Ein achtbarer Liederabend, durchsetzt von Schalkhaftigkeit, Zärtlichkeit und Charme

Philharmonie Berlin, 6. Februar 2018
Italienisches Liederbuch von Hugo Wolf
Diana Damrau und Jonas Kaufmann in Berlin

von Kirsten Liese

Es ist nicht einfach, und es war schon vor 50 Jahren schwierig, ein Publikum für einen Liederabend zu gewinnen, bei dem ausschließlich Hugo Wolf auf dem Programm steht. Diese Erfahrungen machten sogar Jahrhundertsänger wie Elisabeth Schwarzkopf, Christa Ludwig oder Dietrich Fischer-Dieskau.

Insofern ist man sehr dankbar, wenn in heutigen Zeiten Sänger mit einem großen Namen – denn nur solche können sich eine solche Programmgestaltung überhaupt leisten – das Wagnis eingehen. „Diana Damrau und Jonas Kaufmann, Liederabend,
Philharmonie Berlin“
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Elbphilharmonie: Ein paar nette Melodien sind zu wenig

Foto: Rätzke (c)
Elbphilharmonie Hamburg,
5. Februar 2018
Franz Schubert
Auszüge aus Rosamunde D 797 / mit Texten von Ulla Hahn (Uraufführung)
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 »Große C-Dur-Sinfonie«
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Ulla Hahn,
Sprecherin
Kent Nagano,
Dirigent

von Sebastian Koik

Es war eine harte Zeit für Franz Schubert, als er diese Komposition verfasste. Der große Ludwig van Beethoven legte mit seinen Sinfonien derart gewaltig vor, dass der sensible Komponist sich fragte, was man denn nach Beethoven noch komponieren könne. Was kann man noch erschaffen, das nicht von vornherein im Vergleich mit dem großen Komponistengenie als schwach und redundant erschiene? In der Geschäftswelt, im Sport, im Showbiz mag das anders sein, doch in Kunst und Musik sind die sensibleren, zweifelnderen Geister oft besonders feine Künstler. Das gilt auch für Franz Schubert. „Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Ulla Hahn, Kent Nagano,
Elphilharmonie Hamburg“
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Die MITTWOCH-PRESSE – 7. Februar 2018

Foto: Hösl (c)
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München
Wagners Siegfried an der Bayerischen Staatsoper mit brillantem Feinklang
Bachtrack

„Siegfried“ in München: Okka von der Damerau singt wunderschön erdig, Nina Stemme Weltklasse
Der über fünfstündige Abend in der Bayerischen Staatsoper war in weiten Teilen großartig – die erfüllte inspirierende Dichte, das tiefensensible metaphysische Erfühlen in der vorangegangenen „Walküre“ erreichte den Rezensenten aber nicht in Gänze, bei aller Begeisterung.
Tim Theo Tinn berichtet aus der Bayerischen Staatsoper in München.
siegfried/bayerische/klassik.begeistert

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"Siegfried" in München: Okka von der Damerau singt wunderschön erdig, Nina Stemme Weltklasse

Foto: Hösl (c)
Bayerische Staatsoper,
München, 3. Februar 2018
Richard Wagner, Siegfried  

von Tim Theo Tinn

„Dort wo die Brünste brennen“: Dahin will der Titelheld gemäß Richard Wagners Dichtung und Komposition „Siegfried“. Wird Brunst (geschlechtliche Erregtheit, Zeit der Paarung) im musikdramatischen Kampf um die Weltherrschaft zum beherrschenden Thema? Zumindest endet der zweite Tag des Bühnenfestspiels hier.

Der über fünfstündige Abend in der Bayerischen Staatsoper war in weiten Teilen großartig – die erfüllte inspirierende Dichte, das tiefensensible metaphysische Erfühlen in der vorangegangenen „Walküre“ erreichte den Rezensenten aber nicht in Gänze, bei aller Begeisterung. „Richard Wagner, Siegfried,
Bayerische Staatsoper“
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Staatsoper Hamburg:
Sängerisch ist dieser Fidelio ein Vergnügen!

