Meine Lieblingsoper, Teil 2:"Il trovatore" ("Der Troubadour") von Giuseppe Verdi

Meine Lieblingsoper, Teil 2:“Il trovatore“ („Der Troubadour“) von Giuseppe Verdi

Foto: Il Trovatore – Der Troubadour, Wiener Staatsoper, Michael Pöhn (c), Anna Netrebko

von Dr. Ralf Wegner

Bei den italienischen Opernkomponisten steht bei mir Verdi an erster Stelle. Seine Melodien greifen unmittelbar an die Seele und geben Zugang zur Psyche seiner Opernfiguren. Dabei sind Handlung und Text oft nebensächlich, wie beim „Troubadour“. Der narrative Inhalt dieser Schaueroper ist wirr, deshalb scheitern auch die Regisseure und Bühnenbildner. Insgesamt habe ich zwischen 1966 und 2018 in 8 verschiedenen Bühnenbildern / Inszenierungen 23 Aufführungen und eine konzertante Produktion gesehen, keine davon blieb mir positiv in Erinnerung. „Meine Lieblingsoper, Teil 2:“Il trovatore“ („Der Troubadour“) von Giuseppe Verdi
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Mehr als „Die Moldau“ und „Carmen“: Radio-Entdeckungen im Netz

von Dr. Andreas Ströbl

In den Zeiten der globalen Eremitage erleben wir alle eine neue mediale Abhängigkeit und selbst Wertkonservative trauen sich kaum mehr, ihren Kindern zu erklären, dass diese längst armselige Knechte einer krakenartigen Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik geworden sind, wenn selbst der Gang vom Esstisch zum Sofa nicht ohne süchtigen Blick auf das Gerät möglich ist. Man könnte ja was verpassen in diesen Sekunden. Aber das ist eben nur die eine Seite.

Foto: wikipedia.de (c)
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Ladas Klassikwelt 26: Rotmaintochter

von Jolanta Lada-Zielke

Die Nachricht, dass die Bayreuther Festspiele dieses Jahr nicht stattfinden, hat mich traurig gemacht. Seit 2004, als ich zum ersten Mal als Journalistin auf den Grünen Hügel war, konnte ich mir keinen Sommer ohne einen Besuch in Bayreuth vorstellen. Dort zu sein ist für mich nicht nur Unterhaltung, weil ich die ganze Zeit arbeite. Tagsüber mache ich Interviews, schaue  die Vorstellungen an, und nachts sitze ich am Laptop und verarbeite die gesammelten Materialien. Ich schlafe kaum, esse wenig, fühle mich aber nicht müde oder hungrig; ich bin einfach glücklich.

Natürlich verstehe ich die Festspielleitung, ihre Entscheidung war richtig aufgrund der Sicherheit der Künstler und der anderen Mitarbeiter, die im Festspielhaus beschäftigt sind, sowie der Zuschauer. Die seit 2016 auf dem Grünem Hügel geltenden Sicherheitsmaßnahmen schützen die Veranstaltung vor einem möglichen Terroranschlag, können das Coronavirus jedoch nicht aufhalten.

Als Trost habe ich eines meiner Gedichte ausgegraben, die ich „Bayreuther Lieder“ nannte. Der Fluss Rotmain, der durch Bayreuth fließt, hat mich inspiriert. Der Autor der deutschen Übersetzung ist Joachim Neander. „Ladas Klassikwelt 26: Rotmaintochter“ weiterlesen

Allegro con brio: Vorschau auf das Musikfest Berlin 2020

Foto: Igor Levit © Robbie Lawrence

Musikfest Berlin 2020

von Peter Sommeregger

Das traditionelle Musikfest Berlin will dieses Jahr als ein Fest für Beethoven und die Musik unserer Zeit verstanden werden. Die Ehrungen für Beethoven im Jahr seines 250. Geburtstages waren zahlreich geplant, nicht wenig davon ist aber der Stilllegung des Kulturbetriebes in diesen Wochen zum Opfer gefallen. Man kann Beethoven durchaus als ein spätes Corona-Opfer betrachten.

