Petrenko reist mit den Berliner Philharmonikern durch drei musikalische Epochen

Kirill Petrenko © Stephan Rabold

Wieder muss man die Virtuosität aller Mitglieder dieses Orchesters bewundern, von denen jeder Einzelne Solistenqualitäten besitzt. Sie zu einem homogenen Klangkörper zu verschmelzen, ist das immer stärker zutage tretende Verdienst Kirill Petrenkos.

Igor Strawinsky: Pulcinella Suite

Peter Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2

Gautier Capuçon, Violoncello
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 8. Mai 2026

von Peter Sommeregger

Das Programm dieses Konzertes, mit dem die Berliner Philharmoniker bereits ihr traditionelles Europakonzert am 1. Mai in Eisenstadt absolviert hatten, dem sich noch weitere Gastspiele anschlossen, war durch drei völlig unterschiedliche Werke von besonderer Vielfalt. „Kirill Petrenko, Gautier Capuçon, Violoncello
Philharmonie Berlin, 8. Mai 2026“
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Der RIAS Kammerchor Berlin zwitschert uns was

RIAS Kammerchor Berlin 25-26 01 © Thomas Koy + Matthias Heyde

Der RIAS Kammerchor Berlin, einer der weltweiten besten Chöre überhaupt, singt a cappella außergewöhnliche Stücke an einem außergewöhnlichen Ort: Vogellieder im Kraftwerk Berlin, das früher den Bezirk Mitte mit Wärme versorgte.

Mit den Vögeln singen
RIAS Kammerchor Berlin

Justin Doyle   Dirigent

Dr. Uwe Westphal   Vogelstimmenimitation

Werke von Clément Janequin, Charles Villiers Stanford, Judith Bingham, Thomas Vautor, Edward Elgar, Edward Cowie, Orlando Gibbons, Jacques Arcadelt, Maurice Ravel, Ralph Vaughan Williams, Áine Mallon, Felix Mendelssohn Bartholdy, William Byrd, Gerald Finzi, Manning Sherwin.

 Kraftwerk Berlin, 8. Mai 2026

von Sandra Grohmann

Die Eichenstämme alias Betonsäulen wachsen in den Himmel und tragen ein Blätterdach, das von einer Lichtprojektion auf die Wände und Decke des Kraftwerks Berlin getupft wird. Wir sitzen im Obergeschoss des heute als Konzert- und Ausstellungsraum dienenden Baus, also quasi kurz unter den Baumwipfeln. Hierher sind wir über eine bauhausartig schwebende Treppe gelangt, die zugleich Lichtinstallation ist. Der Raum fasziniert. „Wie eine Kathedrale“, sagt die Nachbarin zu meiner Linken. „Die Kathedrale einer Naturreligion“, spricht die Religionswissenschaftlerin zu meiner Rechten. „Und das in der naturfeindlichsten Umgebung, die die Stadt zu bieten hat.“

„Mit den Vögeln singen, RIAS Kammerchor Berlin
 Kraftwerk Berlin, 8. Mai 2026“
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Mendelssohns Violinkonzert begeistert als emphatische, elegante Darbietung

Jukka-Pekka Saraste © Felix Broede

„Wiedersehen mit Christian Tetzlaff“

Magnus Lindberg  Jubilees
Felix Mendelssohn Bartholdy
  Violinkonzert e-Moll op. 64
Johannes Brahms
  Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Christian Tetzlaff Violine
Jukka-Pekka Saraste  Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Mendelssohns Violinkonzert gilt, auch wegen seiner eingängigen Melodik, als ausgesprochen populär. Bei seiner Interpretation verdeutlicht Geiger Christian Tetzlaff indes allein schon mit einem sportlich zupackenden Eingangstempo, dass er nicht auf schwelgerische Romantisierung setzt, sondern vielmehr die ausgeprägte Virtuosität und Raffinesse dieser meisterhaften Komposition betonen wird. „Christian Tetzlaff Violine, Jukka-Pekka Saraste Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026“
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Modestas Pitrenas zieht musikalische Bilanz in St. Gallen

theatersg portraits Modestas Pitrenas © konzertundtheater.ch

Das Sinfonieorchester St. Gallen wird seit der Saison 2018/2019 von Modestas Pitrenas geleitet, dessen Vertrag nun ausläuft. Seine letzten Konzerte in der schönen Tonhalle können als Bilanz gesehen werden, was Dirigent und Orchester in den vergangenen acht Spielzeiten gemeinsam erreicht haben: vieles!

