DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburg
Entscheidung in Salzburg? Peter de Caluwe soll Intendant der Festspiele werden
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,02 Minuten)
deutschlandfunk.de

Salzburg habet Papam?
Die Salzburger Festspiele stehen offenbar vor einer überraschenden Entscheidung: Peter de Caluwe soll neuer Intendant und damit Nachfolger von Markus Hinterhäuser werden. BackstageClassical hatte das bereits im letzten Newsletter spekuliert, nun bringen es auch die »Salzburger Nachrichten«. Demnach sind Barrie Kosky und Sophie de Lint in der Nachfolge von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen wohl aus dem Rennen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang allerdings noch aus. Damit würde das Auswahlverfahren eine neue Wendung nehemen, in dem lange Barrie Kosky als Favorit galt. Nun scheint sich das Blatt gedreht zu haben. De Caluwe war von 2007 bis 2025 Intendant des Brüsseler Opernhauses La Monnaie/De Munt. Sollte sich die Nachricht bestätigen, würde er die Salzburger Festspiele am 1. Oktober 2027 übernehmen. Bis dahin führt Karin Bergmann das Festival interimistisch.
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Daniels Anti-Klassiker 32: Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 4 (1874 – 1880)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Essenz einer Reihe über überbewertete Klassiker ist es, dass auch ab und an wahre Meisterwerke ihr Fett wegkriegen müssen. Egal, ob die Gründe banal sind, ob sich Fehler, Schwächen oder Probleme direkt in der Komposition zeigen oder ob die Aufführungspraxis zu wünschen übriglässt. Nur wenn man darüber spricht, besteht auch die Chance auf Veränderung und hoffentlich Besserung. Und so kommt es, dass nun auch Bruckners vierte Sinfonie in dieser Reihe erscheinen muss – eine Sinfonie, die unter Bruckner-Kennern als die beliebteste zählt.
„Daniels Anti-Klassiker 32: Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 4
klassik-begeistert.de, 17. September 2026“
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Musikfest Berlin: „Für wen die Glocke schlägt“

RSB – Saisoneröffnung, Leitung Vladimir Jurowski © Phil Dera

Vladimir Jurowski setzt einmal mehr auf selten gespieltes Repertoire. Und das Musikfest-Publikum erscheint. Uns schlagen zwei erhellende Stunden in drei Werken, in denen Glocken eine zentrale Bedeutung haben.  

Philharmonie Berlin, 13. September 2026

Galina Cheplakova, Sopran
Anton Rositskii, Tenor
Alexey Markov, Bariton (für Vladislav Sulimsky)

Rundfunkchor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Vladimir Jurowski, Dirigent

Edison Denissow (1929-1996) – Peinture für großes Orchester
Anatol Vieru (1926-1998) – Sinfonie Nr. 2

Sergei Rachmaninow (1873-1943) – „Die Glocken“ – Sinfonisches Poem für Sopran, Tenor, Bariton, Chor und Orchester. Text von Konstantin Balmont nach dem gleichnamigen Gedicht von Edgar Allan Poe

von Brian Cooper

In Zeiten, da Programmhefte zunehmend abgeschafft werden, ist ein solches Gratisheft wie an diesem Abend – informativ, wunderschön gestaltet, gut zu lesen – eine regelrechte Wohltat und überaus willkommen.

„Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski, Denissow und Vieru
Philharmonie Berlin, 13. September 2026“
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Eine kritische Würdigung Karajans in kompakter Form

Buchbesprechung

Innerhalb weniger Monate sind zwei doch sehr unterschiedliche biographische Publikationen über den Dirigenten Herbert von Karajan erschienen.

Wolfgang Rathert

Herbert von Karajan
Macht-Ohnmacht-Vermächtnis

et+k

 von Peter Sommeregger

„Wolfgang Rathert, Herbert von Karajan – Macht-Ohnmacht-Vermächtnis
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Der philharmonische Lieblingsdirigent begeistert das Wiener Publikum

Foto: Sokhiev Tugan (c) Patrice Nin

Saisoneröffnungskonzert +++ Musikverein Wien +++ 13. September 2026

Musikverein Wien, 13. September 2026

Die Wiener Philharmoniker sind jetzt eifrigst unterwegs; Konzerte in Wien, Grafenegg und wieder traditionsgemäß in Luzern. Tugan Sokhiev, der derzeitige Lieblingsdirigent der Philharmoniker, beweist wiederum, dass er der völlig richtige Mann als Favorit ist. Das Konzert war phänomenal – wenngleich mit minimalen Abstrichen.

