Dresdner Festspielklänge mit Wehmut und Zuversicht

Dresdner Musikfestspiele, 16. / 17. Mai 2020

Foto: Semperoper Dresden, © Matthias Creutziger

von Pauline Lehmann

Ein Hauch des frühsommerlichen Dresdner Festspielfeelings weht an diesem Wochenende durch die Studios, Wohnzimmer und Küchen auf der ganzen Welt. Das Onlinefestival der Dresdner Musikfestspiele ist wie ein kurzer Blick hinter den Vorhang, es erinnert an vergangene Festspielmomente und birgt zugleich eine Vorfreude auf die kommende Saison – unter hoffentlich besseren Vorzeichen.

Kunst und Kultur brauchen ein Podium, sie atmen durch gemeinsame Momente und Erlebnisse. Abgesehen von den finanziellen und existenziellen Nöten der freischaffenden Künstler, ist eine lebendige Kulturszene auch für das menschliche Miteinander unentbehrlich. Kunst und Kultur sind ein Lebenselixier, eine kreative Quelle für das gesellschaftliche Zusammenleben und zugleich ein Spiegel für einen reflexiven Blick. „Dresdner Festspielklänge mit Wehmut und Zuversicht
Dresdner Musikfestspiele, 16./17. Mai 2020“
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Festspielmomente via Internet: Die Dresdner Musikfestspiele laden am 16. Mai 2020 zum 24 Stunden-Livestream-Festival ein

Foto: Oliver Killig

Dresdner Musikfestspiele 2020 im Livestream

von Pauline Lehmann

Unter dem Motto »Music Never Sleeps DMF« präsentieren der Intendant Jan Vogler und sein Team am Samstag, den 16. Mai 2020, ab 18 Uhr (MEZ) ein Onlinefestival mit namhaften Künstlern und Ensembles aus aller Welt. Diese 24 Stunden sind ein kleines Trostpflaster für die 43. Festspielsaison und darüber hinaus vor allem ein wichtiger Beitrag für das Fortbestehen von Kunst, Kultur und Musikleben.

Mit dem Livestream-Marathon möchten die Dresdner Musikfestspiele ihr Publikum über die sächsische Landeshauptstadt hinaus ansprechen und das Festspielflair im virtuellen Rahmen übermitteln. »Es ist gerade in Krisenzeiten enorm wichtig, dass wir an unser Publikum, unsere Künstler und Partner wie die Stadt Dresden, den Freistaat Sachsen sowie unsere Sponsoren denken und gemeinsam mit ihnen die Dresdner Musikfestspiele 2020 zumindest für 24 Stunden intensiv feiern«, so Jan Vogler. Einige Höhepunkte der diesjährigen Saison sollen im nächsten Jahr nachgeholt werden. „Dresdner Musikfestspiele 2020 im Livestream“ weiterlesen

Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker geben ein umjubeltes Gastspiel bei den Dresdner Musikfestspielen

Kulturpalast Dresden, 21. Februar 2020
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent
Foto: © Monika Rittershaus (c)

Igor Strawinsky, »Sinfonie in drei Sätzen«
Bernd Alois Zimmermann, »Alagoana« (Caprichos Brasileiros)
Sergej Rachmaninow, Sinfonische Tänze op. 45

von Pauline Lehmann

Hochkarätig, präzise und voller Emphase: Mit Werken von Igor Strawinsky, Bernd Alois Zimmermann und Sergej Rachmaninow heizen Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker den Dresdner Kulturpalast kräftig ein, und so lässt sich nach diesem überragenden Konzerterlebnis auf jeden Fall sagen, die neue künstlerische Liaison in Berlin ist ein Glücksfall und die Dresdner Musikfestspiele beweisen für ihre Palastkonzerte abermals ein gutes Händchen. „Kirill Petrenko, Berliner Philharmoniker, Dresdner Musikfestspiele,
Kulturpalast Dresden, 21. Februar 2020“
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Von der Vielfalt der Natur inspiriert: Ausblick auf die 43. Dresdner Musikfestspiele vom 12. Mai bis 12. Juni 2020

Dresdner Musikfestspiele 2020
Dresden, 8. Oktober 2019

von Pauline Lehmann

»Das größte Geheimnis der Natur ist ihre verblüffende Vielfalt, dieser Reichtum gehört auch den zukünftigen Generationen.« Unter dem Motto »Inspiration Natur« erforschen Festspielintendant Jan Vogler und sein Team in der kommenden Saison, wie die Natur seit jeher als Quelle künstlerisch-musikalischer Inspiration dient und verschreiben sich zugleich einem hoch aktuellen und brisanten Thema. Das Programm – bestehend aus 63 Konzerten – versteht sich dennoch als musikalisches Statement. „Dresdner Musikfestspiele 2020,
Dresden, 8. Oktober 2019“
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Erhaben und düster: Das Hagen Quartett beeindruckt bei den Dresdner Musikfestspielen

Foto: Hagen Quartett, © Harald Hoffmann
Dresden, Palais im Großen Garten, 28. Mai 2019

Hagen Quartett:
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello

Franz Schubert, Streichquartett Nr. 12 c-Moll D 703 »Quartettsatz«
Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 13 b-Moll op. 138
Ludwig van Beethoven, Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

von Pauline Lehmann

Inmitten des Großen Gartens in Dresden liegt das ehemalige Sommerpalais der Albertiner – erbaut in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts als Sachsens erster Barockbau nach italienischem Vorbild. Denkt man sich das Palais in barocker Pracht, wird man enttäuscht. Stattdessen mutet der einstige Festsaal abenteuerlich an. Während des Zweiten Weltkrieges ausgebrannt, ist er bis heute nur gesichert und unverputzt, allein zwei Bögen sind restauriert. Auch die Neonleuchten erzeugen nicht das erwartete Flair. In den hinteren Stuhlreihen – verborgen hinter Säulen – kommt man sich weit von den Interpreten entfernt vor. „Hagen Quartett,
Dresden, Palais im Großen Garten, 28. Mai 2019“
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Geigenvirtuose mit Visionen: Joshua Bell erhält den 16. »Glashütte Original MusikFestspielPreis« in Dresden