Othmar Schoeck (1886-1957)  Sommernacht op. 58
Carl Maria von Weber (1786-1826)  Konzert für Fagott und Orchester F-Dur op. 75
Johannes Brahms (1833-1897)  Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Sinfonieorchester St. Gallen
Modestas Pitrenas,  Dirigent

Michele Ruggeri,  Fagott

Konzert und Theater St. Gallen, Tonhalle,  7. Mai 2026

von Julian Führer

Das Programm war vor der Pause besonders reizvoll, da es Werke präsentierte, die eher am Rande des Repertoires angesiedelt sind. Othmar Schoeck war jahrzehntelang seinerseits Chefdirigent in St. Gallen. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 komponierte er die „Sommernacht“, als „Pastorales Intermezzo für Streichorchester“ bezeichnet. „Sinfonieorchester St. Gallen, Modestas Pitrenas, Michele Ruggeri, Fagott
Konzert und und Theater St. Gallen, 7. Mai 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 10. MAI 2026

 

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 10. MAI 2026

Schammis Klassikwelt 34: Muttertag – Mütter in der Oper, im Lied und leichter Muse
Allen Müttern (und Schwiegermüttern) sei auf diesem Weg alles Liebe zum heutigen Muttertag gewünscht!
Mütter spielen in der Oper nicht so oft eine tragende Rolle als Väter dies tun. So stehen zum Beispiel in allen Verdi Opern nur dreimal Mütter auf der Bühne, während dreizehn Väter in Hauptrollen auftreten. Im klassischen Lied wendet sich diese Tendenz total. Haufenweise Komponisten haben Gedichte über Mütter vertont. In der leichten Muse wird dieser Trend später weitergeführt. Der folgende, nicht immer ernst zu nehmende Artikel zeigt nur einige Beispiele.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Auf den Punkt 91: Mach Dein Ding, Anja

Anja Bihlmaier © Nikolai Lund

Auf dem Weg in die Hamburgische Staatsoper  bin ich an einem Zeitungskiosk vorbeigekommen und habe die Schlagzeilen überflogen. Es schadet ja nie, sich weiterzubilden … Ein Titelbild zierte Udo Lindenberg, im Vorfeld seines  80. Geburtstag am 17. Mai. In Hamburg ist Udo eine Ikone. Der Autor  Benjamin von Stuckrad-Barre zählt zu seinen Fans. Einer von Udos Hits heißt „Mein Ding“.

Richard Strauss   Elektra

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Anja Bihlmaier    Dirigentin

Hamburgische Staatsoper,  14., 19. April, 1., 8. Mai 2026

 von Jörn Schmidt

Die Melodie ist eingängig und die Lyrics sind typisch Udo Lindenberg. Ich zitiere den Refrain:

Und ich mach’ mein Ding
Egal, was die andern sagen
Ich geh’ meinen Weg
Ob grade, ob schräg
Das ist egal
Ich mach’ mein Ding
Egal, was die andern labern
Was die Schwachmaten einem so raten
Das ist egal
Ich mach’ mein Ding

„Auf den Punkt 91: Mach Dein Ding, Anja
Hamburgische Staatsoper, 9. Mai 2026“
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Konzerthaus Dortmund: Das Wohnzimmer wechseln? Eine persönliche Betrachtung zur anstehenden 25. Saison

Hausansicht  © Daniel Sumesgutner

… und herzlichen Glückwunsch, lieber Brian, für Deinen wunderbaren 200. Beitrag für klassik-begeistert! Deine Musikreportagen stehen für Klasse, Ausgewogenheit und Tiefe … tusind tak und alles Gute,
Andreas Schmidt, Herausgeber.

