Die DONNERSTAG-PRESSE – 25. JUNI 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 25. JUNI 2020


Foto: Grafenegg Wolkenturm, © Klaus Vyhnalek

Österreich
Ab September größere Kultur-Events möglich: Bis zu 10.000 Personen
Indoor sind bis zu 5.000, outdoor bis zu 10.000 Besucher möglich. Zugewiesene Sitzplätze bleiben aber Bedingung.
https://kurier.at/kultur/coronavirus-ab-september-groessere-kultur-events-moeglich-bis-zu-10000-personen/400949576

Kultur mit Corona: Popbranche kritisiert die Lockerungen ab Herbst
Indoor bis zu 5.000, outdoor bis zu 10.000 Besucher möglich. Barracuda Music und Arcadia Live sind nicht zufrieden
Der Standard

Österreich
Bundestheater-Chef Kircher: „Corona wischt alle Reserven weg“
Christian Kircher über Einnahmenverluste, Ausgleichszahlungen für Solisten und sein Bemühen, den Schwarzhandel zu unterbinden
Kurier

Berlin/ Staatsoper
Matthias Schulz: Das Publikum ist die große Unbekannte
Keine großen Opern mit Chor, dafür mehr Konzerte: Intendant Matthias Schulz legt einen alternativen Spielplan für die Staatsoper vor
Berliner Morgenpost

Ravenna
Hoffnungsvoller Auftakt: Grandseigneur Riccardo Muti eröffnet das 31. Ravenna Festival
Wer nichts wagt, der nichts gewinnt, heißt es. Wohl kaum einer könnte beispielhafter dafür stehen als Riccardo Muti, einer der letzten Grandseigneurs unter den Dirigenten einer allmählich dahin scheidenden Generation. Er hat seinen Kopf in künstlerischen Fragen stets unbeirrt durchgesetzt, zog das auch bisweilen einen Skandal nach sich, wenn er einer sinnentleerten Inszenierung wegen aus einer Opernproduktion ausstieg.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert

Frau Lange hört zu (16): Allegro con brio! Alles (k)eine Frage des Alters…
Die Münchnerin Gabi Lange schreibt jeden zweiten Dienstag und hört zu.
Die „gute alte Welt“ war nie gut. Glauben Sie mir. Ich habe Geschichte studiert. Mit heißem Bemühn. Doch wenn man vielen älteren Menschen – also Leuten meiner Altersgruppe – so zuhört, könnte man glauben: Seit dem Höhepunkt ihrer Geschmacksbildung, ihres Berufslebens sei nicht nur nichts Wesentliches nachgekommen, nein, es ginge tragisch bergab. Mit der Musik, der Sprache, mit allem. Wirklich? Schlag nach bei … Goethe …
„Das Leben gehört den Lebenden an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“
Johann Wolfgang von Goethe
Klassik-begeistert

Ladas Klassikwelt 37: „Heißes Herz und kühler Kopf“ – Christian Thielemanns Klassiker „Mein Leben mit Wagner“…
Ein heißes Herz und ein nüchterner Verstand sollten jeden Wagner- Dirigenten auszeichnen, so schreibt Christian Thielemann in seinem Buch „Mein Leben mit Wagner“, das er in Zusammenarbeit mit der Journalistin Christine Lemke-Matwey verfasst hat. Das Buch wurde im Jahr 2012 im C. H. Beck Verlag in München veröffentlicht, und im August 2015 erschien die englischsprachige Version davon in der Übersetzung von Antheia Bell ( Telegraph-Verlag).
Thielemann stellt klar, dass er kein Musikwissenschaftler, sondern Dirigent und somit ein Praktiker ist.
Klassik-begeistert

Oper in Dresden. Der Rest ist Anna
Sueddeutsche Zeitung

CD
Von wegen farbloser Otello
Der Salzburger CD-Händler Andreas Vogl präsentiert der Reihe Hörvergnügen den DrehPunktKultur Leserinnen und Lesern Lieblings-CDs aus allen Genres von der großen Oper zum intimen Lied.
Heute empfiehlt er: Jonas Kaufmann unter Antonio Pappano in einem sensiblen Rollenportrait
DrehpunktKultur

