DIE SONNTAG-PRESSE – 14. JUNI 2026

Konrad Paul Liessmann (re.) wird von Ö1 Opern-Redakteur Michael Blees (li.) produziert © ORF/Joseph Schimmer

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DIE SONNTAG-PRESSE – 14. JUNI 2026

Rudis Klassikwelt 10: Der Philosoph Konrad Paul Liessmann spricht über Bergs “Wozzeck”
In der Reihe “Apropos Oper” des ORF-Senders Ö1 gestaltet Konrad Paul Liessmann vier Sendungen unter dem Motto “Oper und Philosophie”, jeweils am ersten Sonntag des Monats. Liessmann, Philosoph und Opernliebhaber, bringt den philosophischen Kern der großen Opern zur Sprache, untersucht aber auch den Einfluss der Kunstgattung Oper auf das Denken so mancher großen Philosophen. In der jüngsten Sendung vom 3. Mai 2026 erforscht Liessmann den tiefen Humanismus von Alban Bergs “Wozzeck”, die eindeutige Stellungnahme für die Geknechteten und Verachteten dieser Welt.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de

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Vilde Frang geigt den Bildungsbürgern den Marsch

Vilde Frang © hr/Marco Borggreve

Alain Altinoglu saniert den alten Brahms

Béla Bartók Violinkonzert Nr. 2 H-Dur
Johannes Brahms Sinfonie Nr. 4 e-moll op. 98

Vilde Frang, Violine
hr-Sinfonieorchester
Alain Altinoglu, musikalische Leitung

Alte Oper Frankfurt, 12. Juni 2026

von Dirk Schauß

Béla Bartóks zweites Violinkonzert verzeiht keine Unentschlossenheit. Es fordert den ganzen Menschen. Vilde Frang warf sich mit einer Noblesse in diese Partitur, die das Publikum im Saal augenblicklich das Atmen vergessen ließ. Manche nennen das Werk ein Monument der Moderne, andere reiben sich bis heute an seiner herben, bisweilen unbarmherzigen Rhythmik. Frang aber suchte nicht den groben Effekt. Sie sezierte die Architektur mit dem Skalpell und strich doch mit einer Wärme, die man diesem sperrigen Werk selten zutraut. „hr-Sinfonieorchester, Alain Altinoglu, Brahms 4
Alte Oper Frankfurt, 12. Juni 2026“
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„Das ist ein Flöten und Geigen …“ (Heinrich Heine)

© Neda Navaee

„INTONATIONS“
Chamber Music Festival 2026
vom 11. bis 14. Juni 2026

Kühlhaus Berlin, 12. Juni 2026

von Dr. Ingobert Waltenberger

Elena Bashkirova ruft und alle kommen, Musiker wie Publikum im ausverkauften „Cube“ gleichermaßen. Auch am zweiten Tag stand klarerweise wieder Martha Argerich im Epizentrum des Interesses. Unter den Zuhörern fand sich wieder Daniel Barenboim, der alle Worte von Robert Schumanns herzergreifenden Zyklus „Dichterliebe“, op. 48, mit seinem Mund behutsam nachformte und natürlich der befreundeten Pianistin aus Argentinien achtsam lauschte. „„INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Martha Argerich
Kühlhaus Berlin, 12. Juni 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 13. JUNI 2026

Siegfried, Volle © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 13. JUNI 2026

Wien/Staatsoper
Siegfried in Wien: Der Held, der keine Angst kennt
Nach Goldraub, Götterkrisen und tragischen Liebesgeschichten betritt nun ein junger Mann die Bühne, der von all dem erstaunlich wenig weiß. Siegfried kennt weder die komplizierten Machtspiele Walhalls noch die Verträge seines Großvaters Wotan. Er hat keine politischen Ambitionen, keine philosophischen Zweifel und vor allem keine Angst. Genau das macht ihn zur vielleicht ungewöhnlichsten Figur in Wagners Ring des Nibelungen – und zum Hoffnungsträger einer Welt, die sich längst auf den Untergang zubewegt.
Von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de

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Kammermusik-Festival Mantua: „Trame Sonore“ ruft einhellige Begeisterung hervor

Trame Sonore 2026 – banner-arancione-rosa 2026-04-13

Vom 29. Mai bis zum 2. Juni 2026 verwandelte sich die UNESCO-Welterbestadt Mantua (Mantova) in ein lebendiges Kulturzentrum, das ganz im Zeichen internationaler Spitzenmusik und nationaler Feierlichkeiten steht.

Über 300 Musiker aus aller Welt geben rund 150 Konzerte. Die Musik verlässt die klassischen Konzertsäle und belebt die gesamte Stadt.

