Barkouf © Monika Rittershaus
Ein farbenprächtiges Spektakel, wunderschöne orientalisierende Kostüme, witzige Details, eine sich fleißig drehende Drehbühne, dazu die wie immer sprühende Musik des deutsch-französisch-jüdischen Meisters Jacques Offenbach, des „Mozart der Champs-Élysées“ und zwei großartige weibliche Stimmen.
Doch das Ganze wirkt am Ende doch eher blöde, vor allem wenn der immer wieder präsente Erzähler (Daniel Hajdu) umständlich-unverständliche Erläuterungen von sich gibt und immer wieder als Hundestimme zu bellen und zu knurren hat und das extrem peinliche Ballett zwischen den Akteuren seine Pirouetten dreht: So doof das Ganze, dass dem renommierten Zürcher Opernhaus nach der großen Pause die Zuschauer scharenweise davonlaufen und gefühlt die Hälfte des Parketts leer lassen.
Barkouf
Jacques Offenbach (1819-1880)
Opéra-comique in drei Akten
Libretto von Eugène Scribe und Henry Boisseau
Musikalische Leitung: Jérémie Rhorer
Philharmonia Zürich
Chor der Oper Zürich
Opernhaus Zürich, 20. Dezember 2023
von Dr. Charles Ritterband
Ein hübscher Flop und ein kühnes Unterfangen, das 160 Jahre lang vergessene Stück aus seinem „Dornröschenschlaf“ (Text Programmheft) zu erwecken. Doch: let sleeping dogs lie – lasst schlafende Hunde schlafen, wie uns das Sprichwort, für diese Hunde-Operette durchaus passend, so richtig ermahnt… „Jacques Offenbach, Barkouf
Opernhaus Zürich, 20. Dezember 2023“ weiterlesen