Der Kaufmann-Otello“: Das Brüten und Lieben des Siegers
Tiroler Tageszeitung „Die DONNERSTAG-PRESSE – 25. JUNI 2020“ weiterlesen

Hoffnungsvoller Auftakt: Grandseigneur Riccardo Muti eröffnet das 31. Ravenna Festival

Foto: Riccardo Muti © Marco Borrelli

von Kirsten Liese

Wer nichts wagt, der nichts gewinnt, heißt es. Wohl kaum einer könnte beispielhafter dafür stehen als Riccardo Muti, einer der letzten Grandseigneurs unter den Dirigenten einer allmählich dahin scheidenden Generation. Er hat seinen Kopf in künstlerischen Fragen stets unbeirrt durchgesetzt,  zog das auch bisweilen einen Skandal nach sich, wenn er einer sinnentleerten Inszenierung wegen aus einer Opernproduktion ausstieg.

Die Italiener wissen jedenfalls, was sie an ihrem Maestro haben, er ist ihr Leuchtturm, auch wenn er  jüngst bei einem Konzert mit den Wiener Philharmonikern vor zu viel Mundnasenschutz wegen Sauerstoffmangels warnte, den die meisten unter ihnen bereitwillig tragen. Wer, wenn nicht er, könnte diesem gebeutelten Land mit den vielen Corona-Toten wieder Kraft und Zuversicht geben?  „Riccardo Muti eröffnet das 31. Ravenna Festival
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Ladas Klassikwelt 37: „Heißes Herz und kühler Kopf“ – Christian Thielemanns Klassiker „Mein Leben mit Wagner“

von Jolanta Lada-Zielke

Foto: © Matthias Creutziger

Ein heißes Herz und ein nüchterner Verstand sollten jeden Wagner- Dirigenten auszeichnen, so schreibt Christian Thielemann in  seinem Buch „Mein Leben mit Wagner“, das er in Zusammenarbeit mit der Journalistin Christine Lemke-Matwey verfasst hat. Das Buch wurde im Jahr 2012 im C. H. Beck Verlag in München veröffentlicht, und im August 2015 erschien die englischsprachige Version davon in der Übersetzung von Antheia Bell ( Telegraph-Verlag). „Ladas Klassikwelt 37: „Heißes Herz und kühler Kopf“ – Christian Thielemanns Klassiker „Mein Leben mit Wagner“
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Die MITTWOCH-PRESSE – 24. JUNI 2020

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Die MITTWOCH-PRESSE – 24. JUNI 2020

ERHÄLTLICH IM ARCADIA-SHOP: RUSSISCHE POESIE von ALESIA SHAPOVALOVA .
Alesia Shapovalova ist die Gattin von Michael Güttler und eine Freundin von Anna Netrebko.
Foto: Balkon Anna Netrebko / Wien, 1. Gemeindebezirk, Franziskanerplatz – mit dem Buch Shapovalovas – Instagram (c)

Ravenna
Ricardo Muti beim Ravenna Festival: So erlebte Italien sein erstes Konzert seit dem Lockdown
Livemusik trotz Mindestabstand: Die Corona-Restriktionen machen den Auftritt für das 62-köpfige Orchester schwer. Doch am Ende lohnt es sich
Tagesspiegel

Jonas Kaufmanns „Otello“: Wüterich mit Herz
Verdis Werk ist der bekannte Blackfacing-Fall der Oper. Die neue Audio-Aufnahme umgeht das Problem und ist ein seltenes Glück.
Wiener Zeitung

Wien
Corona-Regeln, fehlende Touristen: Bundestheater vor unsicherem Herbst
Holding-Geschäftsführer Christian Kircher zur gefundenen Lösung für das Höhere-Gewalt-Problem und warum die Theater ab Herbst mehr Geld brauchen
Die Standard