Kammermusik-Festival
Trame Sonore (Ton-Gewebe)

Palazzi von Mantua, 29. Mai bis 2. Juni 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Das mehrtägige Kammermusik-Festival „Trame Sonore“ bietet höchste musikalische Qualität in den einzigartigen Fresken-Sälen der illustren Palazzi von Mantua und hat im internationalen Publikum einhellige Begeisterung hervorgerufen. „Trame Sonore, Chamber Music Festival in Mantova
Mantua, 29. Mai bis 2. Juni 2026“
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Verona zelebriert UNESCO Campioni del Mondo, „Italy loves Unesco“

Foto Dr. Ritterband

Arena di Verona, 5. Juni 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Zum Auftakt der Opernfestspiele zelebrierte die römische Arena von Verona ein aufsehenerregendes Spektakel – es knüpft an die Feierlichkeiten vor zwei Jahren zur Aufnahme des italienischen Operngesangs in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit an.

Das besondere Anliegen dieser einmaligen Veranstaltung war die Hoffnung, dass das klassische neapolitanische Lied ebenfalls Aufnahme ins Unesco-Welterbe findet. „Italia loves UNESCO
Arena di Verona, 5. Juni 2026“
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Argerich, Bashkirova und Barenboim schmücken das Chamber Music Festival 2026

© Lionel Tan

„INTONATIONS“
Chamber Music Festival 2026
vom 11. bis 14. Juni 2026

MARTHA ARGERICH, ELENA BASHKIROVA und DANIEL BARENBOIM stehen an der Spitze einer illustren Schar von Sängern und Instrumentalisten 

Kühlhaus Berlin, 11. Juni 2026

von Dr. Ingo Waltenberger

Große Dankbarkeit und unendliches Glück werden viele Musikbegeisterte empfinden. Denn die Grande Dame der Klavierkunst, Martha Argerich, adelt das wohl beste und ambitionierteste Kammermusikfestival der deutschen Hauptstadt mit vier Auftritten.

Am 5. Juni feierte sie ihren 85. Geburtstag. Als Pianistin ist sie genau so taufrisch, passioniert und kompromisslos grundehrlich, wie sie das eh und je war. Sie braucht keine pseudokünstlerische Folklore wie andere Stars. Mir fällt da etwa als Gegenbeispiel das minutenlange sauertöpfische Zurechtrücken des Klavierschemels bei einem Konzert von Arturo Benedetti Michelangeli ein. „Intonation Chamber Music Festival 2026
Kühlhaus Berlin, 11. bis 14. Juni 2026“
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Petersen flicht Liebe und Lied zum leuchtenden Lebenskranz 

 

CD-Besprechung:

Fazit: Petersens reifstes und in ihrer unmittelbaren Schnörkellosigkeit bestes Soloalbum!

BLÜTEN DER LIEBE

MARLIS PETERSEN &
STEPHAN MATTHIAS LADEMANN

mit Liedern von Robert Schumann, Alexander Zemlinsky, Richard Wagner und Richard Strauss

Solo Musica

von Dr. Ingobert Waltenberger

„Sei der Schmerz der Liebe dann Dein höchstes Gut“

„Ist unser Blick offen für die Schönheiten, die das Leben auf der Welt bietet? Oder sind wir gefangen in Strukturen, Mustern und Urteilen und können das Grün des Waldes und das Blau des Meeres gar nicht mehr sehen?“ Petersen

Die deutsche Sopranistin Marlis Petersen hat fachüberschreitend auf Opernbühnen viele Partien als Koloratursoubrette, lyrischer Koloratursopran bis zu jugendlich dramatischen Partien gestaltet und mit prallem Leben erfüllt. Die unglaubliche Bandbreite reicht da von Händel, Mozart, Donizetti, Bellini, Verdi, Offenbach, A. Thomas bis zu sportlich anspruchsvollen Kalibern des deutschen Fachs (Salome, Fidelio, Marietta/Marie), der klassischen Moderne (Lulu, Wozzeck-Marie, Emilia Marty) bis zu zeitgenössischen Opern und Ausflügen in die Glitzerwelt der Operette (Rosalinde, Hanna Glawari). „Marlis Petersen, Blüten der Liebe
klassik-begeistert.de, 12. Juni 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 12. JUNI 2026

Petr Popelka © Khalil Baalbaki

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DIE FREITAG-PRESSE – 12. JUNI 2026

München
Bayerische Staatsoper: Petr Popelka wird Generalmusikdirektor
Die Spekulationen haben ein Ende: Der tschechische Dirigent Petr Popelka wird Nachfolger von Vladimir Jurowski, dessen Vertrag 2029 endet.
BR-Klassik.de

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Pablo Heras-Casado: „Wagner steht näher zu Monteverdi als zu Puccini“

Pablo Heras-Casado © Javier Salas

Der spanische Dirigent Pablo Heras-Casado über seinen Wiener Ring, die Macht der Stille und Balance im Orchestergraben.

von Jürgen Pathy

Ich treffe Pablo Heras-Casado im Besprechungszimmer der Wiener Staatsoper. Die Büros haben sich um diese Uhrzeit bereits weitgehend geleert. Kurz nach 18 Uhr öffnet sich in der Ferne eine Tür. Aus dem langen Gang kommt der Spanier auf mich zu, während er aus der Ferne schon freundlich winkt. „Sorry, I don’t like being late.“

„Interview: kb im Gespräch mit Pablo Heras-Casado, Dirigent
Wiener Staatsoper, 11. Juni 2026“
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