DIE MONTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2026

Esa-Pekka Salonen © Patrick Swirc

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 28. SEPTEMBER 2026

Wien/Musikverein
Esa-Pekka Salonen führt durch sein Land und durch sein Leben
Anlässlich ihres ersten Abonnementkonzertes eröffneten die Wiener Philharmoniker die Saison 2026/2027 mit einem hervorragenden, fast außergewöhnlichen Konzert. Da befanden sich nicht nur Klassiker wie Debussys „La Mer“ und die fünfte von Jean Sibelius, sondern auch die vierte Symphonie des äußerst selten gespielten Komponisten Witold Lutosławski – ein Komponist, der lange Zeit Salonen musikalisch begleitete.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 43: Warum Pjotr Tschaikowskys Nussknacker die Probleme moderner kultureller Praxis verdeutlicht

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Tradition ist gemeinhin auch als generationenübergreifende Weitergabe von Praktiken definiert, die ihren Nutzen bewährt haben. Traditionen überdauern, festigen sich und prägen Kulturen und das gesellschaftliche Zusammenleben. Als solches treffen wir aber oft auch auf Traditionen, die zu ihrer Entstehung einmal sinnvoll waren, über die Zeit aber den Kontakt zur Entwicklung einer Gesellschaft verlieren. Dementsprechend waren Sinn und Unsinn von Tradition auch in dieser Kolumne bereits Gegenstand mehrerer Beiträge. Und was könnte mehr von Traditionen geprägt sein, als das Weihnachtsfest? In diesem Kontext ist ein musikalisches Werk inzwischen traditionell so etabliert, dass es dies zu hinterfragen gilt: Die Rede ist vom Pjotr Tschaikowskys Nussknacker.

„Daniels Anti-Klassiker 43: Pjotr Tschaikowskys Nussknacker
klassik-begeistert.de, 29. September 2026“
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„Alla Napoletana“ sprüht vor südlicher Lebensfreude und Vitalität

Foto: Pluhar Christina (c) Michal Novak

An diesem so ganz besonderen Abend brillierte das Originalklang-Ensemble „L’Arpeggiata“ unter der ebenso temperamentvollen wie präzisen Stabführung von Christina Pluhar mit einer erfrischenden Palette an traditionellen neapolitanischen Kompositionen  – von der legendären Tarantella bis zu witzigen oder liebesschmachtenden Kantaten und Tänzen.

Ein überraschender, glänzender und sich nahtlos einfugender konzertanter Akzent inmitten der umjubelten Vorstellungen der so selten gespielten Barockoper „Il Calisto“

„Alla Napoletana“

Musikalische Leitung, Programm, Konzept, Arrangements Theorbe & L’Arpeggiata

Christina Pluhar

Teatrodanza : Anna Dego

MusikTheater an der Wien, 27. September 2026
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

von Dr. Charles E. Ritterband

„„Alla Napoletana“ Christina Pluhar und L’Arpeggiata
MusikTheater an der Wien, 27. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 42: Hector Berlioz – Symphonie fantastique (1830)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 42: Hector Berlioz – Symphonie fantastique (1830)
klassik-begeistert.de, 28. September 2026“
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Esa-Pekka Salonen führt durch sein Land und durch sein Leben

Esa-Pekka Salonen © Patrick Swirc

Anlässlich ihres ersten Abonnementkonzertes eröffneten die Wiener Philharmoniker die Saison 2026/2027 mit einem hervorragenden, fast außergewöhnlichen Konzert. Da befanden sich nicht nur Klassiker wie Debussys „La Mer“ und die fünfte von Jean Sibelius, sondern auch die vierte Symphonie des äußerst selten gespielten Komponisten Witold Lutosławski – ein Komponist, der lange Zeit Salonen musikalisch begleitete. 

Musikverein Wien, 26. September 2026

Witold Lutosławski:  Symphonie Nr. 4
Claude Debussy:  La Mer. Trois Esquisses Symphoniques
Jean Sibelius:  Symphonie Nr. 5, Es-Dur op. 82

Wiener Philharmoniker
Dirigent:  Esa-Pekka Salonen

von Herbert Hiess

„Wiener Philharmoniker und Esa-Pekka Salonen
Musikverein Wien, 26. September 2026“
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Wie sehen die Bayreuther Festspiele hinter den Kulissen aus?