Das Musikfest Berlin findet erst ab dem 31. August statt, was für einen Ablauf wie geplant hoffen lässt. Nach alter Tradition werden dazu mehrere auswärtige, aber auch Berliner Orchester für Konzerte in die Philharmonie eingeladen. „Programmvorschau,
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Meine Lieblingsoper, Teil 1: "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss

Tatsächlich werde ich auch heute noch dann und wann bei einer Rosenkavalier-Aufführung  wehmütig, allerdings weniger, weil mich die Sängerinnen so stark anrühren, sondern weil ich den goldenen Jahren nachtrauere, in denen Aufführungen dieses Stückes Dimensionen erreichten, von denen man sich wohl auf absehbare Zeit verabschieden muss.

Elisabeth Schwarzkopf als Marschallin, Foto: L. Fayer (c)

von Kirsten Liese

Der Rosenkavalier ist eines meiner Lieblingswerke. Eine Strichliste habe ich zwar nicht geführt, ihn aber so oft gesehen wie keine andere Oper.

Meine besondere Beschäftigung mit dem Stück begann, als ich –  inspiriert von Elisabeth Schwarzkopf, die ich damals schon sehr verehrte – meine wissenschaftliche Examensarbeit schrieb. Mein Thema war Strauss‘ Musik im Hinblick auf die in der Partitur enthaltenen Stilkopien von Mozart und Johann Strauß. Wiewohl ich gerade erst Ende 20 war, identifizierte ich mich damals schon stark mit der wunderbaren Figur der Marschallin, wenngleich ich  ahnen musste,  dass mich die Gedanken dieser Marie-Thérèse noch weitaus stärker einholen würden, wenn ich selbst in ein vergleichbares Alter kommen würde. Nun, vielleicht nicht unbedingt schon mit 38, zumal wir ja alle immer älter werden,  aber ab Anfang 50, wenn man häufiger die Haare färben muss, die Falten im Gesicht zunehmen und man nicht mehr so gerne in den Spiegel schaut. Kurzum, den genialen „Zeit“-Monolog, das Räsonieren über das Altern und die Vergänglichkeit, kann ich inzwischen noch stärker nachempfinden. „Meine Lieblingsoper, Teil 1: „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss “ weiterlesen

Die SONNTAG-PRESSE – 5. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Bayreuther Festpielhaus, Andreas Schmidt (c)
Foto: (c) Andreas Schmidt

Bühnen ohne Publikum: Was sonst noch fehlt
Userkommentare und Händeklatsch-Emojis sind kein Ersatz für ein Live-Erlebnis. Denn außer der Kunst fehlt noch etwas anderes: Buhrufe zum Beispiel. Oder Gelächter.
Sueddeutsche Zeitung

Freie Gruppen streamen Oper – aber nicht ohne Hindernisse
Auch wenn alle Mitwirkenden einverstanden sind, heißt das nicht, dass eine Opern-Aufnahme online gehen darf. Manchmal schießt die Technik quer. Manchmal blockieren große Verlage die gute Sache.
Die Presse

Nachtleben 1945: Vom Kino in den Keller
Davon geht die Welt nicht unter“, sang Zarah Leander. Doch als die letzte deutsche Filmproduktion fertig war, gab es kaum noch Kinos. Nach Kriegsende leben Kulturhunger und Vergnügungsdurst erstaunlich schnell wieder auf.
BR-de

Bayreuth
Bewegte Geschichte: Bayreuther Festspiele entfallen in Corona-Krise nicht zum ersten Mal
Zum ersten Mal seit fast 70 Jahren fällt in Bayreuth der Festspielsommer aus. Wegen der Coronavirus-Krise ist das weltberühmte Festival 2020 abgesagt. Zwangspausen hatte es in der 144-jährigen Geschichte der Festspiele allerdings mehrfach gegeben.
Sonntagsblatt.de

