier Literaturkritiker beim „Tagesspiegel“ einen Namen machte, darüber in einer weiteren Klassikwelt mehr. Jedenfalls haben wir uns in schwierigen Zeiten unseren kritischen Geist bewahrt, was sich etwa auch darin ausdrückt, dass Tilman mich anderen Freunden und Bekannten als „scharfzüngigste Musikkritikerin Deutschlands“ vorstellt.
Klassik-begeistert

10 Fragen an Patrick Hahn: „Ich freue mich auf die h-moll Messe von Bach – eines der größten Werke, die es gibt“
„Ich freue mich unbändig auf das erste Konzert, das ich nach der Krise wieder gebe. Das wird etwas ganz besonderes, befreiend, erlösend. Für Künstler wie für Publikum.“
https://klassik-begeistert.de/10-fragen-an-patrick-hahn-klassik-begeistert-de/

Einems „Besuch der alten Dame“ als brillantes Ensemblestück an der Wiener Staatsoper
Sehr spät, wohl dem 90. Geburtstag Christa Ludwigs geschuldet, liegt nun der Mitschnitt der Uraufführung von Gottfried von Einems Oper „Der Besuch der alten Dame“ nach Friedrich Dürrenmatt vor. Am 23. Mai 1971 löste diese neue Oper große Begeisterung aus.. Einem war es gelungen, die Spannung des Dürrenmatt’schen Dramas kongenial in Musik umzusetzen. Der Schriftsteller hatte sogar selbst sein Stück zum Opernlibretto umgearbeitet.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert „Die SAMSTAG-PRESSE – 11. APRIL 2020 – Karsamstag“ weiterlesen

Leben in Zeiten der Krise: Karfreitag ohne Zauber?

von Dr. Andreas Ströbl

Foto: Stefan Vladar, (c) Lukas Beck

Ebensowenig wirksam wie Kundrys Balsam aus Arabia gegen Amfortas´ Leiden ist bislang jeder verfügbare Impfstoff gegen das, was unser Leben spätestens seit Mitte März bestimmt und wirklich jede Nachrichtensendung dominiert. Gegen die Traurigkeit, was wir an Opern und Konzerten, auf die wir uns oft monatelang gefreut haben, nicht erleben können, hilft nur bedingt die Hoffnung, dass es irgendwann im Laufe des Sommers vielleicht wieder einen normalen Kulturbetrieb geben wird. Wie das Beethoven-Jahr weitergeht, ob das Schleswig-Holstein Musik Festival wie geplant stattfinden kann, was aus den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern wird – all das steht in Sternen, über die nicht mal ein Horoskop vage Auskunft zu geben vermag. Ostern ohne „Parsifal“ ist wirklich schon herb genug, und an einen Sommer ohne Bayreuth mag man am liebsten gar nicht denken. „Leben in Zeiten der Krise: Karfreitag ohne Zauber?
Musik- und Kongresshalle Lübeck“
weiterlesen

Einems „Besuch der alten Dame“ als brillantes Ensemblestück an der Wiener Staatsoper

von Peter Sommeregger

Das Label Orfeo hat sich über die Jahre nebst Eigenproduktionen auch mit der Veröffentlichung von Mitschnitten der Wiener und der Münchener Staatsoper, von den Salzburger Festspielen und anderen Aufführungsorten einen Namen gemacht.

Sehr spät, wohl dem 90. Geburtstag Christa Ludwigs geschuldet, liegt nun der Mitschnitt der Uraufführung von Gottfried von Einems Oper „Der Besuch der alten Dame“ nach Friedrich Dürrenmatt vor. Am 23. Mai 1971 löste diese neue Oper große Begeisterung aus. Einem war es gelungen, die Spannung des Dürrenmatt’schen Dramas kongenial in Musik umzusetzen. Der Schriftsteller hatte sogar selbst sein Stück zum Opernlibretto umgearbeitet. „Gottfried von Einem, Der Besuch der alten Dame,
Wiener Staatsoper“
weiterlesen