Foto: Arno Declair (c)
Ludwig van Beethoven, Fidelio
Staatsoper Hamburg, 4. Februar 2018

Inszenierung, Georges Delnon
Musikalische Leitung, Kent Nagano

von Sebastian Koik

Sängerisch ist dieser Fidelio ein Vergnügen! Christopher Ventris und Mélissa Petit überzeugten noch am 1. Februar als Florestan und Marzeline und waren auch für diese Vorstellung vorgesehen, mussten jedoch krankheitsbedingt kurzfristig von Eric Cutler und Narea Son ersetzt werden. Beide Einspringer machten ihren Job großartig, so wie praktisch alle Sänger auf der Bühne. „Ludwig van Beethoven, Fidelio,
Staatsoper Hamburg“
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Die DIENSTAG-PRESSE – 6. Februar 2018

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Wien/ Staatsoper
Neuer Wein in bewährten Schläuchen
„Der Barbier von Sevilla“, geschmackvoll besetzt, an der Wiener Staatsoper.
Wiener Zeitung

Wiesbaden
Händels Oratorium „Jephta““Die Grenze des Zumutbaren“
DeutschlandfunkKultur

Chemnitz
Chemnitz traut sich: Wagner aus weiblicher Sicht
Neue Musikzeitung/nmz.de

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"La Damnation de Faust" im Musiktheater Linz: Bitte weniger Goethe – mehr Berlioz!

Landestheater Linz, Premiere am 3. Februar 2018
Hector Berlioz, La Damnation de Faust

von Charles E. Ritterband

Regisseur David Marton hat sich ganz klar von der Werkgeschichte vereinnahmen lassen und ein Übermaß an Intellektualität in seine Inszenierung von Hector Berlioz‘ hochinteressantem Oratorium „La Damnation de Faust“ einfließen lassen – so dass ihm (und somit auch uns Zuschauern) das musikalische Werk entglitt. Da gibt es auf der Bühne gar viel zu rätseln und zu interpretieren, man versteht manche Intention des Regisseurs, aber das meiste versteht man nicht. Man hat als Zuschauer so viel zu denken und zu hinterfragen, dass die oft großartige Musik von Berlioz verdrängt wird, in den Hintergrund rückt.

Ich habe nach der Aufführung in Linz meine beiden CDs von verschiedenen „Damnation“-Versionen angehört – und dabei plötzlich vieles gehört, was ich in Linz vor lauter Inszenierung und Intellektualität gar nicht wahrgenommen hatte. „Hector Berlioz, La Damnation de Faust,
Landestheater Linz“
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Die MONTAG-PRESSE – 5. Februar 2018

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Berlin/ Staatsoper
Barenboim dirigiert, Tcherniakov inszeniert „Tristan und Isolde“ als modernes Stück
Barenboim bereitet seine dritte Premiere von „Tristan und Isolde“ vor – als moderne Inszenierung an der Staatsoper.
Berliner Morgenpost

Düsseldorf
Richard Wagners „Walküre“ : Blutende Jünglinge in abgestürzten Helikoptern
Frankfurter Allgemeine

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Salome in Berlin: Diese Inszenierung trifft nicht den Kern der Oper

Foto: Lieberenz (c)
Deutsche Oper Berlin
, 3. Februar 2018
Richard Strauss, Salome
Evan Rogister, Dirigent
Claus Guth, Inszenierung
Muriel Gerstner, Bühne/Kostüme
Eva-Maria Abelein, Spielleitung
Catherine Naglestad, Salome
Samuel Youn, Jochanaan
Burkhard Ulrich, Herodes
Gabriele Schnaut, Herodias

von Yehya Alazem

Wie weit darf man eigentlich gehen? Und wie viel dürfen sich Opernhäuser erlauben? Wann werden Regisseure aufhören, nur das auf die Bühne zu bringen, was in ihrem Kopf ist – ohne die kleinste Rücksicht auf die Oper selbst?

Die Inszenierung der „Salome“ von Claus Guth an der Deutschen Oper Berlin widerspricht fast allem, was Richard Strauss als Komponist und Librettist dieses Werkes geschrieben hat. Das ist dem Text und der Musik gegenüber vollständig respektlos. „Richard Strauss, Salome,
Deutsche Oper Berlin“
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Valentina Nafornita und Benjamin Bernheim sorgen in Wien für Furore

Wiener Staatsoper, 3. Februar 2018
Gaetano Donizetti, L’Elisir d’Amore (Der Liebestrank)

Valentina Nafornita, Adina
Benjamin Bernheim, Nemorino

Eine Opernproduktion, die schon 38 Jahre auf dem Buckel hat, kann noch immer überzeugen: Das bewies die 238 . Vorstellung von Gaetano Donizettis „L’Elisir d’Amore“ an der Wiener Staatsoper am Samstagabend und lag an der anmutigen, historisierenden Inszenierung von Otto Schenk sowie an zwei Solisten, die ganz wunderbar sangen: Benjamin Bernheim als armer Bauer Nemorino und Valentina Nafornita als reiche, junge Pächterin Adina. „Gaetano Donizetti, L’Elisir d’Amore, Valentina Nafornita, Benjamin Bernheim,
Wiener Staatsoper.“
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