DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. APRIL 2026

Richard Strauss , Hugo von Hofmannsthal: DER ROSENKAVALIER Ensemble © Ruth Walz

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 2. APRIL 2026

Staatsoper Unter den Linden Berlin: Wir gratulieren unserem Generalmusikdirektor Christian Thielemann zu seinem Geburtstag.

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Chistian Thielemann © Staatsoper Unter den Linden Berlin

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Berlin/Staatsoper
Mit diesem „Rosenkavalier“ hat sich Christian Thielemann selbst noch einmal übertroffen
Es war eines jener Musiktheatererlebnisse, die so singulär sind, dass sie unvergesslich in die Geschichte eingehen. Ohnehin ist Christian Thielemann als Strauss-Dirigent unübertroffen, jeder „Rosenkavalier“ unter seiner Leitung ist fulminant, ob nun vor 20 Jahren an der Deutschen Oper Berlin oder später in Baden-Baden oder Dresden. Kein anderer Dirigent unserer Zeit kommt da auch nur annähernd heran. Das ist meine Bilanz nach rund 40 Aufführungen dieser Oper in meinem Leben.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

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Rising Stars 62: Beth Taylor, Alt oder Mezzosopran?

Beth Taylor © Olivia da Costa

Das Beste beider Stimmfächer vereinigt sich in einer vielversprechenden Künstlerin.

von Dr. Lorenz Kerscher

Vor kurzem erlebte ich in der Münchner Isarphilharmonie eine überwältigende Aufführung von Mahlers Auferstehungssymphonie durch Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks unter Sir Simon Rattle.

Ganz besonders berührte mich das von der 1993 in Glasgow geborenen Beth Taylor ausdrucksvoll gestaltete Altsolo. In zartestem Pianissimo setzte sie an zum ersten Vers „O Röschen rot“, um dann in wohldosierter Steigerung den Wohlklang ihres dunklen Timbres zu entfalten, wo angebracht auch dramatische Akzente zu setzen und am Ende das „ewig selig Leben“ wieder mit wunderschöner Zartheit zu besingen. „Das ist endlich mal ein echter Alt“ meinte meine Frau, und genau dasselbe schrieb Robert Braunmüller, Kulturredakteur der AZ München, auf seiner Facebookseite. „Rising Stars 62: Beth Taylor, Alt oder Mezzosopran?
klassik-begeistert.de, 2. April 2026“
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Körper, die Worte aus den Poren hervorpressen

André Benndorff, Erwin Aljukić, Nadège Meta Kanku, Chloé Ata A Njoya, Ahmed Soura © Julian Baumann

Mein Eindruck ist, dass die Verzweiflung, Zerrüttung, die explosive Kraft des Schicksalsschlages von den Körpern aus ihnen herausgetanzt werden. In jeder Sekunde. Mit den Worten des Textgedichts Mujilas oder ohne Worte. Alle Körper haben permanente Spannung, stehen unter Strom.

Balau

Von und mit Erwin Aljukić, Chloé Ata A Njoya, André Benndorff, Nadège Meta Kanku, Daisy Ransom Phillips, Anja Signitzer, Ahmed Soura, Martin Weigel

Regie & Choreografie  Serge Aimé Coulibaly
Musik  Yvan Talbot
Licht  Charlotte Marr
Text  Fiston Mwanza Mujila (Übersetzung  Lena Müller)
Dramaturgie  Olivia Ebert

Therese-Giehse-Halle, München, 31. März 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend wird die Performance Balau in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele aufgeführt. Im Anschluss an die Performance gibt es zwei parallele Künstlergespräche. Eins auf Deutsch und eins auf Englisch. Moderiert werden die Gespräche durch Mitglieder des Kammer Clubs. Das sind in dem Fall vier theaterbegeisterte Studentinnen. Das dem Programm Namen gebende Balau ist ein Wort der westafrikanischen Sprache Dioula und heißt übersetzt Schicksalsschlag. Es gibt ein klares davor und danach. Danach ist nichts mehr so wie davor. „Performance Balau, Musik Yvan Talbot
Therese-Giehse-Halle, München, 31. März 2026“
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Mit diesem „Rosenkavalier“ hat sich Christian Thielemann selbst noch einmal übertroffen

Christian Thielemann© Matthias Creutziger

Es war eines jener Musiktheatererlebnisse, die so singulär sind, dass sie unvergesslich in die Geschichte eingehen. Ohnehin ist Christian Thielemann als Strauss-Dirigent unübertroffen, jeder „Rosenkavalier“ unter seiner Leitung ist fulminant, ob nun vor 20 Jahren an der Deutschen Oper Berlin oder später in Baden-Baden oder Dresden. Kein anderer Dirigent unserer Zeit kommt da auch nur annähernd heran. Das ist meine Bilanz nach rund 40 Aufführungen dieser Oper in meinem Leben.