10 Fragen an Patrick Hahn: "Ich freue mich auf die h-moll Messe von Bach – eines der größten Werke, die es gibt"

„Ich freue mich unbändig auf das erste Konzert, das ich nach der Krise wieder gebe. Das wird etwas ganz besonderes, befreiend, erlösend. Für Künstler wie für Publikum.“

Foto: Patrick Hahn, (c) Donauer

Der Dirigent, Komponist und Pianist Patrick Hahn wurde 1995 in Graz geboren und hat sich bereits als einer der vielversprechendsten Künstler seiner Generation etabliert. Seine internationale Präsenz hat in den letzten Spielzeiten sowohl im Konzertsaal als auch im Opernhaus exponentiell zugenommen.

Als Dirigent verbinden ihn Zusammenarbeiten mit Orchestern und Opernhäusern wie den Münchner Philharmonikern, den Klangkörpern des Bayerischen Rundfunks, dem Gürzenich-Orchester Köln, der Dresdner Philharmonie, der NDR Radiophilharmonie, den Wiener Symphonikern, der Camerata Salzburg, dem klangforum Wien, dem Luzerner Sinfonieorchester, der Opéra de Rouen Normandie oder der Bayerischen Staatsoper. Als Pianist konzertierte er mit dem Mozarteumorchester Salzburg oder als Liedbegleiter im Wiener Musikverein, für die Spielzeit 2017/18 war Patrick Hahn außerdem Solorepetitor an der Staatsoper Hamburg. In enger Zusammenarbeit mit Kirill Petrenko übernahm er 2019 die Einstudierung der Neuproduktionen von „Salome“ und „Die tote Stadt“ an der Bayerischen Staatsoper.

Interview: Barbara Hauter

klassik-begeistert.de: Was haben Sie vor einem Jahr getan, und wie sieht ihr Alltag heute aus?

Patrick Hahn: Vor einem Jahr war eine spannende Zeit. Ich war zur Wiederaufnahme der Kinderoper „Kannst Du pfeifen, Johanna“ an der Bayerischen Staatsoper und parallel dazu an der Elbphilharmonie mit den Hamburger Symphonikern. Da habe ich meinen ersten Bruckner, seine 7. Sinfonie, dirigiert. Mein letztes Projekt vor dem Lockdown war als Assistent von Kirill Petrenko bei „Fidelio“ in Baden-Baden. Wir waren kurz vor den Endproben, der Chor sollte noch dazukommen. Da wurden wir herausgerissen. Ob wir es jemals szenisch aufführen werden, ist ungewiss.

Jetzt lebe ich bei meinem Eltern in der schönen Steiermark. Zum Glück bin ich nicht heimatlos geworden, denn ich war gerade im Umzug zwischen zwei Wohnungen. Die in Hamburg hatte ich schon aufgegeben, die neue in Wien ist noch eine Baustelle. Nun kann ich machen, wofür ich vorher nie Zeit hatte: mit der Familie Kartenspielen zum Beispiel. Ich arbeite auch musikalisch, aber nicht so unter Hochdruck wie normalerweise, eher verlangsamt. Bis Ende Juni gebe ich keine Konzerte, dann stünden die Salzburger Festspiele an. Dafür bereite ich eine Uraufführung mit dem Young Singers Project vor, eine Oper namens „Vom Stern, der nicht leuchten konnte“. Wenn die Festspiele ausfallen, dann geht es für mich erst im September weiter. „10 Fragen an Patrick Hahn
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Die FREITAG-PRESSE – 10. APRIL 2020

Für Sie in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 10. APRIL 2020
Foto: © Johannes Ifkovits , Piotr Beczala

Corona-Krise: Startenor Piotr Beczala bekommt jeden Tag Besuch von der Polizei
Nach einer abenteuerlichen „Flucht“ aus New York befindet sich der polnische Startenor derzeit in heimatlicher Quarantäne.
Kleine Zeitung

