Auf geht’s in die Welt des Jacques Offenbach

© Monika Rittershaus

Auf in die Antike! Verlassen wir, dank der Faszination des Theaters, für eine kurze Zeit die Mühen der Gegenwart. Gehen wir ins griechische Theben, kraxeln von dort auf den Olymp, um mit gelangweilten Göttern hinabzusteigen ins Reich der Unterwelt. Dort treffen wir auf einen verrückten Prinzen, eine liebestolle Fliege und erleben final den schlüpfrigen Höllengalopp.

Komische Oper im Schillertheater, 9. Oktober 2026

Orpheus in der Unterwelt
Operette von Jacques Offenbach
Libretto von Ludovic Halévy und Hector Crémieux

Uraufführung am 21. Oktober 1858 im Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris

Inszenierung an der Komischen Oper Berlin von Barrie Kosky

Koproduktion mit den Salzburger Festspielen und der Deutschen Oper am Rhein

Choreografie:  Otto Pichler
Bühnenbild:  Rufus Didwiszus
Kostüme:  Victoria Behr

Musikalische Leitung:  James Hendry

Wiederaufnahme an der Komischen Oper im Schillertheater, 9. Oktober 2026

von Ralf Krüger

„Jacques Offenbach, Orpheus in der Unterwelt
Komische Oper Berlin, Schillertheater, 9. Oktober 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. OKTOBER 2026

Elbphilharmonie © Thies Rätzke

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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. OKTOBER 2026

Wien/Musikverein
Musikverein: Drei „Julier“ und ihr Doppelliederabend (Bezahlartikel)
Sopran, Tenor, Klavier: Julia Kleiter, Julian Prégardien und Julius Drake präsentierten Brahms auf sympathische Weise.
DiePresse.com

Linz
Vorbericht – „Lohengrin“ in Linz: Märchenheld als Manipulator
Mit Richard Wagners „Lohengrin“ bringt das Landestheater Linz eine Oper auf die Bühne, die den klassischen Märchenstoff in die Gegenwart überträgt. Die musikalische Leitung hat der designierte Chefdirigent des Bruckner Orchesters Linz, Christoph Koncz. Die Premiere ist Samstagabend in Linz.
ooe.orf.at

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Daniels Anti-Klassiker 54: Mozarts Jupiter-Sinfonie

https://tersdergi.com

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ah, wer kennt nicht dieses Juwel im Schaffen des „ganz großen Meisters“? Als letzte Sinfonie Mozarts ist seine „Jupiter-Sinfonie“ mit dem sperrigen Originaltitel „Symphonie Nr. 41 in C-Dur, KV 551“ eine der am häufigsten gespielten Sinfonien überhaupt. Wenn von höchster Musikkunst die Rede ist, ist sie das Beispiel schlechthin. Allzu oft bezeichnet man sie wegen ihrer Machart und Stellung in Mozarts Leben auch als jene Sinfonie, in der er noch einmal all sein Können kulminiert und in gottgleicher Weise offenbart haben soll. So entwickelte die „Sinfonie mit der Schlussfuge“ einen Ruf, der sie in den ewigen Olymp aller Musik erhob – und das völlig zu Unrecht! „Daniels Anti-Klassiker 54: Mozarts Jupiter-Sinfonie
klassik-begeistert.de, 11. Oktober 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. OKTOBER 2026

Étienne Dupuis © Tim Weiler

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. OKTOBER 2026

Wien/Staatsoper
Étienne Dupuis: „Wenn ich nicht spielen könnte, würde ich wahrscheinlich aufhören zu singen“
Étienne Dupuis empfängt mich in den Garderoben der Wiener Staatsoper. Dort singt der Frankokanadier in dieser Saison Verdis Posa sowohl im italienischen Don Carlo als auch im französischen Don Carlos. Mit Klassik begeistert spricht der 47-Jährige über Regisseure, Haartransplantation, Kritiken, seine Frau Nicole Car – und darüber, warum ausgerechnet Billy Joel mitverantwortlich dafür ist, dass Dupuis heute Opernsänger ist.
Interview von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

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Jiaxin Min spielt zwischen Abschied und Wiedersehen

CD-Besprechung:

DAS LEBEWOHL

Liszt, Beethoven, Barber

Jiaxin Min, Klavier

Fuga Libera, FUG875

von Dirk Schauß

Jiaxin Min schaut auf dem Cover nach unten. Nicht kokett, nicht posierend – eher so, als würde sie in die Tasten hineinhorchen und gleichzeitig in sich selbst. Das passt. Denn ihr Debütalbum ist keine brillante Visitenkarte einer Wettbewerbssiegerin, sondern eine berührende, ehrliche Innenschau. Eine junge Künstlerin, die nach Phasen der Zweifel, der Abwesenheit und des Beinahe-Aufgebens mit dreißig Jahren wieder auf die Bühne zurückkehrt und dabei ihrem jüngeren Ich die Hand reicht.

