Mit Nombulelo Yende besitzt die Oper Frankfurt einen Diamanten im Sopranfach

Petr Sokolov und Nombulelo Yende © Xiomara Bender

Als Übernahme der Tiroler Festspiele Erl spielt die Oper Frankfurt Tschaikowskis Oper „Mazeppa“. Unter der exzellenten Leitung von Karsten Januschke begeistert ein homogenes Sängerensemble, aus dem allerdings Nombulelo Yende als Marie hervorsticht. Nombulelo Yende (geboren 1991) ist die rund fünf Jahre jüngere Schwester von Pretty Yende (geboren 1985, ebenfalls Sopranistin, Welt-Star). Der Regisseur Matthew Wild inszeniert das Werk als Fehde zwischen zwei mafiösen Gruppen mit politischem Hintergrund und stellt die Frage, wieso es Populisten immer wieder gelingt, sich auf dem Rücken des einfachen Volkes ihre Machtkämpfe auszutragen.

Oper Frankfurt, 20. September 2026

Peter I. Tschaikowski (1840-1893)
MAZEPPA
Oper in drei Akten und sechs Bildern

Text von Viktor P. Burenin und Peter I. Tschaikowski nach Alexander S. Puschkin

Musikalische Leitung: Karsten Januschke

Inszenierung: Matthew Wild
Bühne & Kostüme: Herbert Muraurer

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Kinderchor der Oper Frankfurt (Leitung: Manuel Pujol)

von Jean-Nico Schambourg

„Peter I. Tschaikowski (1840-1893), Mazeppa
Oper Frankfurt, 20. September 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 23. SEPTEMBER 2026

Petr Sokolov und Nombulelo Yende © Xiomara Bender

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 23. SEPTEMBER 2026

Frankfurt
Mit Nombulelo Yende besitzt die Oper Frankfurt einen Diamanten im Sopranfach
Als Übernahme des Tiroler Festspiele Erl spielt die Oper Frankfurt Tschaikowskis Oper „Mazeppa“. Unter der exzellenten Leitung von Karsten Januschke begeistert ein homogenes Sängerensemble, aus dem allerdings Nombulelo Yende als Marie hervorsticht. Der Regisseur Matthew Wild inszeniert das Werk als Fehde zwischen zwei mafiösen Gruppen mit politischem Hintergrund und stellt die Frage, wieso es Populisten immer wieder gelingt, sich auf dem Rücken des einfachen Volkes ihre Machtkämpfe auszutragen.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 38: Giacomo Puccini – „Nessun dorma“ aus „Turandot“ (1926)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Im Fundus der Klassischen Musik gibt es viel zu viele Werke, die im gesellschaftlichen Bewusstsein vergessen oder in den Hintergrund gerückt sind. Finden solche Werke den Weg zurück zu breiter Beachtung, ist das eigentlich begrüßenswert. Doch leider ist damit heutzutage häufig eine Überrepräsentation, wenn nicht sogar ein medialer Verschleiß verbunden. Nehmen wir beispielsweise Griegs Peer Gynt Suite und wir werden uns erinnern, dass sie heute, im frühen 21. Jahrhundert dem modernen Trend erliegt, ein Stück so oft zu wiederholen, bis es keiner mehr hören mag. Und so handelt auch dieser Beitrag von einem Werk, das im Sinne dieses Trends seit einigen Jahren malträtiert wird. Die Rede ist von der „Nessun dorma“-Arie aus Giacomo Puccinis Oper „Turandot“.
„Daniels Anti-Klassiker 38: „Nessun dorma“ aus „Turandot“ (1926)
klassik-begeistert.de, 23. September 2026“
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Alexander Soddy lüftet den Londoner Nebel in der Alten Oper

© Diana Hillesheim

Ein gehöriges Maß an britischem Selbstbewusstsein gehört schon dazu, um dem Frankfurter Publikum beim Saisonauftakt der Museumskonzerte gleich zwei Komponisten von der eigenen Insel auf die Pulte zu legen. Alexander Soddy hat dieses Selbstbewusstsein. Mehr noch: Er besitzt die Gabe, den Großen Saal der Alten Oper nicht in ein staubiges Musentempel-Archiv zu verwandeln, sondern in eine Werkstatt für historische Gerechtigkeit. Wer geglaubt hatte, nach den Sommermonaten erwarte den abonnierten Musikfreund das gewohnte Aufwärmen bekannter Repertoire-Schlager, sah sich bereits in den ersten Minuten eines Besseren belehrt.