Kultur-Stillstand: Fragezeichen über nächster Saison
Die Covid-Krise bringt Klassikfans um ihr Live-Erlebnis – und die Häuser um Millionen.
Wiener Zeitung

Kultur-Stillstand: „Parsifal“ als Streamingweihfestspiel
Als Wagnerianer oder Freund von Oster-Traditionen säße man zu normalen Zeiten ja am Gründonnerstag, dem Ostersonntag oder zumindest an einem der Folgetage im Bühnenweihfestspiel „Parsifal“. Corona macht allerdings auch vor der musikalisch-philosophischen Verschränkung von Katholizismus und Buddhismus nicht halt. Doch: Zum virtuellen Raum wird hier die Zeit.
https://www.vol.at/kultur-stillstand-parsifal-als-streamingweihfestspiel/6583493

Stiftung Mozarteum erwarb Liebesbrief von Mozart
https://k.at/news/stiftung-mozarteum-erwarb-liebesbrief-von-mozart/400808153

Dresden
Der Rosenkavalier« eröffnet zu Ostern den Wochenend-Stream der Semperoper
Theaterkompass

ELBPHILHARMONIE HILFSFONDS« FÜR IN NOT GERATENE MUSIKER GEGRÜNDET
Auf Initiative der drei größten Veranstalter von Konzerten in Elbphilharmonie & Laeiszhalle wurde am Mittwoch in Hamburg der »Elbphilharmonie Hilfsfonds« gegründet. Zweck des Fonds ist die Unterstützung von freiberuflichen Musikern, Musikpädagogen und Bühnenkünstlern, die von Konzertabsagen infolge von behördlichen Anordnungen unmittelbar betroffen sind. Der Fonds verdankt seine Mittel all jenen Kunden, die schriftlich auf die Erstattung des Kaufpreises für von ihnen erworbene Einzeltickets für Veranstaltungen der Gründungspartner in Elbphilharmonie und/oder Laeiszhalle während des Corona-bedingten Schließzeitraums verzichtet haben.
Klassik-begeistert

„Die FREITAG-PRESSE – 10. APRIL 2020“ weiterlesen

Lieses Klassikwelt 30: Operntunten

Foto: Rosa von Praunheim, (c) meucinediario.wordpress.com

von Kirsten Liese

Manchmal weiß man nicht, wozu etwas gut ist. Ursprünglich hat der Regisseur Rosa von Praunheim seinen jüngsten Film „Operndiven- Operntunten“ über schwule Opernenthusiasten ins Kino bringen wollen. Aber weil sich bislang noch nicht das geeignete Festival oder der passende Verleih fand, kommt er jetzt erstmal „nur“ ins Fernsehen. In Corona- Zeiten erscheint das als ein Segen, so können wir ihn wenigstens sehen, die Kinos sind ja bis auf weiteres geschlossen, und wer weiß, wann sie wieder aufmachen?

Ich wurde auf den Film schon vor längerer Zeit aufmerksam, da mein Kollege und Freund Tilman Krause, Feuilletonredakteur bei der „Welt“, als einer der Protagonisten hervortritt. Wie der Zufall uns 1990 als Referendare an einem Charlottenburger Gymnasium in Berlin zusammenführte, als Tilman sich weiland schon als freier Literaturkritiker beim „Tagesspiegel“ einen Namen machte, darüber in einer weiteren Klassikwelt mehr. Jedenfalls haben wir uns in schwierigen Zeiten unseren kritischen Geist bewahrt, was sich etwa auch darin ausdrückt, dass Tilman mich anderen Freunden und Bekannten  als „scharfzüngigste Musikkritikerin Deutschlands“ vorstellt. „Lieses Klassikwelt 30: Operntunten
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

„Einfach die Emotion machen lassen, vor allem bei Wagner“

Interview am Donnerstag 10: Der Tenor Andreas Schager
Foto: www.andreas-schager.info