Richard Strauss
Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen (1911)

Musik von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Christian Thielemann

Inszenierung: André Heller

Staatskapelle Berlin
Staatsopernchor

Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 31. März 2026

von Kirsten Liese

Aber nun, in der von mir besuchten zweiten Berliner Festtagsaufführung an der Staatsoper, ging die Magie über alles bislang Erlebte noch einmal hinaus. Im Sport würde man von einer persönlichen Bestleistung sprechen, denn nur sich selbst kann der geniale Dirigent Thielemann noch übertreffen. „Richard Strauss, Der Rosenkavalier, Christian Thielemann, André Heller
Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 31. März 2026“
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Christian Thielemann verzaubert mit dem „Rosenkavalier“

Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Seit 30 Jahren gibt es sie: Die Berliner Staatsopern-Festtage während der Osterzeit.

Dieses Jahr glänzen sie durch die Wiederaufnahme des „Rosenkavalier“ unter der musikalischen Leitung von Christian Thielemann und hervorragenden Gesangssolisten.

Richard Strauss
Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen (1911)

Musik von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung:  Christian Thielemann

Inszenierung:  André Heller

Staatskapelle Berlin
Staatsopernchor

Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 31. März 2026

von Henriette Müller

„Das Orchester, die Staatskapelle Berlin, hat schon einen großen Erfahrungsschatz mit Strauss. Und ich habe diesen auch“.

Christian Thielemann

Natürlich ist es nicht nur der Erfahrung geschuldet: Thielemann gilt bei einem großen Teil des Publikums als der derzeit weltbeste „Strauss Dirigent“.

Sein „Rosenkavalier“ beweist das eindringlich. „Festtage 2026, Richard Strauss, Der Rosenkavalier, Christian Thielemann
Staatsoper Unter den Linden Berlin, 31. März 2026“
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Dubliner Luft belebt Händels Geniestreich – ohne viktorianischen Staub

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer dachte, er wisse schon alles über den Messiah, sollte dringend seine Ohren auf die grüne Insel ausrichten. Diese Aufnahme räumt gründlich mit dem viktorianischen Ballast auf und zeigt Händel so, wie er wahrscheinlich selbst gern gehört werden wollte: lebendig, nahbar und mit einem verschmitzten Augenzwinkern.

George Frideric Handel
Messiah , HWV56

Irish Baroque Choir and Orchestra
Peter Whelan, musikalische Leitung

Linn, CDK761

von Dirk Schauß

Warum noch ein Messiah? Weil es bislang keine Aufnahme auf historischen Instrumenten von einem irischen Ensemble gab – obwohl genau dieses Werk 1742 in Dublin seine triumphale Uraufführung erlebte. Fast drei Jahrhunderte später schließt das Irish Baroque Orchestra unter Peter Whelan diese Lücke und liefert pünktlich zu seinem 30-jährigen Jubiläum die erste authentische irische Deutung auf CD. Ein spätes, aber umso verdientes Heimspiel. „CD/Blu-ray Besprechung: George Frideric Handel, Messiah , HWV56
klassik-begeistert.de, 1. April 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 1. APRIL 2026

Opernhaus Zürich, Giulio Cesare in Egitto © Monika Rittershaus

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 1. APRIL 2026

Zürich
Händel meets Hollywood – spektakulärer Giulio Cesare in Zürich
Mit diesem opulenten Opernspektakel, kontrastierend zwischen Film und Theater, kunstvoll changierend zwischen Parodie und mörderischem Ernst, hat sich das Opernhaus Zürich einmal mehr selbst übertroffen: Man nimmt gerne die durch und durch großartige Version von David McVicar an der Met und der Royal Opera zum Maßstab, doch die in ihrer Originalität geradezu überwältigende Zürcher Produktion dieser zu Recht berühmtesten Oper Händels kann sich mit McVicars Inszenierung durchaus messen. In Zürich traten Weltstars wie die „Wahl-Zürcherin“ Cecilia Bartoli und die hervorragende Anne Sofie von Otter sowie der erstklassige Cesare des Carlo Vistoli auf. Vor allem aber wurde dem verwöhnten Zürcher Publikum eine bildgewaltige Krimikomödie als Oper, eine Synthese von Tragik, Sinnlichkeit und sprühendem Humor, treffsicher durchsetzt mit Ironie, Humor und perfekt eingesetzten parodistischen Elementen serviert.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

