Bläserfanfaren und Tänze begeistern in farbiger Pracht

CD-Besprechung:

Man muss die Musiker von Concerto Scirocco ein Stück weit beneiden. Während sich andere Ensembles oft noch durch die Lehrbücher des Kontrapunkts arbeiten, genügte im Spanien des 16. Jahrhunderts ein klares Akkordschema, eine Prise pragmatischer Erfindungsgabe und der Mut zur Verzierung. Genau diesem Prinzip – den Folías – widmet sich die neue CD des Schweizer Ensembles unter der Leitung der Blockflötistin Giulia Genini. Das Ergebnis ist erfrischend unakademisch und von einer unmittelbaren Spielfreude geprägt.

Legacies of the Spanish Golden Age
Folías y Glosas

Concerto Scirocco

Giulia Genini, musikalische Leitung

Arcana, A599

von Dirk Schauß

„Folías y Glosas, Concerto Scirocco, Giulia Genini
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 15. SEPTEMBER 2026

Tugan Sokhiev © Patrice Nin

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 15. SEPTEMBER 2026

Wien/Musikverein
Der philharmonische Lieblingsdirigent begeistert das Wiener Publikum
Die Wiener Philharmoniker sind jetzt eifrigst unterwegs; Konzerte in Wien, Grafenegg und wieder traditionsgemäß in Luzern. Tugan Sokhiev, der derzeitige Lieblingsdirigent der Philharmoniker, beweist wiederum, dass er der völlig richtige Mann als Favorit ist. Das Konzert war phänomenal – wenngleich mit minimalen Abstrichen.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

Wien
Saisonstart im Musikverein vor Van der Bellen und Christine Lagarde (Bezahlartikel)
Die Wiener Philharmoniker eröffneten unter dem kommenden Neujahrskonzert-Dirigenten Tugan Sokhiev die neue Musikvereinssaison mit Mozart, Beethoven und Prokofjew.
DiePresse.com

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Daniels Anti-Klassiker 30: Mozart – Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ (1791)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Mozart ist inzwischen zum alten Bekannten in dieser Reihe geworden. Kein Wunder – gehört er doch neben Beethoven und Bach zu den nach wie vor einflussreichsten und immer noch exzessiv gespielten Komponisten. Sowohl kammermusikalisch als auch sinfonisch und im Bühnentreiben ist er ein unausweichlicher Monolith – so unübersehbar, dass einige seiner Werke zu den reinsten Klischeenummern verkommen sind. Eine weitere dieser Nummern dürfte sich in seiner bekanntesten und meist aufgeführten Oper finden: Die Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“. „Daniels Anti-Klassiker 30: Mozart – Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ (1791)
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 172: Ariadnes Nymphen im Lauf der Jahrzehnte

Bild: YouTube / Rstraussopera          

Sie haben im einzigen Akt der Oper nach einem Vorspiel keine tragenden Rollen, aber sie leiten den Akt mit ihrem Mitleid ein. „Schläft sie? Nein sie weinet.“ „Wundes Herz auf ewig.“ Singen die Quellnymphe (Najade) und die Baumnymphe (Dryade) und das Echo wiederholt: „Ewig, ewig.“ Aufgeregt künden sie die Ankunft eines jungen Gottes an. Und hinter der Bühne, unsichtbar stimmen sie am Schluss das „Töne, töne, süße Stimme“ an.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Erst knappe zwei Wochen Opernfan ahnte ich an dem Abend des 5. Januar 1958 nicht, dass „die Ariadne“ einmal zu meinen meistbesuchten Opern zählen wird.
„Schweitzers Klassikwelt 172: Ariadnes Nymphen
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Schubert satt

Stefan Vladar © Andreas Ströbl

Saisoneröffnung +++ Musik- und Kongresshalle Lübeck +++
13. September 2026

Lübeck, Musik- und Kongresshalle,
1. Symphoniekonzert, 13. September 2026

Franz Schubert, Symphonien Nr. 5 B-Dur D 485 und Nr. 7 h-Moll D 759 („Die Unvollendete“) sowie Arien aus Bühnenwerken

Michael Schade, Tenor
Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

von Dr. Andreas Ströbl

Wenn wohlbekannte Klassiker in unerwarteter Frische erklingen, dann liegt das in Lübeck meist daran, dass Stefan Vladar auf dem Dirigentenpodest steht. Die Symphoniekonzert-Saisoneröffnung am 13. September 2026 in der Lübecker „MuK“ in jedem Falle brachte zwei Schubert-Symphonien in rasantem Tempo und einen renommierten Tenor mit kaum bekannten Arien des Wieners.

„Franz Schubert 5 und 7
Lübeck, Musik- und Kongresshalle, 13. September 2026“
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Happy Birthday, Arnold Schönberg!

Christine Bock mit dem HABE-Quartett. Foto: privat.