Interview vom 13. September 2017 

Andreas Schager war der Parsifal in Bayreuth und in Hamburg. Die Stimme ölt er sich mit einem Tamino zwischendurch. Klassik-begeistert.de hat den sympathischen Österreicher zum Gespräch in der Hamburgischen Staatsoper getroffen. Im Interview spricht der Tenor über seine Operettenvergangenheit und erklärt, warum er sich dem Siegfried auf besondere Weise verbunden fühlt und was die Kühe auf dem heimischen Bauernhof damit zu tun haben. Außerdem verrät er, warum Sänger manchmal wie Babys sein müssen und richtet einen Appell an alle Klassik-Begeisterten.

klassik-begeistert.de: Herr Schager, im vergangenen Jahr haben Sie an der Hamburgischen Staatsoper den Erik in Richard Wagners „Fliegendem Holländer“ gesungen. Nun kehren Sie zurück für den „Parsifal“. Wie geht es Ihnen als Österreicher in Norddeutschland?

Andreas Schager: Ich komme jedes Mal gerne zurück. Ich liebe den Norden, ich mag auch die Mentalität der Leute hier, dieses „geradeheraus“, und Hamburg hat wahnsinnig viel Charme. Ich lebe teils in Berlin, teils in Wien. Meine Familie ist in Wien, aber ich habe auch eine Wohnung in Berlin, weil ich dort Ensemblemitglied an der Staatsoper bin. In Hamburg bin ich jetzt zum dritten Mal. 2013 habe ich mit Simone Young den Rienzi in der Laeiszhalle gesungen. Das war damals eigentlich schon in der Elbphilharmonie geplant, aber da war es noch nicht spruchreif, dass sie fertig werden würde. „Interview am Donnerstag 10: Andreas Schager, Tenor“ weiterlesen

10 Fragen an Nadine Lehner: "Mit meinem Sohn höre ich Kinderlieder und tanze mit ihm dazu, das macht Laune!"

„Ich denke bewusster darüber nach, was ich gerade wirklich brauche und bemerke, dass es nicht so schwer ist, sich auch mal einzuschränken. Die Rückbesinnung auf die Familie und die intensive Zeit mit meinem Kind genieße ich sehr.“

Nadine Lehner, geboren in Bayern, absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Norma Sharp. 2002 debütierte sie an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin als Papagena in Mozarts „Zauberflöte“ und sang dort weitere Rollen während ihres Studiums unter namhaften Dirigenten. Gastverträge führten sie später unter anderem an die Deutsche Oper Berlin, ans Theater Bonn, zu den Salzburger Festspielen sowie nach Kanada, China und Singapur, wo sie auch mit Peter Ruzicka, Ivor Bolton oder Kent Nagano arbeitete. Zuletzt sang sie an der Nationaloper Athen  unter Vassili Christopoulos Marie im „Wozzeck“.  Seit 2004 gehört Nadine Lehner zum Ensemble des Theaters Bremen und sang dort große Partien ihres Fachs wie Agathe in „Der Freischütz“, Katerina in „Lady Macbeth von Mzensk“, Leonore in „Fidelio“ und Kundry in „Parsifal“, für deren Interpretation sie für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 2017 nominiert war. Für ihre herausragenden Leistungen wurde ihr in Bremen  der Kurt-Hübner-Preis und der Silberne Roland verliehen. Nadine Lehner wurde kurz vor Beginn der Proben für „Jenufa“ am Bremer Theater aus ihrem beruflichen Alltag gerissen und betätigt sich jetzt als „Vollzeit-Mutter“ in Bremen.

Fotos: Esther Haase /  Thomas Ratzek (c)

von Dr. Petra Spelzhaus

klassik-begeistert.de: Was haben Sie vor einem Jahr getan und wie sieht Ihr Alltag heute aus?

