Gounods „Faust“ wird in Madrid das Opfer geschmackloser Bebilderung

CD/Blu-ray Besprechung:

Charles Gounod    Faust

Piotr Beczała   Faust
Luca Pisaroni    Méphistophélès
Marina Rebeka    Marguerite
Stéphane Degout    Valentin

Àlex Ollé    Regisseur
Alfons Flores    Bühnenbilder
Lluc Castells    Kostüme

Orchestra and Chorus of the Teatro Real
Dan Ettinger    Dirigent

C-major 771204

von Peter Sommeregger

Diese Aufführung von Gounods Goethe-Oper fand am Madrider Teatro Real im Rahmen der 200. Spielzeit des Opernhauses im Jahr 2018 statt.

Für die anspruchsvollen Gesangspartien dieser Oper war eine internationale Besetzung von großer Prominenz aufgeboten, einer glanzvollen Produktion schien nichts im Wege zu stehen. Als Regisseur verpflichtete man Àlex Ollé von La Fura del Baus, der für die inszenierung eine sehr verzichtbare Rahmenhandlung erfand. In einem Labor wird ein „Homunculus Project“ vorangetrieben, womit auf Goethe Bezug genommen wird, ohne damit einen Mehrwert für die Aufführung zu erzielen. „CD/Blu-ray Besprechung: Charles Gounod, Faust
klassik-begeistert.de, 17. Februar 2026“
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Gounods Faust in München: Musikalischer Olymp! Gold!

Jonathan Tetelman (mit Maske!) als Doktor Faust vor der Verjugendlichung durch Mephistopheles © Geoffroy Schied

Ein fabelhafter wirkmächtiger Abend. Jubel zur Pause. Jubel fürs Orchester zum Start nach der Pause. Noch viel größerer Jubel am Ende mit Standing Ovations für alle. Voll verdient!

Faust
Oper in fünf Akten (1859)
Komponist  Charles Gounod
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré

Musikalische Leitung   Nathalie Stutzmann

Inszenierung   Lotte de Beer
Co-Regie   Florian Hurler

Le docteur Faust   Jonathan Tetelman
Méphistophélès   Kyle Ketelsen
Valentin   Florian Sempey
Wagner   Thomas Mole
Marguerite   Olga Kulchynska
Siebel   Emily Sierra
Marthe   Dshamilja Kaiser

Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor

Nationaltheater, München, 16. Februar 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend geht im Nationaltheater die dritte Aufführung der Neuproduktion von Gounods Faust in München auf die Bühne. Wo anfangen, wo aufhören mit der Lobhudelei? Ein perfekter Abend!

Alle Einzelstimmen scheinen endlose Kraftreserven zu haben. Eleganz. Dramatik. Leidenschaft. Tumbheit. Teuflische-Gier-Fies-Gemeinheit. „Charles Gounod, Faust, Nathalie Stutzmann Dirigentin
Nationaltheater, München, 16. Februar 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 17. FEBRUAR 2026

Andris Nelsons © Julia Wessely

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 17. FEBRUAR 2026

Wien/Musikverein
Andris Nelsons schnürt ein Überraschungspaket
Die Wiener Philharmoniker treten demnächst eine größere Tournee an, und auch hier kann man sich über den Brauch freuen, dass die Konzerte in Wien zu Gehör kommen. Und auch hier kann man wieder erleben, dass die schönsten Vorurteile jene sind, die widerlegt werden. So konnte man die dirigentische Metamorphose von Andris Nelsons erkennen, der sich zu einem hochklassigen Dirigenten entwickelt hat.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 157: Träume von Besetzungen erfüllten sich noch nicht

Foto © KreaShibai

Das Wörtchen „noch“ haben wir hinzugefügt, denn wir wollten nicht nur von der Vergangenheit erzählen. Namen wie Rysanek, Janowitz, Hückl, Klein und Stolze werden unseren jüngeren Leserinnen und Lesern wohl kaum mehr viel sagen und schon gar nicht im Ohr sein können. Vielleicht die ersten zwei Sopranistinnen von CDs her.


von Lothar und Sylvia Schweitzer

So wollte ich im Jahr 1960  d e n  Charaktertenor der Wiener Staatsoper, Peter Klein,  als Mime erleben. „Gerhard Stolze“, ein neuer Name stand dann auf dem Besetzungszettel. Aber der neue Mime wurde zu einem meiner Lieblingssänger.

