Authentischer kann man Mahler nicht aufführen!

Philipp von Steinaecker und Mahler Academy Orchestra © Andreas Ströbl

Wie hat Mahlers 9. Symphonie bei der Uraufführung geklungen? Und ist sie wirklich ein Abschiedswerk voller Todessehnsucht, wie sie Mahler oft unterstellt wird? Antworten auf diese zentralen Fragen gab ein phantastisches Konzert mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker am 18. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie.

Elbphilharmonie, Hamburg, 18. September 2026 

Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9

Mahler Academy Orchestra
Philipp von Steinaecker, Dirigent

von Dr. Andreas Ströbl

„Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9
Elbphilharmonie, 18. September 2026“
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Marie Jacquots Antritt in Köln beginnt als Ode der Feinsinnigkeit

WDR-Antrittskonzert Jacquot, Philharmonie © Taimas Ahangari

Mit großen musikalischen Gesten stellt sich die neue Chefin des WDR Sinfonieorchesters Marie Jacquot vor

Kölner Philharmonie, 18. September 2026

WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot, Dirigentin

Yulianna Avdeeva, Klavier

Richard Wagner – Vorspiel zum 1. Akt aus: Lohengrin WWV 75, Romantische Oper in drei Akten. Libretto vom Komponisten (1850)

Frédéric Chopin – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21 (1829/1830)

Augusta Holmès – Andromède – Sinfonische Dichtung (1900)

Alexander Skrjabin – Poème de l’extase op. 54 für großes Orchester (1908)

Zugabe:

Frédéric Chopin – Grande Valse As-Dur op. 42 (1835)

von Daniel Janz

„WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Dirigentin, Yulianna Avdeeva, Klavier
Kölner Philharmonie, 18. September 2026“
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Zwischen den Sätzen 3:  Zum Teufel mit der Longevity

Don Giovanni, Wolfgang Amadeus Mozart – Hamburgische Staatsoper © Brinkhoff Mögenburg

Philosophisch betrachtet ist Longevity Unsterblichkeit für Anfänger. Weil uns dieser Trend die Illusion der Unendlichkeit spüren lässt. Longevity-Influencer vermitteln den Eindruck, dass der Tod heutzutage keine metaphysische Gewissheit ist, sondern ein technischer Defekt. Sie müssen nur dieses oder jenes Supplement kaufen, dann können Sie dem Tod so manches Schnippchen schlagen.

Hamburgische Staatsoper   19. September 2026

Wolfgang Amadeus Mozart   Don Giovanni

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper

Omer Meir Wellber   Dirigent
Jan Bosse   Inszenierung

Von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 3: Zum Teufel mit der Longevity
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Stefano Poda inszeniert Verdis „Macbeth“ in Lüttich als Gesamtkunstwerk

Ewa Płonka, Luca Micheletti  © J. Berger / ORW-Liège

Oper als Gesamtkunstwerk, das Musik, Schauspiel, Bühnen- und Kostümkreationen und auch Tanz umfasst. Dies ist das Ziel des Regisseurs Stefano Poda. Und das Mindeste was man sagen kann über die Aufführung der Oper „Macbeth“ zur Saisoneröffnung 2026/2027 in Lüttich ist, dass es hier total gelungen ist. Stefano Poda zeichnet verantwortlich für Regie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtregie und Choreografie, Generalmusikdirektor Giampaolo Bisanti für die musikalische Leitung. Das mordende Königspaar wird von Luca Micheletti und Ewa Płonka überzeugend gesungen und dargestellt.

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026

Giuseppe Verdi (1813-1901)
MACBETH
Oper in vier Akten (Libretto von Francesco Maria Piave)

Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti

Inszenierung, Bühnenbild,
Kostüme, Licht & Choreografie:        Stefano Poda

von Jean-Nico Schambourg

„Giuseppe Verdi (1813-1901), Macbeth, Stefano Poda
Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2026

Daniel Barenboim © Monika Ritterhaus

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DIE SONNTAG-PRESSE – 20. September 2026