Vor einem Jahr habe ich in Bochum konzertant Kundry mit den Bochumer Symphonikern gesungen. Parallel dazu liefen in Bremen die Proben zu  „Die tote Stadt“ von Korngold, Regie führte Armin Petras,  die Premiere war Mitte April. Meine letzte Vorstellung im  Musiktheater Bremen hatte ich vor vier Wochen als Marschallin in Strauss‘ Rosenkavalier, wie sich herausstellte die letzte Aufführung des Theaters vor Corona… Zu Beginn des Jahres sang ich noch an der Nationaloper Athen die  Marie in Wozzeck. Die letzte Aufführung war Anfang Februar 2020.

Aktuell wären in Bremen gerade die Proben für Jenufa von Janàček gestartet. Stattdessen verbringe ich den Tag überwiegend zu zweit mit meinem Sohn. Zum Glück konnten wir seinen fünften Geburtstag vor der Kontaktsperre noch ausgiebig mit seinen Freunden feiern. Jetzt darf er gelegentlich eine Freundin sehen und vermisst den Kindergarten und seine weiteren Freunde. Mein Mann ist mit seiner Arbeit als Leiter einer Rehaeinrichtung für Suchtkranke voll im Einsatz. „10 Fragen an Nadine Lehner
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

»ELBPHILHARMONIE HILFSFONDS« FÜR IN NOT GERATENE MUSIKER GEGRÜNDET

Pressemitteilung:

SOLIDARITÄT IN ZEITEN VON CORONA: HAMBURGMUSIK, NDR UND KONZERTDIREKTION DR. RUDOLF GOETTE GEBEN VON KARTENKÄUFERN NICHT ZURÜCKVERLANGTE EINTRITTSGELDER AN FREIBERUFLICHE KÜNSTLER WEITER

Auf Initiative der drei größten Veranstalter von Konzerten in Elbphilharmonie & Laeiszhalle wurde am Mittwoch in Hamburg der »Elbphilharmonie Hilfsfonds« gegründet. Zweck des Fonds ist die Unterstützung von freiberuflichen Musikern, Musikpädagogen und Bühnenkünstlern, die von Konzertabsagen infolge von behördlichen Anordnungen unmittelbar betroffen sind. Der Fonds verdankt seine Mittel all jenen Kunden, die schriftlich auf die Erstattung des Kaufpreises für von ihnen erworbene Einzeltickets für Veranstaltungen der Gründungspartner in Elbphilharmonie und/oder Laeiszhalle während des Corona-bedingten Schließzeitraums verzichtet haben. Unterstützer des Fonds sind die HamburgMusik gGmbH, der NDR und die Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette. Weitere Veranstalter sind eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen. 

Foto: Elbphilharmonie, Dr. Holger Voigt (c)

„»ELBPHILHARMONIE HILFSFONDS« FÜR IN NOT GERATENE MUSIKER GEGRÜNDET
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Die DONNERSTAG-PRESSE – 9. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 9. APRIL 2020

Foto: Auch Anna Bolena mit Anna Netrebko wird auf Stream angeboten! Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Salzburger Festspiele melden Mitarbeiter zur Kurzarbeit an
242 Mitarbeiter werden zur Kurzarbeit angemeldet. Die Osterfestspiele und Pfingstfestspiele wurden abgesagt. Ob die Festspiele im Sommer stattfinden können, weiß man noch nicht.
Die Presse

Salzburger Festspiele: Wenn nicht heuer, dann nächstes Jahr
https://www.krone.at/2132338

Ein halbes Jahr ohne Burg und Oper – was macht das mit uns?
Kommentar: Vor September gibt es keinen regulären Kulturveranstaltungsbetrieb mehr. Das ist verständlich. Man stellt sich trotzdem Fragen
Kurier

Keine Gage bei abgesagten Abenden: Sparen auf Kosten der Künstler
Opernhäuser und Theater können derzeit nicht spielen. Doch warum zahlen die Häuser ihren Gastkünstlern, die nichts dafür können, keinen Euro? Manche immerhin geben sich generös.
Münchner Merkur

Berlin
Wie die Intendanten der Berliner Opern ihre Häuser durch die Krise steuern
Berliner Zeitung