New York
Die neun Beethoven-Sinfonien unter Leitung von John Eliot Gardiner
https://www.wsws.org/de/articles/2020/04/04/beet-a04.html

Kultur trotz Corona: Was Veranstalter in Baden-Württemberg jetzt virtuell bieten
Warum nicht mal eine Oper als Streaming erleben oder eine Museumsführung als Youtube-Film? Kulturbetriebe im Südwesten lassen sich in der Coronakrise einiges einfallen, um das Publikum bei Laune zu halten.
https://www.aktiv-online.de/ratgeber/kultur-trotz-corona-was-veranstalter „Die SONNTAG-PRESSE – 5. APRIL 2020“ weiterlesen

Rachmaninoff, mon Amour – Teil 3

Der in Hamburg lebende Journalist und Publizist Harald N. Stazol liebt klassische Musik, Oper und Ballett. Besonders schätzt er die Musik des russischen Komponisten Sergei Wassiljewitsch Rachmaninoff (* 20. Märzjul./ 1. April 1873greg. auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; † 28. März 1943 in Beverly Hills, Kalifornien, USA). Dies ist der dritte Teil einer sechsteiligen Serie über den Ausnahmemusiker. 

Foto: Quelle: wikipedia.de (c)

von Harald N. Stazol

„Sei vorsichtig mit Skrjabin“, sagt Henning, mein gertenschlanker Musikwissenschaftler, „ab der fünften Sonate wird es schwierig.“ Was geschieht? Wie so oft, wenn ich klassische Musik höre, schlafe ich ein. Plötzlich habe ich Alpträume. Skrjabins sechste Sonate. Wenn man bei Rachmaninoffs Zweiter einschläft, dann ist man im tranceartigen Wachtraum, wenn sich flächig wie die Tundra der gesamt zweite Satz ausbreitet, dahingeschwemmt von Streichern, die Lage um Lage Melodien heraufbeschwören, einer Traumsequenz gleich, immer vorangetrieben, aber sanft gelegt wie Schieferscheiben in schwarzem Glanze. „Rachmaninoff, mon Amour – Teil 3
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DIE PRESSESCHAU, 4. April 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 4. APRIL 2020
Festspielhaus Bayreuth. Foto: © Andreas Schmidt

Bayreuth/ Erl.etc.
Opernproben brauchen Nähe
Die Bayreuther Festspiele sind abgesagt. Pietari Inkinen hätte den neuen „Ring des Nibelungen“ dirigieren sollen, doch er hält diese Entscheidung für verantwortungsvoll.
Frankfurter Allgemeine

Opern in der Zwangspause: Diese Hilfen gibt es für Betroffene
Die Corona-Krise zwingt Opernhäuser zu einer Zwangspause. Für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Musiktheaterbranche wurde nun ein Hilfsfonds eingerichtet. Immerhin läuft der Opernbetrieb neben den festen Ensembles zu einem großen Teil etwa mit freischaffenden Musikerinnen und Musikern, die für die jeweilige Produktion engagiert werden. Auch an sie richtet sich jetzt die Sängerhilfe. Hinter der Unterstützungsinitiative stehen die Fachzeitschrift „Oper!“ und die Manfred Strohscheer Stiftung.
https://www.mdr.de/kultur/corona-saengerhilfe-oper-musiktheater-100.html

Klosterneuburg
Kulturveranstalter zwischen Hoffnung und Bangen
Oper Klosterneuburg und Sommertheater sind zuversichtlich, ihre Produktionen über die Bühnen bringen zu können.
Niederösterreichische Nachrichten

Berliner Kulturleben nach Corona Opernhäuser präsentieren Spielpläne
Stiften Vorfreude: Die Lindenoper und das Musikfest Berlin geben ihre Pläne für die Zeit bekannt, wenn die Bühnen wieder offen sind
Tagesspiegel