Österreich
Corona und Kultur: 15 Millionen Euro extra für Bundesmuseen und Bundestheater
Kulturministerium erzielte mit dem Finanzministerium eine Einigung über erste Tranche für Liquiditätssicherung , weitere Mittel sind bis Jahresende vorgesehen.
Wiener Zeitung

Wien
Neue Oper Wien lockt mit Gespenstern, Königen und Science-Fiction
Mit einer Uraufführung sowie zwei Österreichischen Erstaufführungen lockt die Neue Oper Wien in ihrer neuen Saison. An der Spitze steht die Oper „Toteis“, die eigentlich im März in Bozen das Licht der Welt erblicken sollte. Doch die Koproduktion mit der Stiftung Haydn Bozen und den Vereinigten Bühnen Bozen musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Nun steigt die Uraufführung in Wien.
Wiener Zeitung

Deutschland
Monika Grütters zur Corona-Krise der Kultur „Ich verstehe die Verzweiflung“

Eine Milliarde für den „Neustart Kultur“: Ein Gespräch mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters über die Verteilung der Gelder und den Abstand im Theatersaal.
Tagesspiegel

Dresden
Anna Netrebko in Dresden: Giuseppe Verdis selbstlos dienende Diva
Anna Netrebko debütiert in Dresden ergreifend als Elisabetta an der Seite ihres Mannes in „Don Carlo“. Das handverlesene Publikum erlebte eine Sternstunde.
Frankfurter Allgemeine

Berlin
Sommereggers Klassikwelt 41: Metropol-Theater Berlin – ein Verwirrspiel
Wenn man in Berlin vom Metropol-Theater spricht, empfiehlt es sich immer, zu klären, ob man denn das gleiche Etablissement meint, wie der Gesprächspartner.
Am Anfang des Mythos Metropol stand in Berlin der 1892 errichtete Theaterbau aus der „Theaterfabrik“ Helmer und Fellner. Die beiden Wiener Architekten hatten sich in der Gründerzeit als führende Theaterarchitekten etabliert. Eine große Zahl von bis heute existierenden Spielstätten, die sich trotz kleiner baulicher Abweichungen ziemlich ähnlich sind, befinden sich bevorzugt in Städten der untergegangenen Donaumonarchie, aber auch in anderen europäischen Orten. Standort des Theaters in Berlin war die Behrenstr. 55-57, der luxuriös ausgestattete Bau mit einer reich verzierten Fassade verfügte auch über eine bis zur Straße Unter den Linden reichende, Lindengalerie genannte Passage. Bis 1898 trug er den Namen Theater Unter den Linden, nach Umbauarbeiten erhielt er schließlich den Namen Metropol-Theater. Bis zum ersten Weltkrieg zeigt das Haus hauptsächlich Revuen, in denen neben Tänzern auch Komiker und Soubretten auftreten. Nach dem Krieg entwickelt sich das Haus schnell zu einem der wichtigsten Operettentheater Deutschlands.
Peter Sommeregger bringt seine Klassikwelt jeden Mittwoch.
Klassik-begeistert

CD-Besprechung: Hermann Scherchens Beethoven – zeitlos modern
Neben einer kaum überschaubaren Zahl von Neuaufnahmen Beethoven’scher Werke werden im Jahr seines 250. Geburtstages aber erfreulicherweise auch bedeutende ältere Einspielungen neu aufgelegt.Eine editorische Meisterleistung stellt eindeutig die acht CDs umfassende Box mit fast allen erhaltenen Beethoven-Einspielungen Hermann Scherchens dar. Hier hat die Deutsche Grammophon nicht gespart, und die seinerzeit kontrovers aufgenommenen Westminster-Schallplatten sorgfältig digitalisiert.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert „Die MITTWOCH-PRESSE – 24. JUNI 2020“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 41: Metropol-Theater Berlin – ein Verwirrspiel

von Peter Sommegger

Wenn man in Berlin vom Metropol-Theater spricht, empfiehlt es sich immer, zu klären, ob man denn das gleiche Etablissement meint, wie der Gesprächspartner.

