Emilie Herzog: Die Frau, die man nicht behalten wollte

Bildmaterial: Nachlass Emilie Herzog, Sammlung R. Knöpfel.

Emilie Herzog sang vor Kaisern, Königen und Zaren und gehörte zu den ersten Sopranistinnen, die auf Schellack aufnahmen. Hundert Jahre später kannte sie niemand mehr. Die Geschichte einer Wiederentdeckung, die mit einer Platte im Brockenhaus begann.

von Stephan Lendi

Man kann sie hören. Das ist das Erste, was man wissen muss, und es verändert alles.

Auf einer Schellackplatte von 1905 steigt eine Stimme in die Gnadenarie aus Meyerbeers «Robert der Teufel», und was durch das Rauschen dringt, ist keine museale Kuriosität, sondern ein Sopran von einer Beweglichkeit, die man so nicht erwartet hat. Höhen ohne Anstrengung. Koloraturen, die klingen, als koste das nichts. Die Frau, die da singt, hiess Emilie Herzog, war königlich-preussische Kammersängerin, gehörte über zwanzig Jahre zum Ensemble der Berliner Hofoper – und war bis vor wenigen Jahren so gründlich vergessen, dass nicht einmal in ihrem Geburtsort jemand ihren Namen kannte. „Emilie Herzog, Sopranistin,
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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Hörenswerte Wiederentdeckung – Arthur Foote und seine Werke für Cello

 

CD/Blu-ray Besprechung:

Das europäische Dünkelprinzip in der klassischen Musik ist zäh. Wer im neunzehnten Jahrhundert etwas auf sich hielt, musste nach Leipzig, Paris oder Berlin, um das Handwerk der Kontrapunkte und der orchestralen Architektur zu erlernen. Wer in Amerika blieb, galt auf dem alten Kontinent schnell als musikalischer Autodidakt zweiten Ranges.

Arthur Foote
Complete Cello Works

Julian Schwarz, Cello
Marika Bournaki, Klavier

Buffalo Philharmonic Orchestra
Gerard Schwarz, musikalische Leitung

DELOS, DE3619

von Dirk Schauß

„Arthur Foote, Complete Cello Works, Julian Schwarz, Cello
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 3. SEPTEMBER 2026

Staatsoper Unter den Linden © Marcus Ebener

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 3. SEPTEMBER 2026

Berlin/Staatsoper
Was uns „Unter den Linden“ in der Saison 2026/27 erwartet
Die eben beginnende neue Spielzeit in der Staatsoper Unter den Linden ist die dritte der Intendantin Elisabeth Sobotka und des Generalmusikdirektors Christian Thielemann. Nachdem der – in größeren personellen Turbulenzen befindliche – Berliner Kultursenat die Etats der Opernhäuser empfindlich gekürzt hat, muss auch das Berliner Vorzeigehaus sparen.
von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 18: Nikolay Rimsky-Korsakov – „Hummelflug“ aus „Das Märchen vom Zaren Saltan“ (1899/1900)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 18: Nikolay Rimsky-Korsakov – „Hummelflug“
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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Mahlers Fünfte im historischen Klang

CD-Besprechung:

Ein schriller Aufschrei der Trompete eröffnet den Trauermarsch. Wer hier das gewohnte, schwere Fundament eines modernen Spitzenorchesters erwartet, reibt sich verwundert die Ohren. Philipp von Steinaecker und sein Mahler Academy Orchestra legen bei Alpha Classics die fünfte Sinfonie auf den Tisch – eingespielt auf mühsam zusammengesuchten Instrumenten der Wiener Philharmoniker um die Jahrhundertwende. Darmssaiten, Holzdämpfer, drastisch reduziertes Vibrato der Bläser und die akribisch restaurierte Urtextausgabe von Breitkopf & Härtel. Das Ergebnis ist keine sentimentale Museumsschau, sondern eine schonungslose, phasenweise verstörende Klangkur.