Saisoneröffnung +++ Arnold Schönberg Center +++ 13. September 2026

Happy Birthday, Arnold Schönberg! Unter diesem Motto eröffnete das Arnold Schönberg Center in Kooperation mit den Wiener Symphonikern die Saison 2026/2027. Das Programm am Geburtstag des Komponisten war erlesen: Schönbergs Zweites Streichquartett, die Uraufführung der “Dunklen Gesänge” von Petr Popelka, und Mozarts “Dissonanzenquartett”. Das Wiener HABE-Quartett, die Mezzosopranistin Christina Bock und Petr Popelka am Klavier begeisterten das Publikum mit intensiven und spannungsgeladenen Interpretationen.

Arnold Schönberg
Zweites Streichquartett fis-Moll op. 10 “Verklärte Nacht” (1907/1908)

Petr Popelka
Dunkle Gesänge, Liederzyklus für Stimme und Klavier (2021, Uraufführung)

Texte von Christina Bock

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Nr. 19 C-Dur KV 465 “Dissonanzenquartett” (1785)

HABE-Quartett Wien

Alexander Burggasser, Ai Miwa, Violine
Johannes Flieder, Viola
Michael Vogt, Violoncello
Christina Bock, Mezzosopran
Petr Popelka, Klavier

Arnold Schönberg Center, Wien, 13. September 2026

Kooperation mit den Wiener Symphonikern

von Dr. Rudi Frühwirth

„HABE-Quartett Wien, Petr Popelka
Arnold Schönberg Center, Wien, 13. September 2026“
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Verismo ohne Blut, Schweiß und Sehnsucht – Cavalleria rusticana und Pagliacci: ein Abend, der mit viel Aufwand nichts erzählt

© Martin Sigmund

Verismus ist ein brutales Handwerk. Er lebt vom Ungeschminkten, von der blutigen Schnittstelle zwischen menschlicher Kreatur und gesellschaftlichem Korsett. Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ und Ruggero Leoncavallos „Pagliacci“ sind keine musealen Doppeldeck-Häppchen für den gepflegten Bildungsbürger, sondern verlangsamte Hinrichtungen auf offener Szene. Am Staatstheater Darmstadt wollte Intendant Karsten Wiegand in Personalunion als Regisseur zu viel. Er lieferte eine überambitionierte visuelle Materialschlacht, die am Ende vor allem eines offenbart: Mutlosigkeit vor der nackten Tragödie.

Pietro Mascagni
Cavalleria rusticana

Ruggero Leoncavallo
Pagliacci

Regie:  Karsten Wiegand
Musikalische Leitung:  Alessandro Palumbo

Doppelabend am Hessischen Staatstheater Darmstadt, 13. September 2026

von Dirk Schauß

„Cavalleria rusticana / Pagliacci, Alessandro Palumbo, Dirigent br> Staatstheater Darmstadt, 13. September 2026“ weiterlesen

John Neumeiers Cinderella-Ballett bleibt rätselhaft

Anna Laudere (Cinderellas Mutter), Edvin Revazov (Cinderellas Vater), Charlotte Larzelere (Cinderella), Callum Linnane (Ein Prinz), Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und spätere Stiefmutter) (Foto: RW)

Charlotte Larzelere war tänzerisch ganz in ihrem Element. Mit welcher Eleganz, straffer, aber dennoch biegsamer Haltung sie sich immer wieder in die Höhe heben ließ, anfangs von den ihrer Mutter zugeordneten Vogelgeistern  sowie später bei ihrem Ball-Entree war fabelhaft in Szene gesetzt.

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Musik von Sergej Prokofjew
Choreographie und Inszenierung:  John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Simon Hewett

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper,
Wiederaufnahme, 13. September 2026

von Dr. Ralf Wegner „A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, Wiederaufnahme am 13. September 2026“
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Lise Davidsen setzt ihren Weg an die Weltspitze fort

CD-Besprechung:

Dass sie ausschließlich auf Verdi fokussiert ist, entspricht ihrem aktuellen und zukünftigen Repertoire, gleichzeitig ist es ein Statement gegen die Vereinnahmung als hochdramatische Wagnersängerin.

Lise Davidsen
Verdi

London Philharmonic Orchestra
Edward Gardner

Decca 487 2241

von Peter Sommeregger

„Lise Davidsen, Verdi, London Philharmonic Orchestra, Edward Gardner
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
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ARD-Streichquartettfinale: Das Viatores Quartet setzt Maßstäbe 

ARD Viatores Katarina Fugue ARD 2026 © Daniel Delang

Bei der nunmehr 75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs gewinnt das Viatores Quartet den ersten Preis; das Katarina String Quartet und Quartet Fugue erhalten jeweils einen dritten, einen zweiten Preis vergibt die Jury nicht. Insbesondere mit dem Viatores Quartet erlebt man in München eine kammermusikalische Sternstunde. 

Prinzregententheater München, 12. September 2026

von Willi Patzelt

„75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs
Prinzregententheater München, 12. September 2026“
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