Am Anfang des Mythos Metropol stand in Berlin der 1892 errichtete Theaterbau aus der „Theaterfabrik“ Helmer und Fellner. Die beiden Wiener Architekten hatten sich in der Gründerzeit als führende Theaterarchitekten etabliert. Eine große Zahl von bis heute existierenden Spielstätten, die sich trotz kleiner baulicher Abweichungen ziemlich ähnlich sind, befinden sich bevorzugt in Städten der untergegangenen Donaumonarchie, aber auch in anderen europäischen Orten. Standort des Theaters in Berlin war die Behrenstr. 55-57, der luxuriös ausgestattete Bau mit einer reich verzierten Fassade verfügte auch über eine bis zur Straße Unter den Linden reichende, Lindengalerie genannte Passage. Bis 1898 trug er den Namen Theater Unter den Linden, nach Umbauarbeiten erhielt er schließlich den Namen Metropol-Theater. Bis zum ersten Weltkrieg zeigt das Haus hauptsächlich Revuen, in denen neben Tänzern auch Komiker und Soubretten auftreten. Nach dem Krieg entwickelt sich das Haus schnell zu einem der wichtigsten Operettentheater Deutschlands. „Sommereggers Klassikwelt 41: Metropol-Theater Berlin
klassik-begeistert.de“
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CD-Besprechung: Hermann Scherchens Beethoven – zeitlos modern

Ludwig van Beethoven
Symphonien 1-9
Ouvertüren
Hermann Scherchen

von Peter Sommeregger

Neben einer kaum überschaubaren Zahl von Neuaufnahmen Beethoven’scher Werke werden im Jahr seines 250. Geburtstages aber erfreulicherweise auch bedeutende ältere Einspielungen neu aufgelegt.

Eine editorische Meisterleistung stellt eindeutig die acht CDs umfassende Box mit fast allen erhaltenen Beethoven-Einspielungen Hermann Scherchens dar. Hier hat die Deutsche Grammophon nicht gespart, und die seinerzeit kontrovers aufgenommenen Westminster-Schallplatten sorgfältig digitalisiert. Neben den neun Symphonien, in den 1950er Jahren in Mono aufgenommen, und fast allen Ouvertüren Beethovens, inklusive „Wellingtons Sieg“ und der Großen Fuge in der Fassung für Streichorchester finden sich in der Box als Bonus auch Aufnahmen der 3. Und 6. Symphonie in Stereo.

Der 1891 in Berlin geborene Scherchen wurde gerne als „Enfant terrible“ der Klassik-Szene gehandelt, sicher war er kein einfacher Mensch. Ein längerer Probenmitschnitt von „Wellingtons Sieg“ zeigt ihn als einerseits humorvollen, andererseits aber auch kompromisslosen Musiker, der sehr dezidierte Vorstellungen von der Interpretation eines Werkes hat. Politisch stand Scherchen deutlich links, nach der Machtergreifung der Nazis verließ er Deutschland und lebte in der Schweiz. Noch in Deutschland hatte er die Zeitschrift Melos gegründet, später begründete er auch einen Musikverlag und war zeitlebens ein engagierter Vorkämpfer neuer Musik. „CD-Besprechung: Hermann Scherchen, Ludwig van Beethoven
klassik-begeistert.de“
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„KUDA, KUDA“: Wiener Ensemblemitglieder singen Ausschnitte aus Werken slawischer Komponisten

Wiener Staatsoper, 22. Juni 2020


Foto: Olga Bezsmertna. Foto: Michael Pöhn/ Wiener Staatsoper

von Karl Masek,

der sich von Eugen Roths „Ein Mensch…“- Gedichten
inspirieren ließ

 

Ein Mensch, der im Ensemble war

Im Haus am Ring, für neun, zehn  Jahr‘,

Als Säule, Stütze, galt er stets

Doch selten fragt‘ man ihn: Wie geht’s?