Buchbesprechung:

Stephan Mösch
Bayreuth als Theater
Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte

Bärenreiter-Verlag Karl Vötterle GmbH & Co. KG, 2026
ISBN 978-3-7618-2649-2 (Bärenreiter)
ISBN 978-3-662- 72775-1 (Metzler)

von Jolanta Łada-Zielke

Das Buchcover stellt die Schlussszene des ersten Aktes von „Tannhäuser“ aus dem Jahr 2019 unter der Regie von Tobias Kratzer dar. Venus (wahrscheinlich Helena Zhidkova) und ihre Avantgarde-Künstlergruppe, zu der Manni Laudenbach und Le Gateau Chocolat gehören, treffen am Festspielhaus ein und überlegen, wie sie hineinkommen können. Sobald ihnen das gelingt, „führen“ Manni und Le Gateau die Zuschauer in der Videoprojektion hinter die Kulissen des Theaters.

„Stephan Mösch, Bayreuth als Theater – Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte
klassik-begeistert.de, 27. September 2026“
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Lisa Batiashvili spielt mit Glut und Intensität

Lisa Batiashvili, Dresdner Philharmonie, Leitung Dalia Stasevska © Leoni Ridder

Die georgischstämmige Geigerin, Residenzkünstlerin des diesjährigen Beethovenfests, spielt mit Glut und Intensität Sibelius. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Daria Stasevska formidabel, wenn auch einige Tempi der Kategorie „Affenzahn“ die Präzision in Mendelssohns Vierter Sinfonie leiden lassen.

Beethovenhalle Bonn, 25. September 2026

Gija Kantscheli (1935-2019) – Sio für Streicher, Klavier und Schlagwerk

Jean Sibelius (1865-1857) – Violinkonzert d-Moll op. 47

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“

Lisa Batiashvili, Violine (Beethovenfest Residenz 2026)

Sandro Nebieridze, Klavier
Alexej Bröse, Schlagwerk

 Dresdner Philharmonie

Dalia Stasevska, Dirigentin

 von Brian Cooper

„Lisa Batiashvili und Dresdner Philharmonie
Beethovenfest 2026, Beethovenhalle Bonn, 25. September 2026“
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Stefan Herheim inszeniert das Verwirrspiel in der römischen Götterwelt

La Calisto © Matthias Baus

Es gibt wenige Barockopern, wo kaleidoskopartig die prominentesten Vertreter der römischen Götter präsentiert werden. Was sehr leicht in ein langweilendes Durcheinander münden kann; daraus machte der Regisseur und Intendant des Hauses Stefan Herheim eine grandiose und mitreißende Darstellung dieser Eskapaden. Und daraus wurde gemeinsam mit der exzellenten musikalischen Leitung eine Traumaufführung. 

MusikTheater an der Wien, 26. September 2026

Francesco Cavalli
La Calisto
Dramma per Musica in drei Akten

Besetzung
Vera-Lotte Boecker, Milan Siljanov, Luciana Mancini, Arnaud Glück …

Inszenierung:  Stefan Herheim
Bühne:  Silke Bauer
Choreographie:  Beate Vollack

L’Arpeggiata

Musikalische Leitung:  Christina Pluhar
Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

von Herbert Hiess

„Francesco Cavalli: La Calisto, L’Arpeggiata / Christina Pluhar
MusikTheater an der Wien, 26. September 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026

Lisa Batiashvili Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Dalia Stasevska <br> Leoni Ridder

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DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026

Bonn/Beethovenhalle
Lisa Batiashvili verzückt und verzaubert das Bonner Publikum
Die georgischstämmige Geigerin, Residenzkünstlerin des diesjährigen Beethovenfests, spielt mit Glut und Intensität Sibelius. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Daria Stasevska formidabel, wenn auch einige Tempi der Kategorie „Affenzahn“ die Präzision in Mendelssohns Vierter Sinfonie leiden lassen.
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

„DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 41: Georges Bizet – „Habanera“ aus „Carmen“

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Was braucht es eigentlich, damit ein Musikstück nicht nur bekannt und berühmt wird, sondern es auch bleibt? Sind es Eingängigkeit, komplexe oder ansprechende Kompositionstechniken, inhaltsstarker Ausdruck oder Tiefe? Sind es die Themenbezüge, ein aussagekräftiger Text, die Aufführungspraxis oder vielleicht eine Kombination aus allem? Das alles mag sicherlich seine Rolle dabei spielen, Musik ins kulturelle Gedächtnis zu rufen und dort zu halten. Doch es gibt noch ein Element, das anscheinend seine Rolle dabei spielt: Der Skandal. Wie sich das auch auf klassische Musik auswirkt, soll heute an einem an und für sich gänzlich skandalfreien Werk betrachtet werden: An der Oper Carmen von Georges Bizet. „Daniels Anti-Klassiker 41: Georges Bizet – „Habanera“ aus „Carmen“ (1875)
klassik-begeistert.de, 27. September 2026“
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