MET Tristan – Lise Davidsen © Karen Almond / Met Opera
An der Met füllt Lise Davidsens Leuchtkraftstimme Ränge und scheinbar Theaterkassen, Yannick Nézet-Séguins Dirigat begeistert Opernneulinge wie erfahrene Wagnerianer und Yuval Sharons Regie reiht sich in eine Serie an nichts aussagenden Met-Inszenierungen ein. Die sieben Tristane? Alle ausverkauft!
The Metropolitan Opera, New York, 9. März 2026
Tristan und Isolde
Musik und Libretto von Richard Wagner
von Johannes Karl Fischer
Ich könnte mich erstmal über Yuval Sharons emotionslose und akustisch nicht gerade sängerfördernde Tristan-Regie aufregen. Oder darüber, dass an einem der weltbesten Opernhäuser wieder mal kaum kritische Diskussion stattfindet. Das würde jedoch die Stimmung des Abends krachend verfehlen. Denn während die Mailänder Scala trotz Gala-Besetzung ihre Götterdämmerung kaum voll bekam, waren hier die sieben geplanten Vorstellungen dermaßen restlos ausverkauft, dass man vier Tage vor der Premiere spontan eine achte Matinee-Vorstellung am 4. April ankündigte. Allen fast 4.000 Plätzen zum Trotz. Die ganze Stadt fiebert für Wagner, für Tristan! „Richard Wagner, Tristan und Isolde, Lise Davidsen
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