Foto: © Joshua Bell
Dresden, Frauenkirche, 27. Mai 2019
Camerata Salzburg
Andrew Manze, Dirigent
Joshua Bell, Violine

Jean Sibelius,»Rakastava« (»Der Liebende«) op. 14. Suite für Streichorchester, Pauken und Triangel
Antonín Dvořák,Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53
Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

von Pauline Lehmann

Nach der Mezzosopranistin Joyce DiDonato tritt in diesem Jahr der amerikanische Geigenvirtuose Joshua Bell in die Reihe der internationalen Preisträger in der sächsischen Hauptstadt. Während des Festkonzerts in der Dresdner Frauenkirche würdigen die Dresdner Musikfestspiele mit dem vom Uhrenunternehmen Glashütte Original gestifteten Preis Joshua Bells vielseitiges Engagement um Musikvermittlung und Nachwuchsförderung. „Camerata Salzburg, Andrew Manze, Joshua Bell,
Dresden, Frauenkirche, Dresdner Musikfestspiele, 27. Mai 2019“
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Barbara Hannigan verzaubert mit Strawinskys Barock-Oper bei den Dresdner Musikfestspielen

Foto: https://www.barbarahannigan.com
Kulturpalast Dresden
, 27. Mai 2019
Igor Strawinsky,  The Rake’s Progress

LUDWIG Orchestra, Capella Amsterdam
Barbara Hannigan, Dirigentin
Sofie Asplund, Ann Truelove
Marta Swiderska, Baba the Turk
Gyula Rab, Tom Rakewell
James Way, Sellem
Douglas Williams, Nick Shadow
Erik Rosenius, Truelove

von Peter Sommeregger

Was für eine erfrischende und amüsante Angelegenheit diese 1951 in Venedig uraufgeführte, musikalisch völlig anachronistische Oper ist, war an diesem Abend im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele wieder einmal festzustellen.

Inspiriert von einer Reihe von Stichen Hogarths entwickelte der Komponist die Idee, ein Werk im Stil der Zeit dieser Bilder zu schreiben. Entstanden ist eine Oper, die einige wahre Ohrwürmer enthält und erfreulicherweise in den letzten Jahren wieder verstärkt im internationalen Repertoire anzutreffen ist. Kein Wunder, verfügt sie doch über äußerst dankbare Rollen, eine überschaubare Orchesterbesetzung und eine Musik, die alles andere als atonal ist. „Igor Strawinsky,  The Rake’s Progress,
Kulturpalast Dresden, 27. Mai 2019“
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Dresden: Anne-Sophie Mutter und das Kammerorchester Wien-Berlin begeistern mit Mozart

Foto: Anne-Sophie Mutter  © Harald Hoffmann / DG
Kulturpalast Dresden,
26. Mai 2019
Anne-Sophie Mutter, Violine und Künstlerische Leitung Violinkonzerte
Kammerorchester Wien-Berlin
Rainer Honeck, Konzertmeister und Künstlerische Leitung 

von Pauline Lehmann

Bei den Dresdner Musikfestspielen gastieren Anne-Sophie Mutter und das Kammerorchester Wien-Berlin mit ihrem Mozart-Programm im Dresdner Kulturpalast. Nach den beiden Violinkonzerten Nr. 2 in D-Dur und Nr. 3 in G-Dur sowie dem sinfonischen Erstlingswerk in Es-Dur bildet das fünfte Violinkonzert in A-Dur mit der preschenden Alla turca im Finalsatz zugleich Höhepunkt und Abschluss der Matinee.

Es sind die gleichen Konzerte, mit denen Anne-Sophie Mutter vor über 40 Jahren ihre Weltkarriere begann. 1977 debütierte sie mit Mozarts Violinkonzert Nr. 3 bei den Pfingstfestspielen in Salzburg mit den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Ein Jahr später folgte die erste Aufnahme für die Deutsche Grammophon – ein Album mit Mozarts Violinkonzerten Nr. 3 und 5. „Anne-Sophie Mutter, Kammerorchester Wien-Berlin, Rainer Honeck, Kulturpalast Dresden, 26. Mai 2019“ weiterlesen

Musikalische Visionen und Bauhaus-Jubiläum: Ausblick auf die Dresdner Musikfestspiele 2019

Foto: pixabay (c)
Dresden
, 13. September 2019

von Pauline Lehmann

Unter dem Motto „Visionen“ laden die Dresdner Musikfestspiele vom 16. Mai bis 10. Juni 2019 zu einem facettenreichen Programm und feiern 100 Jahre Bauhaus.

„Was unserer Gesellschaft fehlt, sind Visionen! Kultur, Kunst, Musik können Vorreiter sein und einer Zeit ihren Weg zeigen.“ Intendant Jan Vogler möchte in einer Zeit, in der oftmals keine zukunftsweisenden Ideen und Gedanken zu erkennen sind und die von Ignoranz, Sturheit und Rechthaberei bestimmt ist, vermitteln. „Es ist nicht so sehr ein musikalisches, sondern ein gesellschaftliches Thema“, sagt Vogler. „Dresdner Musikfestspiele 2019, Programm,
Dresden“
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