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 5

Mahler Academy Orchestra
Philipp von Steinaecker, musikalische Leitung

Alpha Classics, Alpha 1257

von Dirk Schauß

„Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5, Mahler Academy Orchestra, Philipp von Steinaecker
klassik-begeistert.de, 2. September 2026“
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So Bruch-romantisch hätte es gerne noch endlos weitergehen dürfen!

María Dueñas, Giedrė Šlekytė © Hannes von der Fech

Musikfest Bremen: Spätromantische Geniestreiche

Für bekennende Romantiker gehört bei einem als „Spätromantische Geniestreiche“ betiteltem Konzert Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 geradezu unverzichtbar dazu. Vor allem der 2. Satz, mit hochgradigem Ohrwurmpotenzial, der allerdings nach Meinung so mancher geschmacklich anders orientierter Musikfreunden eher mit einer Art musikalischer Zuckersteuer zu belegen sei.

Programm:
Franz Schubert 
Ouvertüre C-Dur zu „Die Zauberharfe“ D 644 („Rosamunde-Ouvertüre“)
Max Bruch 
Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Johannes Brahms  
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

María Dueñas  Violine
Giedrė Šlekytė 
Dirigentin
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg „Musikfest Bremen: Spätromantische Geniestreiche, María Dueñas, Violine
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. August 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 2. SEPTEMBER 2026

© Westermann, Staatsoper Hamburg

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 2. SEPTEMBER 2026

Was bringt die neue Saison an der Hamburgischen Staatsoper?
Neulich blieb ich beim Wechseln des TV-Programms bei einer „Talk-Show“ hängen. Ein mutmaßlich dem Rocksänger-Milieu angehörender Mittvierziger mit Baseball-Käppi räsonierte über Oper. Die ihn befragende Talkmasterin fand es offensichtlich bemerkenswert, dass die neue Macbeth-Inszenierung der Hamburgischen Staatsoper mit einem jüngeren nackten, körperlich fit aussehenden, einen Baumstamm erkletternden Mann beworben wird. Ihr Vater habe früher eine Sängerin erlebt, die sich mit 60 noch auf die Bühne wagte und der „immer das Kleid aufplatzte, weil sie älter und voluminös war“. Also wollte die Moderatorin offenbar lieber einen nackten athletischen  Mann auf der Bühne sehen, aber nicht eine ältere, nicht ganz schlanke Sängerin.
Ein Meinungsbericht von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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Mit „Don Giovanni“ legt Iván Fischer eine höchst inspirierte Einspielung vor

CD-Besprechung:

Mozart
Don Giovanni

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer

Channel Classics CCS 49926

von Peter Sommeregger

Der ungarische Dirigent Iván Fischer gilt als Spezialist für den Komponisten Mozart. Frustriert durch die neue Ästhetik des Musiktheaters verweigert er sich inzwischen weitgehend dem Opernbetrieb. Alternativ hat er die Iván Fischer Opera Company gegründet, mit der er stilreine Inszenierungen und Aufführungen erarbeitet. „Mozart, Don Giovanni, Iván Fischer, Dirigent
klassik-begeistert.de, 1. September 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. SEPTEMBER 2026

Elbphilharmonie © Thies Rätzke

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. SEPTEMBER 2026

Hamburg
Zehn Jahre Elbphilharmonie: Sozialbau mit Eventcharakter (Bezahlartikel)
Die Elbphilharmonie in Hamburg geht in ihre zehnte Saison, der Ticketerfolg hält erstaunlicherweise an. Doch gewinnt die klassische Musik dank ihr wirklich neues Publikum?
FrankfurterAllgemeine.net

Abschied Salzburg: Was bleibt von der Ära Markus Hinterhäuser?
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,21 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

Absolute Mehrheit für die Festspiele!
Der Schuss ging , wie es aussieht, nach hinten los: Die Salzburger KPÖ plus hat eine Studie in Auftrag gegeben, mit der sie wohl beweisen wollte, wie abgehoben und fern der Salzburger Bevölkerung das Angebot der Festspiele sei. Die Ergebnisse kann man ganz anders lesen – und das tut das Direktorium natürlich. Hier diese Reaktion im Wortlaut.
DrehpunktKultur.at

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