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Stefan Bonevs Beethoven beherrscht die Elbphilharmonie

Fotos Stefan Bonev, Klavier © Shigeru Kawai Europa

Mit einem äußerst ausgewogenen Programm um zwei spektakuläre Spitzenwerke des Klavierrepertoires begeisterte Stefan Bonev sein Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie. Auch mit zwei Raritäten von Pantscho Wladigerow sorgte er für eine pianistische Sternstunde am Sonntagmorgen! 

Stefan Bonev, Klavier

Werke von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Liszt und Pantscho Wladigerow

Elbphilharmonie, Hamburg, 29. März 2026

von Johannes Karl Fischer

Vor einiger Zeit hatte der Pianist Stefan Bonev mit einem Programm um zwei pianistische Feuerwerke von Beethoven und Liszt in der Alfred Schnittke Akademie für Aufruhr gesorgt.

Heute löste er seinen Lohn ein und spielte fast das gleiche Programm vor rund 500 Zuschauern in der Elbphilharmonie. Zumindest in Sachen Prestige doch ein deutliches Upgrade zur kleinen, aber ebenso feinen Stadtvilla mit malerischem Garten in Altona. Wobei … irgendwie hat die frische, luftige Atmosphäre unweit vom Prellbockbahnhof auch ihren Reiz. Und die Musik fasst sich hier wie dort nicht weniger mitreißend! „Stefan Bonev, Klavier
Elbphilharmonie Hamburg, 29. März 2026“
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In der Langsamkeit nehme ich genauer und zugleich nur die Hälfte aller Bewegung wahr

Planet [wanderer] © Rahi Rezvani

Nur langsam vermag ich auf aus meiner Wahrnehmung des unendlichen und scheinbar nicht versiegenden Stroms der gesehenen Bewegung der ashihara-no-nakatsukuni (die mittlere Erde des Schilfs) aufzutauchen. Ich werde des tiefen und wogenden Abdrucks in meinem Inneren gewahr. Eine völlig neue Erfahrung.

Planet [wanderer]

Konzept & Choreographie   Damien Jalet
Konzept & Szenographie   Kohei Nawa

Musik   Tim Hecker

Kostüme   Sruli Recht
Licht   Yukiko Yoshimoto

Performerinnen und Performer:  Shawn Ahern, Karima El Amrani, Aimilios Arapoglou, Francesco Ferrari, Vinson Fraley, Christina Guieb, Astrid Sweeney, Erna Yuasa

Haus für Mozart, Salzburg, 30. März 2026

Von Frank Heublein

An diesem Abend wird bei den Osterfestspielen in Salzburg im Haus für Mozart Damien Jalets und Kohei Nawas Choreographie Planet [wanderer] aufgeführt. „Planet [wanderer], Konzept Damien Jalet und Kohei Nawa
Haus für Mozart, Salzburg, 30. März 2026“
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Monteverdi Choir unter Laurence Equilbey: So klingt Bach von einem anderen Stern

Laurence Equilbey © Agnès Mellon 

Wenn man an Chöre denkt, vor allem an die besten, stolpert man unweigerlich über zwei Ensembles: den musicAeterna Chor von Teodor Currentzis oder den Arnold Schoenberg Chor. Dass der Monteverdi Choir hier um nichts nachsteht, hat das von Sir John Eliot Gardiner gegründete Ensemble nun in Paris bewiesen – unter dem Dirigat einer Französin.

Johann Sebastian Bach, h-Moll Messe

Monteverdi Choir
Insula orchestra

Laurence Equilbey, Dirigentin

La Seine Musicale, Paris, 26. März 2026

von Jürgen Pathy

Bachs h-Moll  Messe ist vieles: ein Best-of-Bach, ein geistliches Vermächtnis, ein Werk voller Arien, Chorsätze und Fugenkunst. Sein ganzes Können hat Bach in dieses monumentale Werk gelegt. An vorderster Stelle ist es aber ein Chorwerk. Unter der Leitung von Laurence Equilbey hat sich das in der Pariser La Seine Musicale deutlich herauskristallisiert.

„h-Moll Messe, J.S. Bach, Laurence Equilbey, Dirigentin
La Seine Musicale, Paris, 26. März 2026“
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