Alte Oper Frankfurt, 21. September 2026

Dorothy Howell
Lamia – Sinfonische Dichtung

Edvard Grieg
Klavierkonzert a-Moll op. 16

Sir Edward Elgar
Sinfonie Nr. 1 As-Dur op. 55

Martin Stadtfeld, Klavier
Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Alexander Soddy, musikalische Leitung

von Dirk Schauß

„Edward Elgar, Sinfonie Nr. 1, Martin Stadtfeld, Klavier, Alexander Soddy Dirigent
Alte Oper Frankfurt, 21. September 2026“
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Also sprach Zarathustra – ein Urknall!

Marko Letonja © Hannes von der Fecht

1. Philharmonisches Konzert

Der „Urknall“ muss noch etwas warten: Das Konzert startet mit Anton Weberns Passacaglia op. 1 mit einer Reihe sehr zarter, wenngleich nicht immer gänzlich synchron ausgeführter Pizzikatos. Flöte, Trompete und Klarinetten fügen sich ein in das zunächst noch ruhige, dann zunehmend komplexer, aufwühlender, lauter werdende Geschehen. Die insgesamt 23 Variationen des Eingangsthemas bleiben als solche mehr oder weniger gut erkennbar – am ehesten noch in den lyrischen Anteilen mit hervorleuchtenden solistischen Partien, weit weniger in den auf maximalen Tutti-Tumult setzenden Sequenzen.

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 21. September 2026

Anton Webern   Passacaglia op. 1
William Walton  
Violinkonzert
Richard Strauss   
Also sprach Zarathustra op. 30

Frank Peter Zimmermann   Violine
Marko Letonja   
Dirigat
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 21. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Frank Peter Zimmermann Violine, Marko Letonja Dirigat
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 21. September 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 22. SEPTEMBER 2026

Ewa Płonka, Luca Micheletti  © J. Berger / ORW-Liège

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 22. SEPTEMBER 2026

Lüttich
Stefano Poda inszeniert Verdis „Macbeth“ in Lüttich als Gesamtkunstwerk
Oper als Gesamtkunstwerk, das Musik, Schauspiel, Bühnen- und Kostümkreationen und auch Tanz umfasst. Dies ist das Ziel des Regisseurs Stefano Poda. Und das Mindeste was man sagen kann über die Aufführung der Oper „Macbeth“ zur Saisoneröffnung 2026/2027 in Lüttich ist, dass es hier total gelungen ist. Stefano Poda zeichnet verantwortlich für Regie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtregie und Choreografie, Generalmusikdirektor Giampaolo Bisanti für die musikalische Leitung. Das mordende Königspaar wird von Luca Micheletti und Ewa Płonka überzeugend gesungen und dargestellt.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 37: Wieso bei Georg Friedrich Händel die Grenzen zwischen Selbstbezug, Kontrafaktur und Kopie verschwimmen