Düsseldorf
Statt Wagner-Oper: Video-Talk zu Hause beim Dirigenten
Die Oper am Rhein in Düsseldorf und Duisburg kann wegen der Corona-Pandemie den „Ring des Nibelungen“ derzeit nicht aufführen und startet stattdessen eine Gesprächsrunde im Internet über den Opern-Zyklus von Richard Wagner. Der Video-Talk finde bei Generalmusikdirektor Axel Kober zu Hause statt, teilte die Oper am Dienstag in Düsseldorf mit. Wagner-Experte Kober, der sonst dirigiert, werde sich mit Spielleiter Dorian Dreher und Gästen unterhalten. Vier Termine sind geplant
Sueddeutsche Zeitung

Bayreuth
Eva Wagner-Pasquier wird 75: „Bayreuth ist meine Heimat“
Kurier

Bayreuths Ring-Regisseur Valentin Schwarz: „Auf Wagner-Entzug gesetzt“
Eigentlich wäre Regisseur Valentin Schwarz gerade mitten in den Proben für den „Ring“ bei den Bayreuther Festspielen. Doch wegen des Coronavirus wurden alle Vorstellungen abgesagt. Richard Wagners Tetralogie soll voraussichtlich erst 2022 wieder auf dem grünen Hügel gezeigt werden. BR-KLASSIK hat mit Valentin Schwarz, der gerade zu Hause in Stuttgart ist, über die Situation in Bayreuth gesprochen.
BR-Klassik

Sinkoviczs Musiksalon : Als Beethovens Herz aussetzte Bezahlartikel
In Wien wollte man dieser Tage Beethovens großes B-Dur-Streichquartett neu beleuchten. Eine Faksimile-Ausgabe macht es möglich nachzulesen, wie der Komponist Unpässlichkeiten in Kunst verwandelte.
https://www.diepresse.com/5797331/als-beethovens-herz-aussetzte

Vielleicht ist die Frage nach der Verbindung von Medizin und Musik aber doch ganz simpel zu beantworten: Beides heilt.
Es war einer meiner ersten Jazzworkshops in Einschlingen, einem Randbezirk von Bielefeld. Meine damalige Zimmernachbarin, eine Musiklehrerin, bemerkte eines Abends, sie habe das Gefühl, in einem Schullandheim für Ärzte zu sein. Diese Behauptung war mir nicht neu, hörte ich doch schon häufiger von einer Ärzteschwemme an Musikinstrumenten. Ist da tatsächlich etwas dran?
Mittlerweile suche ich seit über einem Jahrzehnt alljährlich diesen verheißungsvollen Ort am Teutoburger Wald auf, um mit etwa 50 weiteren Musik-Verrückten und der Jazzpolizei in Form der Dozenten den Geheimnissen der Rhythmik, Dynamik, Phrasierung, Sound und den unendlichen Skalen im Jazz auf die Schliche zu kommen.
Dr. Petra Spelzhaus kredenzt alle zwei Wochen ein Spelzhaus Spezial.
Klassik-begeistert

Sommereggers Klassikwelt 30 : …Habt der Einen Ruf in Acht! Zum Tod der Mezzosopranistin Hertha Töpper
Die Nachricht vom Tod Hertha Töppers in der letzten Woche hat bei mir wieder viele schöne Erinnerungen an meine Münchner Jahre geweckt. Als ich 1966 nach München zog, war die aus Graz gebürtige Sängerin die unangefochtene Nummer eins im Mezzofach an der Bayerischen Staatsoper. Es war noch die Zeit der gewachsenen Ensembles, entsprechend vertraut waren die Künstler miteinander, was sich sehr positiv auf die Qualität der Aufführungen auswirkte.
Peter Sommeregger berichtet jeden Mittwoch aus seiner Klassikwelt
Klassik-begeistert „Die DONNERSTAG-PRESSE – 9. APRIL 2020“ weiterlesen