 

Ein Mensch, oft Comprimario ist,

Nur selten ein Protagonist.

Als Cover ist er stets bereit:

Kriegt Hauptroll‘ – nur von Zeit zu Zeit! „Slawische Kompositionen, Ensemblemitgleider,
Wiener Staatsoper, 22. Juni 2020“
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TROTZ KLEINSTER ORCHESTERBESETZUNG: GANZ GROSSE OPER MIT ANNA NETREBKOS ROLLENDEBÜT ALS ELISABETTA IN „DON CARLO"

Foto: Elena Maximova (Eboli), Anna Netrebko (Elisabetta) und Yusif Eyvazov (Don Carlo) am Ende eines gelungenen Abends. Foto: Semperoper/ Aufklang (c)

Semperoper Dresden, 21. Juni 2020

von Ingrid Gerk

Durch das Corona-Virus war auch die Semperoper gezwungen, ihre Pforten zu schließen und die mit viel Spannung erwartete Premiere von Giuseppe Verdis „Don Carlo“, einer Kooperation mit den Salzburger Festspielen, in der Inszenierung von Vera Nemirova, deren Premiere mit Anna Netrebkos Dresdner Rollendebüt als Elisabetta für Mai 2020 geplant war, auf die Spielzeit 2020/21 zu verschieben.

Ihr Rollendebüt gab die Netrebko aber dennoch schon jetzt. Nach dreimonatiger Spielpause wagte man an der Semperoper die Wiedereröffnung mit einer neuen Reihe, dem „Aufklang!“ – eine Reminiszenz an den alljährlichen „Auftakt!“ am Beginn einer neuen Spielzeit – und das gleich mit einem „Paukenschlag“. Nach ihrem Hausdebüt im Jahr 2016 kehrte die unermüdliche Anna Netrebko, die sich eine große Opernrolle nach der anderen erschließt, mit ihrem geplanten “Don-Carlo“-Debüt an das Haus zurück – wegen der geforderten geringen Platzkapazität und damit stark eingeschränkten Besucherzahlen an vier aufeinanderfolgenden Abenden (19.-22. Juni), was für manchen Opernfreund einen schmerzlichen Verzicht, für einige wenige aber ein außergewöhnliches Opernereignis bedeutete. „Anna Netrebko, Yusif Eyvazov, Elena Maximova, Giuseppe Verdi, Don Carlo,
Semperoper Dresden“
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Die DIENSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2020

Für Sie in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2020

Foto: Christian Thielemann, © Matthias Creutziger

Berlin
Betörend schön ist alles, was aus dem Orchestergraben dringt
„Christian Thielemann schwelgt in den Strauss’schen Melodienbögen und musiziert alle Farben der Partitur genüsslich aus. Dass ihm die Tempi dabei zeitweise etwas zu breit geraten, nimmt man gerne in Kauf, betörend schön ist alles, was aus dem Orchestergraben dringt.“
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert

Wien/ Philharmoniker
Froschauer und Bladerer bleiben an Spitze der Wiener Philharmoniker
Vorstand und Geschäftsführer bei Hauptversammlung für weitere drei Jahre bestätigt. Auch Vizevorstand Alexander Steinberger und Kassier Bernhard Hedenborg werden ihre Funktionen im Spitzenorchester fortführen, hieß es in einer Aussendung.
Wiener Zeitung

Graz/ Musikverein
Musikverein: Mit Optimismus in den Herbst
Im Vertrauen auf die Rückkehr der Normalität in den Konzertsälen im Herbst hat der Grazer Musikverein am Montag sein Programm für die nächste Saison im Großen und Ganzen bestätigt. Abgesehen von wenigen Änderungen soll die Saison wie geplant stattfinden.
https://steiermark.orf.at/stories/3054356/