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Manch ein kreativer Geist zeichnet sich durch Einfallsreichtum aus, durch Ideenvielfalt und prächtige Abwechslung. Verwenden solche Künstler Selbstzitate, ist das oft mit einer Bedeutung verbunden, es lassen sich dadurch sogar semantische Zusammenhänge konstruieren. Dann gibt es aber auch diejenigen, die sich auf einem Personalstil ausruhen, abschreiben, andere oder sich selbst kopieren und dabei sogar komplette Werke recyceln. Letzteres erzeugt beim Zuhören nicht nur ein Gefühl von Wiederholung, sondern auch von sich einschleifenden Strukturen. Irgendwann kann sogar der Eindruck folgen, dass einem solchen Künstler nichts Neues mehr einfällt oder es schlicht an Raffinesse fehlt. Dass von diesem Vorwurf auch Komponistengrößen nicht gefeit sind, zeigt das Beispiel von Georg Friedrich Händel.
„Daniels Anti-Klassiker 37: Georg Friedrich Händel
klassik-begeistert.de, 21. September 2026“
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Anna Lapwoods grandiose Orgel-Performance bringt das Auditorium zum Toben

Die Orgel-Queen Anna Lapwood © Hannes von der Fecht

Musikfest Bremen: Die Orgel-Queen

Lange Menschenschlangen drängen in den Bremer Dom. Die gut 1300 Plätze sind restlos ausverkauft. Und zwar – kaum zu glauben! – für ein Orgelkonzert, bei dem noch nicht mal ein einziges Werk großer Komponisten wie etwa Bach oder Liszt zu hören sein wird. Zustande gebracht hat diesen Hype eine einzige Person: die mittlerweile als Orgel-Queen titulierte 31-jährige Anna Lapwood. Drinnen ist die umtriebige, ansonsten als offizielle Organistin der Londoner Royal Albert Hall tätige Musikerin vor dem imposanten Prospekt der großen Sauer-Orgel zwar kaum auszumachen; sie weiß sich aber, nach bereits eingangs überaus begeistertem Beifall, sehr wohl in Szene zu setzen.

Hans Zimmer  Filmmusik aus „The Da Vinci Code“ und „Pirates of the Caribbean“ (arr. Lapwood)
Rachel Portman 
„Flight“
Olivia Belli  
„Limina Luminis“
Ludovico Einaudi 
„Experience“
Eugène Gigout
„Toccata“
Howard Shore 
„The Lord of the Rings Organ Symphony“ (arr. Lapwood)

Anna Lapwood   Orgel

Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Anna Lapwood, Orgel-Queen
Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026“
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Kabelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph

Anna Lapwood © Nick Rutter

Kölner Philharmonie, 16. September 2026

Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.

Philharmonia Orchestra

Kerem Hasan, Dirigent

Mädchenchor am Essener Dom
Steffen Schreyer,
Einstudierung

Anna Lapwood, Orgel

Hans Zimmer – Chevaliers de Sangreal (aus „The Da Vinci Code“, 2006) und Suite aus der Filmmusik zu Interstellar (2014) – jeweils für Orgel arrangiert von Anna Lapwood
Kristina Arakelyan – Toccata (2025)
Max Richter – Cosmology (2025)
Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

Zugabe:
John Powell – “Test Drive” aus “Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010), für Orgel arrangiert von Anna Lapwood

von Daniel Janz

„Anna Lapwood, Orgel – Camille Saint-Saëns, Orgelsinfonie
Kölner Philharmonie, 16. September 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 21. SEPTEMBER 2026

WDR-Antrittskonzert Jacquot, Philharmonie © Taimas Ahangari

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DIE MONTAG-PRESSE – 21. SEPTEMBER 2026

Köln/Philharmonie
Marie Jacquots Antritt in Köln beginnt als Ode der Feinsinnigkeit
Lange hatte man in Köln gewartet, jetzt ist es endlich so weit: Marie Jacquot (36) ist neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Zur Vorgestellung der in Paris geborene Künstlerin tritt niemand Geringeres auf die Bühne, als Andrea Schafarczyk, Programmdirektorin beim WDR. Mit großer Geste kündigt sie an, Jacquot sei als Teamplayer angetreten, um „große Musik“ entstehen zu lassen. Ihr Auftrag sei es, „Menschen mit Musik zu begeistern“. Damit beginnt eine Zeitenwende in Köln, zu der man fragt: Was für Wunder, was für Höhepunkte werden unter ihr wohl kommen?
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

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