Tim Theo Tinn (TTT) erörtert: ES GEHT WAS UM DIE WELT!
Wir wissen, dass es Dinge gibt, die wir nicht wissen! Es geht was um die Welt!
Verändert sich nicht nur der Theater-Background durch eine Seuche, wirtschaftliche Beschränkungen und neue Medien?
https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-ttt-eroertert-wir-wissen-dass-es-dinge

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks stellt neue Saison vor
Ein Programm im Sinne des verstorbenen Mariss Jansons
BR-Klassik

Deutschlandfunk Kultur kann heute nicht live aus Darmstadt senden.
Daher haben wir für Sie das Programm geändert. „Lohengrin“ in Traumbesetzung
DeutschlandfunkKultur

Salzburg
Seit vier fünf Tagen fühlen wir uns wieder topfit
Frank Stadler, Konzertmeister des Mozarteumorchesters, Primgeiger des Stadler Quartetts, gefragter Solist und Widmungsträger von Violinwerken namhafter zeitgenössischer Komponisten, hat sie hinter sich, die Corona-Infektion. Er und seine Lebensgefährtin, Mirga Gražinytė-Tyla, Chefdirigentin des City of Birmingham Symphony Orchestra, haben das Virus im Februar aus Madrid mitgebracht.
http://www.drehpunktkultur.at/index.php/im-portraet/14057-seit-vier-fuenf-tagen

Hauters Hauspost 3: Erweckung – wie ich die Welt der klassischen Musik entdeckte
Da setzte Musik ein. Musik, wie ich sie noch nie gehört hatte. Eine Flöte erhob sich aus dem schummrigen Dunkel mühelos singend wie ein Vogel in die Luft und mein Herz folgte ihr. Eine Geige eiferte ihr hinterher, und mit ihr flogen alle meinen Gefühle in den Orbit. Die Orgel setzte mit ein und wob ein warmes Wohlgefühl um mich. Mein ganzer Körper wurde von einem wogenden Glücksstrom erfasst. So etwas hatte ich noch nie gehört, noch nie erlebt. Es war als hätte sich mir die ganze Schönheit des Universums auf einmal offenbart, in reinster Klarheit und schöpferischer Harmonie.
Barbara Hauter berichtet jeden zweiten Donnerstag aus München.
Klassik-begeistert „Die SAMSTAG-PRESSE – 4. APRIL 2020“ weiterlesen

Die FREITAG-PRESSE – 3. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 3. APRIL 2020

Foto: Valentina Nafornita, (c) wikipedia

Valentina Nafornita
„Wenn ich meine Augen schließe, höre ich Vögel singen, Menschen jubeln und lachen – ziemlich optimistisch, nicht wahr?“…
Fast ein Jahrzehnt nach dem aufsehenerregenden Gewinn des „BBC Cardiff Singer of the World“-Wettbewerbs veröffentlichte die Sopranistin Valentina Nafornița Anfang dieses Jahres ihr Debütalbum „Romance“. klassik-begeistert.at hatte kurz vor dem vollen Ausbruch der Corona-Krise Gelegenheit über ihr Erstlingswerk und die damit einhergehende tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat Moldawien zu sprechen. Wie die Sängerin zu Mozart, Romantik oder Tonstudioaufnahmen steht, lesen Sie bitte in diesem Exklusiv-Interview von Antonia Tremmel-Scheinost.
Klassik-begeistert

Täglich stirbt ein Festival an Corona
Die Bayreuther Festspiele 2020 sind abgesagt. Und der neue „Ring“ ist auf 2022 verschoben. Das hat viele systemimmanente wie pandemiebedingte Gründe. Werden sich Salzburg und Luzern halten lassen? Und ist das überhaupt sinnvoll?
Die Welt.de

Oper Gars-Intendant Wildner: „Geben lange nicht auf“
Niederösterreichische Nachrichten