Carinthischer Sommer
Das Musikfestival in der Eissporthalle
Zwölf Konzerte von 10. Juli bis 29. August unter strengen Auflagen.
Wiener Zeitung

Berlin
Ein Helikopter flog auch vorbei
Der Pandemie sei Dank: »Rheingold« auf dem Parkdeck der Deutschen Oper in Berlin
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1138118.ein-helikopter-flog

Berlin
Staatsoper mit Alternativ-Spielplan: Zunächst nur 370 Plätze
Die Staatsoper Unter den Linden geht in der kommenden Saison mit einem alternativen Spielplan an den Start.
https://www.berlin.de/tickets/oper/nachrichten/6210994-3043937-staatsoper

Klassik in Corona-Zeiten: Live ist möglich
Wo jetzt schon klassische Musik in Berlin erklingt – und was die Opernhäuser der Hauptstadt für den Saisonstart im Herbst planen.
Tagesspiegel

Dresden
Millionenverluste und 70.000 stornierte Karten an Dresdner Semperoper
Mit eingeschränkter Platzkapazität und unter Einhaltung der aktuellen Hygienebestimmungen hat die Semperoper ihren Opernspielbetrieb wieder aufgenommen. Die Verluste bleiben aber.
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/coronafolgen-an-der-semperoper-100.html

Nürnberg
Selcuk Cara bringt „Meistersinger von Nürnberg“ zurück aufs ehemalige Reichsparteitagsgelände
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/selcuk-cara-inszeniert-wagners „Die DIENSTAG-PRESSE – 23. JUNI 2020“ weiterlesen

Frau Lange hört zu (16): Allegro con brio! Alles (k)eine Frage des Alters…

Die „gute alte Welt“ war nie gut. Glauben Sie mir. Ich habe Geschichte studiert. Mit heißem Bemühn. Doch wenn man vielen älteren Menschen – also Leuten meiner Altersgruppe – so zuhört, könnte man glauben: Seit dem Höhepunkt ihrer Geschmacksbildung, ihres Berufslebens sei nicht nur nichts Wesentliches nachgekommen, nein, es ginge tragisch bergab. Mit der Musik, der Sprache, mit allem. Wirklich? Schlag nach bei … Goethe …

von Gabriele Lange

„Das Leben gehört den Lebenden an, und wer lebt, muss auf Wechsel gefasst sein.“

Johann Wolfgang von Goethe

Gegen Mitte, Ende der 70er war ich das erste Mal alt. Jedenfalls, wenn es nach meinem Urteil über Disco ging. Damals hörte ich zum Beispiel Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, James Brown – und natürlich die Beatles. Eines Abends machte ich den Fernseher an und drei ungelenk in langen Kleidern turnende Damen sangen „Fly, Robin, fly“. Es gab noch genau eine zweite Zeile Text. Was es mit dem offenkundig flugfaulen Rotkehlchen (oder war Batmans junger Freund gemeint?) auf sich hatte, erschloss sich mir dennoch nicht. Ebenso wenig verstand ich, wieso alle von diesem pomadigen, dümmlichen Vorstadtmacho Travolta so begeistert waren. Die Musik der falsettierenden Bee Gees war für mich ein musikalischer Untergang des Abendlandes. Disco hatte einfach schlecht bei schwarzen Musikern wie James Brown oder Sly and the Family Stone geklaut und dabei alles verdaulich versimpelt.

Naja – heute muss ich beim Gemüseschnippeln gelegentlich aufpassen, dass ich mir nicht in die Finger schneide, wenn ich vergnügt „Stayin‘ alive“ mitkreische. Dafür mache ich mich mit Enthusiasmus über den „Jammerlappen-Pop“ der Jungen lustig. Wenn ich nicht gerade über die Nostalgie der folgenden Generationen feixe. „Frau Lange hört zu (16): Allegro con brio! Alles (k)eine Frage des Alters…“ weiterlesen