Ludwig van Beethoven:  Leonoren Ouvertüre Nr. 3 op. 72
Wolfgang Amadeus Mozart:  Symphonie g-moll KV 183

Sergej Prokofjew:  Suite aus der Ballettmusik „Romeo und Julia“, op. 64, zusammengestellt von Tugan Sokhiev

Wiener Philharmoniker
Tugan Sokhiev, Dirigent

von Herbert Hiess „Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev, Saisoneröffnungskonzert
Musikverein Wien, 13. September 2026 “
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Daniels Anti-Klassiker 31: Erik Satie – 3 Gymnopédies (1888 - 1895)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Einfachheit und Eingängigkeit sind zwei der wesentlichen Prinzipien, die Musik idealerweise erfüllt, um in Erinnerung zu bleiben. Doch wie bei einem guten Küchengericht kommt es auch bei Musik auf die ausgewogene Balance aller Zutaten an. Nun wenden wir uns einmal der Vorstellung zu, Einfachheit und Eingängigkeit würden als die beiden einzigen Prinzipien überdauern, Virtuosität, Instrumentation und Inhalt würden über Bord geworfen und anstatt eines dramaturgischen Verlaufs soll die Musik in den Hintergrund gerückt werden. So, als wolle man eine Suppe anrichten, die nur aus Wasser und Salz besteht. Was käme dabei wohl heraus? Um diese Frage zu beantworten, bietet sich ein Blick auf die Gymnopédies von Erik Satie an. „Daniels Anti-Klassiker 31: Erik Satie – 3 Gymnopédies
klassik-begeistert.de, 16. September 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2026

Teatro alla Scala (Foto Patrik Klein)

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2026

Mailand
Klein beleuchtet kurz 76: Der Liebestrank im Teatro alla Scala macht richtig Laune
Eine neue Scala Produktion von Donizettis L’elisir d’amore verabschiedet sich von der traditionellen Produktion eines Franco Zeffirelli und setzt statt auf prunkvoll ausgestatteter historischer Bauernkomödie auf eine junge, frische, gefühlsbetonte und  farbenfrohe Inszenierung, bei der die Scala ihre eigene Akademie und die nächste Generation von Künstlern in den Mittelpunkt stellt.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

Lübeck/Musik- und Kongresshalle
Schubert satt!
Michael Schade, Tenor, Stefan Vladar, Dirigent, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Wenn wohlbekannte Klassiker in unerwarteter Frische erklingen, dann liegt das in Lübeck meist daran, dass Stefan Vladar auf dem Dirigentenpodest steht. Die Symphoniekonzert-Saisoneröffnung am 13. September 2026 in der Lübecker „MuK“ in jedem Falle brachte zwei Schubert-Symphonien in rasantem Tempo und einen renommierten Tenor mit kaum bekannten Arien des Wieners.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik.begeistert.de

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Nabucco meets Star Wars in Verona

CD/Blu-ray Besprechung:

Giuseppe Verdi
Nabucco

Arena di Verona 2025

C Major, 773 504

von Dirk Schauß

Ein Stuhl, ein Gerüst, ein paar hundert Leuchtröhren und gänzlich unfallfrei gestapelte Laserstrahlen – wer die Arena di Verona betritt, erwartet traditionell echte Pferde, verstaubte Pappmaché-Obelisken und mindestens zweitausend Statisten mit Pappmaché-Säbeln.

„Giuseppe Verdi, Nabucco, Arena di Verona 2025
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Herbert Blomstedt fasziniert mit Bruckners Neunter – Konzert und Proben

Ein Mann von gut achtzig Jahren tritt an das Pult im Münchner Gasteig. Er faltet die Hände nicht zum Gebet, sondern hebt die Arme zur denkbar schwersten Aufgabe des romantischen Repertoires – und sogleich wirkt jene gern beschworene Schicksalsangst vor der Neunten Symphonie wie eine Erfindung melancholischer Musikhistoriker.

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 9, Aufführung und Proben

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Herbert Blomstedt, musikalische Leitung

BR-Klassik, 900 235

von Dirk Schauß

„Anton Bruckner, Sinfonie Nr. 9, Herbert Blomstedt, Aufführung und Proben
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Bläserfanfaren und Tänze begeistern in farbiger Pracht

CD-Besprechung:

Man muss die Musiker von Concerto Scirocco ein Stück weit beneiden. Während sich andere Ensembles oft noch durch die Lehrbücher des Kontrapunkts arbeiten, genügte im Spanien des 16. Jahrhunderts ein klares Akkordschema, eine Prise pragmatischer Erfindungsgabe und der Mut zur Verzierung. Genau diesem Prinzip – den Folías – widmet sich die neue CD des Schweizer Ensembles unter der Leitung der Blockflötistin Giulia Genini. Das Ergebnis ist erfrischend unakademisch und von einer unmittelbaren Spielfreude geprägt.

Legacies of the Spanish Golden Age
Folías y Glosas

Concerto Scirocco

Giulia Genini, musikalische Leitung

Arcana, A599

von Dirk Schauß

„Folías y Glosas, Concerto Scirocco, Giulia Genini
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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