Noch ein Beispiel aus der Vergangenheit: Sylvia und ich erfuhren vor kurzem, dass die von uns sehr verehrte „Adriana Lecouvreur“, Marilyn Zschau, schon Jahre zuvor in der Wiener Volksoper die Marie/Marietta in Korngolds „Die tote Stadt“ gesungen hatte. Diese Oper, heute eine unsrer Lieblingsopern, war uns damals noch unbekannt. Ärgerlich! „Schweitzers Klassikwelt 157: Träume von Besetzungen erfüllten sich noch nicht
klassik-begeistert.de, 17. Februar 2026“
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Andris Nelsons schnürt ein Überraschungspaket

Andris Nelsons © Julia Wessely

Die Wiener Philharmoniker treten demnächst eine größere Tournee an, und auch hier kann man sich über den Brauch freuen, dass die Konzerte in Wien zu Gehör kommen. Und auch hier kann man wieder erleben, dass die schönsten Vorurteile jene sind, die widerlegt werden. So konnte man die dirigentische Metamorphose von Andris Nelsons erkennen, der sich zu einem hochklassigen Dirigenten entwickelt hat.

Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie in C-Dur, KV 425 „Linzer Symphonie“

Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 6 in D-Dur, op. 60

Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons, Dirigent

Musikverein, 14. Februar 2026

von Herbert Hiess

Es ist eine interessante Fügung, dass man mal in der Musik eine sowohl physische als auch musikalische Entwicklung beobachten konnte und durfte – nämlich die von Andris Nelsons. Der Karrierestart des Dirigenten war sicher etwas „eigenartig“; er wurde marketingtechnisch „gepusht“ und durfte sich vor Spitzenorchestern profilieren; übrigens genauso, wie der junge Finne Klaus Mäkelä. Dieser bedient sich eher an einer mehr oder minder fragwürdigen „Effekthascherei“. „Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons
Musikverein, 14. Februar 2026“
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Die Staatskapelle Dresden und Daniele Gatti gedenken der Zerstörung Dresdens im Februar 1945

Daniele Gatti © Markenfotografie

6. Sinfoniekonzert
Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945

Igor Strawinsky   „Mass“

1. „Kyrie“
2.  „Gloria“
3. „Credo“
4. „Sanctus“
5. „Agnus Dei“

Anton Bruckner   Sinfonie Nr. 9 d-Moll

1. Feierlich, misterioso
2. Scherzo, Bewegt, lebhaft – Trio, Schnell
3. Adagio, Langsam, feierlich

Daniele Gatti   musikalische Leitung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Einstudierung Jonathan Becker
Sächsische Staatskapelle Dresden

Eunjung Kwak   Sopran
Brynne McLeod   Alt
Alexander Schafft   Tenor
Holger Steinert   Bass

Semperoper, 14. Februar 2026

von Henriette Müller

Die wechselvolle Geschichte der Semperoper begann bereits im Jahre 1841.
1869 bereits durch einen Brand vernichtet, 1878 wieder eingeweiht, erfolgte am 13. Februar 1945 die vollständige Zerstörung des Gebäudes.
Die Wiedereröffnung dieses Opernhauses fand dann auch an einem 13. Februar statt: Im Jahre 1985. „6. Sinfoniekonzert Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti
Semperoper, 14. Februar 2026“
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Herbert Blomstedt widmet sich dem vernachlässigten Werk Carl Nielsens

CD/Blu-ray Besprechung:

Nielsen
Symphonies Nos. 1-6
Overtures & Concertos

Danish National Symphonie Orchestra
Herbert Blomstedt

5 Hybrid SACD

Warner 5021732957771

von Peter Sommeregger

Der dänische Komponist Carl Nielsen, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, begann seine Laufbahn als Geiger und Dirigent, konnte aber schon in jungen Jahren erste Erfolge als Komponist feiern. Am Ende seines Lebens hinterließ er ein reichhaltiges und umfangreiches Oeuvre. Nielsen war und ist der bedeutendste Komponist seiner Heimat, seine Oper „Maskerade“ gilt als heimliche „Nationaloper“ Dänemarks. Sein Werk, das verschiedene Gattungen umfasst, wird hierzulande vergleichsweise selten aufgeführt, was aufgrund seiner Qualität schwer verständlich ist. „CD/Blu-ray Besprechung: Nielsen, Symphonies Nos. 1-6 Overtures & Concertos
klassik-begeistert.de, 16. Februar 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 16. FEBRUAR 2026

Andris Nelsons © Marco Borggreve

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 16. FEBRUAR 2026

Wien/Musikverein
Wiener Philharmoniker: „Böhmische Ekstase“ im Musikverein
Die Wiener Philharmoniker unter Andris Nelsons gaben eine Kostprobe ihres Programms der USA-Tournee.
DiePresse.com

Innsbruck
Mozart-Oper in Innsbruck: Gekonnte Ausweitung der Kampfzonen (Bezahlartikel)
Die Oper „Idomeneo“ von Wolfgang Amadeus Mozart hat Samstagabend im Großen Haus des Tiroler Landestheaters in der Regie von Henry Mason und unter der musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz Premiere gefeiert. Die Inszenierung des etwas im Schatten der späten Mozartopern stehenden Werks verlegte den mythologischen Stoff sowie die Mozart-Ausschmückungen ebenjenes kurzerhand in die Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Publikum reagierte mit euphorischem Applaus und Stehovationen.
KleineZeitung.at

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Borodins Fürst Igor am Gärtnerplatztheater: flashed!