Warum sagt Bayreuth jetzt schon ab? Bezahlartikel
Der Österreicher Valentin Schwarz hätte heuer einen neuen „Ring des Nibelungen“ bei den Wagner-Festspielen herausgebracht. Sein Projekt kann nun vermutlich erst übernächstes Jahr realisiert werden.
Die Presse

München
Bayerische Staatsoper verschiebt Opernprojekt von Marina Abramovic – Opernfestspiele weiterhin geplant
Neue Musikzeitung/nmz.de

Callas-Oper: „Es bleibt ein unerklärlicher Rest“
https://www.sueddeutsche.de/kultur/callas-oper-es-bleibt-ein

Polizei kontrolliert Training von Münchens Opernballett
Die Welt.de

Berlin
Die Beethoven-Autographe in der Berliner Staatsbibliothek „Diesen Kuß der ganzen Welt!“
DeutschlandfunkKultur

Stuttgart
Opernsanierung in Stuttgart: Beschluss wegen Coronakrise vertagt
Stuttgarter Nachrichten

Bayreuth
Die häufigsten Fragen zur Absage auf dem grünen Hügel
BR-Klassik

10 Fragen an den Bass-Bariton Carsten Wittmoser
Carsten Wittmoser: Vor einem Jahr habe ich mich auf ein Opern-Air-Konzert vor 20.000 Menschen in Mexico City vorbereitet. Da haben wir zusammen mit dem Orquesta Filarmónica de la Ciudad Verdis Requiem aufgeführt. Das ist eine Aktion, bei der wir Menschen, die sich sonst kein Ticket für eine Klassikaufführung leisten können oder einfach noch nie Klassik gehört haben, Zugang zu solchen monumentalen Werken bieten. Im Jahr davor haben wir Beethovens 9. auf dem Zócalo in Mexico City gegeben, auch vor ungefähr 20.000 Zuhörern. Väter haben ihre Kinder auf die Schulter genommen und die Menschen haben uns Gracias zugerufen. Das war sehr bewegend für mich. Ich kam mir vor wie ein Missionar der klassischen Musik. Heute bin ich mit meiner Familie zusammen zu Hause, in Querétaro, nördlich von México City, und aufgrund der Coronasituation verlassen wir das Haus auch so wenig wie möglich. Eigentlich wollten wir Ende April wieder Beethovens 9. aufführen…
Barbara Hauter telefonierte für klassik-begeistert mit dem in Mexiko lebenden Bass-Bariton.
Klassik-begeistert

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Rudolf Buchbinder reist durch den Beethoven-Kosmos

Foto: © Marco Borggreve

Buchbesprechung:

Rudolf Buchbinder: Der letzte Walzer. 33 Geschichten über Beethoven, Diabelli und das Klavierspielen (Amalthea)

von Herbert Hiess

Wer Rudolf Buchbinder ist, braucht man eigentlich niemandem erklären. Der sich im 74. Lebensjahr befindende  Starpianist ist in Kulturkreisen weltweit ein Begriff und vor allem in Sachen Beethoven eine Kapazität, an der man nicht vorbeigehen kann und darf.

Und gerade die 1823 fertiggestellten „Diabelli“-Variationen sind ein Werk, das der Pianist als „Magnum Opus“ bezeichnet. „Dieses Werk ist sozusagen eine Zusammenfassung des ganzen Musikschaffens Beethovens“, sagte Rudolf Buchbinder im Telefongespräch mit klassik-begeistert.de. Anton Diabelli, dessen Vater noch Demon hieß, italienisierte seinen teuflischen Namen passend auf Diabelli. Offenbar war es schon um 1820 ein Phänomen, dass sich exotisch klingende Namen besser verkaufen ließen, als konventionelle Alltagsnamen. „Rudolf Buchbinder: Der letzte Walzer. 33 Geschichten über Beethoven, Diabelli und das Klavierspielen,
Buchbesprechung“
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