„DAS LEBEWOHL – Liszt, Beethoven, Barber – Jiaxin Min, Klavier
klassik-begeistert.de, 9. Oktober 2026“
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SULLA PIAZZA wandert mit venezianischen Klängen durch die Lagune

CD-Besprechung:

SULLA PIAZZA

Consort la Capriola

Ricercar, RIC494

von Dirk Schauß

Unter den Arkaden des Markusplatzes zieht ein Consort von Violinen durch die venezianische Nacht. Von der Basilika zu den Salons, von den Gassen in die Tavernen – und am Ende bis zum Morgengrauen. Genau dieses lebendige Fresko zeichnet das Debütalbum von La Capriola. Man hört nicht einfach Renaissance-Musik, man wandert mit.

„SULLA PIAZZA, Consort la Capriola
klassik-begeistert.de, 9. Oktober 2026“
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Theatralischer Triumph

Die fünfte Aufführung der Macbeth-Inszenierung von Tobias Kratzer geriet an der Hamburgischen Staatsoper zu einem theatralischen Triumph

Inés López Fernández (2. und 3. Erscheinung), Chao Deng (Arzt), Colin Aikins (Malcolm), Alexander Vinogradov (Banco), Nino Machaidze (Lady Macbeth), Simon Keenlyside (Macbeth), Dovlet Nurgeldiyev (Macduff), Mariana Poltorak (Dame der Lady), Hubert Kowalczyk (Diener des Macbeth, Mörder, 1. Erscheinung) (Foto: RW)

Nino Machaidze und Simon Keenlyside setzten ihr Stimmmaterial ganz im Sinne der psychologischen Durchdringung des Dramas ein. Sie ergänzten sich vortrefflich und führten das grausame Ehepaar auf eine bisher von mir nicht erlebte theatralische Höhe. Das alles ist Tobias Kratzer zu verdanken, der sich intensiv mit der Psychologie der handelnden Personen auseinandergesetzt hat.

Macbeth,  Oper von Giuseppe Verdi

Inszenierung:  Tobias Kratzer, Bühne und Kostüme:  Rainer Sellmaier

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg,  Leitung Tomáš Hanus

8. Oktober 2026, 5. Aufführung seit der Premiere vom 12. September 2026

von Dr. Ralf Wegner

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, 8. Oktober 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2026

Einzelvorhang für Polina Semionova als Emma Bovary (Foto: RW)

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DIE FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2026

Berlin/Staatsballett
War Emma Bovarys Leben tatsächlich so trist grau, wie es Christian Spuck beim Staatsballett Berlin zeigt?
Polina Semionova ist eine großartige Tänzerin. Wie sie aus der Körpermitte heraus Körperspannung erzeugt, diese bei den Hebungen wie eingefroren hält, und danach mit fließenden, eleganten Bewegungen weiter tanzt, ist beeindruckend. Vom Typus her ist sie aber keine Emma Bovary.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik.begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 52: Brahms problematische „Haydn-Variationen“

POSTER Karikatur von Johannes Brahms, Komponist von Neale Osborne
Bridgeman Images

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Der Variationszyklus ist eine Musikgattung, in der ein Thema in stets veränderter Form wiederholt wird. Entwicklung steht nicht im Vordergrund, sondern die Wiedererkennbarkeit bei Anpassung melodischer, rhythmischer, harmonischer oder satztechnischer Gestalt. Variationszyklen bilden für gewöhnlich keine Handlung oder Kontraste mehrerer Themen ab. Als „rein musikalische Schöpfung“ gelten sie deshalb seit Jahrhunderten als „musikgeschichtlich abgeschlossen“, beschränkt und absurd. „Daniels Anti-Klassiker 52: Johannes Brahms „Haydn-Variationen“
klassik-begeistert.de, 8. Oktober 2026“
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Lalandes Tafelmusik schenkt ein bisschen Wein aus dem Lautsprecher

Stellen Sie sich vor: Versailles ist weit, der König speist noch nicht, und in Lalandes Haus wird geprobt. Der Koch Massialot kommt nicht nur mit Speisen und Getränken, sondern liest auch Briefe und Zeitungen vor, die die Postkutsche gebracht hat. Genau dieses Bild hat sich Hervé Niquet für sein neues Album ausgedacht – und es funktioniert wunderbar. Man sitzt quasi mit am Tisch, die Musik spielt direkt vor einem, und zwischendurch darf auch einmal herzlich gelacht werden.

LALANDE
Suites pour les Soupers du Roy

Hervé Niquet & Le Concert Spirituel 

Alpha Classics, ALPHA1272

von Dirk Schauß 

„Lalande, Suites pour les Soupers du Roy, Hervé Niquet & Le Concert Spirituel 
klassik-begeistert.de, 8. Oktober 2026“
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