Tobias Kartmann (Alexander Glasunow), Matija Meić (Fürst Igor), Vladimir Pavic (Nikolai Rimski-Korsakow), Dieter Fernengel (Alexander Borodin), Ballett des Staatstheaters am Gärtnerplatz © Markus Tordik

Wahnsinnschor! Emotional tiefschürfende Stimmen! Anrührender Tanz! Souveräner Orchesterklang! Funktionierendes Regiekonzept und Bühnenbild. Es wird szenengejubelt und am Ende gibt es Standing Ovations. Diese Produktion rockt mich und das ganze Publikum.

Fürst Igor

Musik und Text von Alexander Borodin (1833-1887)
vollendet und orchestriert von Alexander Glasunow und Nikolai Rimski-Korsakow (1890)

Musikalische Leitung: Rubén Dubrovsky

Regie: Roland Schwab
Choreografie: Karl Alfred Schreiner

Besetzung:

Fürst Igor   Matija Meić
Jaroslawna   Oksana Sekerina
Wladimir   Arthur Espiritu
Fürst Galitzky   Timos Sirlantzis
Khan Kontschak   Levente Páll
Kontschakowna   Monika Jägerová
Owlur   Juan Carlos Falcón
Skula   Juho Stén
Eroschka   Gyula Rab
Ein polowetzer Mädchen   Tamara Obermayr
Alexander Borodin   Dieter Fernengel
Nikolai Rimski-Korsakow   Vladimir Pavic
Alexander Glasunow   Tobias Kartmann

Ballett, Chor, Extrachor, Statisterie und Kinderstatisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 14. Februar 2026, Premiere

von Frank Heublein

An diesem Abend hat im Münchner Gärtnerplatztheater Borodins Fürst Igor Premiere. Der Chemiker und Hobby-Komponist Alexander Borodin verarbeitete das Igorlied, ein Heldenepos der mittelalterlich-russischen Literatur. Er hinterließ ein Fragment, dass sein Freund Nikolai Rimski-Korsakow und dessen Schüler Alexander Glasunow postum fertigstellten. „Fürst Igor, Musik und Text von Alexander Borodin
 Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 14. Februar 2026, Premiere“
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„Die Kugel hat ihren eigenen Witz“ – „The Black Rider“ verführt in Lübeck

The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets © Isabel Machado Rios

Wäre nicht ein passendes Geschenk zum Valentinstag ein Hochzeitsantrag nach erfolgreich bestandener Schieß-Prüfung und Aufnahme in die Jäger-Gemeinschaft? Davon träumt der junge Wilhelm, aber der Traum vom Glück endet tödlich. Das Theater Lübeck hat nun die Freischütz-Adaption von Robert Wilson und Tom Waits neu aufgelegt und am 14. Februar 2026 im ausverkauften Haus präsentiert.

The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets

Regie der Originalproduktion von Robert Wilson

Musik von Tom Waits
Liedtexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Buch von William Burroughs

Willy Daum, Musikalische Leitung und Arrangements

Malte Lachmann, Inszenierung

Theater Lübeck, Großes Haus, 14. Februar 2026, Premiere

von Dr. Andreas Ströbl

Nun schon selbst ein Klassiker

Daran, dass vor 36 Jahren im Hamburger Thalia-Theater „The Black Rider“ einschlug wie eine vom Herrn der Finsternis gegossene Kugel, konnten sich einige Besucher der Lübecker Premiere noch lebhaft erinnern, bis hin zu persönlichen Begegnungen mit dem arroganten Lou Reed und dem menschlich offenen Tom Waits. Die Produktion war damals von düsterem Reduktionismus geprägt, der typisch für einen Teil der Musik der frühen 90er Jahre war, und den auch Musik und Videos von beispielsweise Nick Cave oder The Cure melancholisch einfärbten – mit entsprechender Kostümierung in lebensbejahendem Schwarz. „The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets
Theater Lübeck, 14. Februar 2026, Premiere“
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