Dortmund
Barenboim erlitt Schwächeanfall: Dortmund-Auftritt abgesagt
Dem international gefeierten Dirigenten Daniel Barenboim fehlt Stunden vor einem geplanten Auftritt in Dortmund die Kraft. Er hatte noch kurz zuvor mit einem ganz besonderen Orchester geprobt.
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Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“ (1810)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Wer kennt es nicht? Im Konzertrepertoire gibt es eine Reihe von Stücken, die angeblich jedem gefallen und die scheinbar auch jeder hören will. Leidgeplagte Musiker und Solisten kennen sicherlich diesen Wunsch, nach ihren aufwändigen, einfühlsamen und herausragenden Meisterwerken doch bitte auch noch einmal „das Eine“ aufzuführen. Und allzu oft ist mit diesem „Einen“ einer jener Klischee-„Klassiker“ gemeint, die bereits jeder – egal ob Musiker oder Zuhörer – auswendig kennt. Solch ein Fall von „das Eine“ haben wir auch beim Opus 59 von Beethoven, besser bekannt als „für Elise“.
„Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“
klassik-begeistert.de, 20. September 2026“
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Patrick Hahn sorgt für frischen Wind

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, den Kosmos von Johann Strauss Sohn in- und auswendig zu kennen, wird bei der Lektüre gängiger Konzertprogramme meist enttäuscht. Dort regieren mit sturer Verlässlichkeit die üblichen Schlachtrösser, vom Donauwalzer bis zum Radetzky-Marsch, garniert mit dem ewig gleichen Schlagobers aus Wiener Gemütlichkeit. Das Label BR-Klassik geht auf einer neuen Studioeinspielung mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Patrick Hahn erfreulicherweise einen anderen, klügeren Weg.

Johann Strauss
Perpetuum Mobile

Münchner Rundfunkorchester
Patrick Hahn, musikalische Leitung

BR-Klassik, 900353

von Dirk Schauß

„Johann Strauss, Perpetuum Mobile, Patrick Hahn, musikalische Leitung
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“ (1871)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Erlangen Komponisten (zu) viel Berühmtheit, gehen ihnen schon mal die Pferde durch. Manches Mal verlieren sie das Gespür für Grenzen, gehen in Wahn über, sich alles erlauben zu können oder fordern sogar Spezialanfertigungen und -instrumente für ihre Musik. Aus solchem Übermut ist auch das ein oder andere Gute entstanden – man erinnere sich nur an die Wagnertuba. Viel zu oft aber endet solcher Narzissmus im Kuriosen, in Absurdität oder in Unikaten. Eines jener Unikate muss man dann auch dem berühmten italienischen Opernkomponisten Giuseppe Verdi unterstellen. Die Rede ist von seiner Oper Aida, die er mit einem instrumentalen Kniff versah, der bestenfalls als „Gag“ herhalten kann.
„Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Anna Lapwood © Andy Paradise

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DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Köln
Orgelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph
Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Köln
Glühbirnen, Geschirr, Tische – Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung der Oper
In schwindelnder Höhe stehen die Fachleute auf einer Leiter und sorgen dafür, dass das Opernfoyer rechtzeitig vor dem Tag der offenen Tür noch mehr Glanz bekommt. In die Muranoglas-Leuchter, die auch von außen durch die großen Fenster zu sehen sind, werden neue Birnen eingeschraubt. „Bisher hatten wir, um zu sehen, ob die Technik funktioniert, einfache Birnen benutzt. Und die waren teilweise lange in Betrieb. Nun sind es die neuesten LED‑Leuchten. Die bringen das Glas nochmal richtig zum Leuchten“, sagt Architekt Remigiusz Otrzonsek, der verantwortlich für die Sanierung der Kölner Bühnen ist.
KoelnerStadtanzeiger.de

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Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“ (1888)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Scheherazade – frei nach dem Märchen von Tausendundeiner Nacht – ist eine der populärsten, wenn nicht sogar die populärste Komposition von Rimski Korsakow. Nicht nur der Stoff der Erzählung selbst berauscht. Die Musik gilt als Meisterwerk der Instrumentation, als eine herausragend in Töne gegossene Erzählung. Nicht selten wird sie sogar als die beste Komposition des russischen Komponisten bezeichnet. Und doch – trotz dieses herausragenden Rufs gibt es da etwas, was an dieser Komposition herausfällt. Denn, wie sich zeigt, ist nicht alles Gold, was glänzt…

„Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“
klassik-begeistert.de, 18. September 2026“
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