Das Konzerthaus Dortmund geht im kommenden September in seine
25. Saison. Seit fast 20 Jahren besuche ich es regelmäßig. Es ist mir ans Herz gewachsen. Denn alles wird dort seit jeher immer etwas anders gemacht als anderswo, und vieles wird richtig gemacht.

Bei der Kölner Philharmonie, die es schon seit bald 40 Jahren gibt, die sich für mich seit dem Eröffnungskonzert bis ungefähr jetzt wie ein zweites Wohnzimmer anfühlte, ist das nicht unbedingt mehr der Fall. Inzwischen fühle ich mich eher in Dortmund zuhause. Sollte ich etwa das Wohnzimmer wechseln? Leider ist die Anreise aus Bonn beschwerlich. Aber man hört eben auch in Dortmund fabelhaft, die Atmosphäre ist auch dort ungezwungen, das Programm stark; vor allem aber gehen die Menschen der Musik wegen nach Dortmund, und nicht, um gesehen zu werden. Herzlichen Glückwunsch!

von Brian Cooper, Bonn

Neulich flatterte die – wie immer sehr schön gemachte – Saisonvorschau 2026/27 vom Konzerthaus Dortmund ins Haus. Mit Anschreiben. Und umsonst. Es gibt keine Versandgebühr wie in Essen, und schon gar keine krämerisch-albernen Zwofuffzig wie in der Kölner Philharmonie. Als die Saisonbroschüren dort noch umsonst waren, nahm ich stets einen Stapel mit, verteilte sie unter Freunden, und siehe da, stellnsesich das vor: Die Leute kauften Karten! Es ist wie mit dem Dealer des Vertrauens: Anfixen hilft. „Konzerthaus Dortmund 25. Saison September 2026
klassik-begeistert.de, 8. Mai 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 8. MAI 2026

© Bayreuther Festspiele

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 8. MAI 2026

Bayreuth
Bayreuther Festspiele: Interims-Geschäftsführer bis Jahresende
Der bisherige kaufmännische Geschäftsführer Ulrich Jagels zieht sich zurück. Bis Jahresende gibt es eine Interims-Besetzung mit Heinz-Dieter Sense. Im kommenden Jahr ändert sich die Organisationsstruktur in Bayreuth: Ab Januar gibt es einen General Manager. Im Juli wurde bekannt, dass diese Aufgabe Matthias Rädel übernimmt. Rädel ist seit 2006 stellvertretender Geschäftsführender Direktor an der Deutschen Oper Berlin.
BR-Klassik.de

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Abduraimov poliert den Klavierolymp auf Hochglanz

CD/Blu-ray Besprechung:

Eine gelungene Einspielung, die zeigt, wie aufregend Klavierspiel im
21. Jahrhundert klingen kann.

INFERNO

Czerny – Liszt – Debussy – Stravinsky – Brahms
Behzod Abduraimov, Klavier

Alpha Classics, ALPHA1219

von Dirk Schauß

Manchmal gleicht ein Klavierabend einer archäologischen Ausgrabung: Unter dicken Schichten von Tradition und Staub stößt man plötzlich auf pures Gold.

Behzod Abduraimov hat für sein neues Album bei Alpha Classics genau diese Schaufel in die Hand genommen. Das Programm wirkt auf dem Papier wie ein wüstes Kuriositätenkabinett – von Czerny über Liszt bis Strawinsky. „Inferno, Behzod Abduraimov, Klavier
klassik-begeistert.de, 7. Mai 2026“
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Romely Pfund: “Das Publikum hat mich immer offen aufgenommen”, Teil II

Romely Pfund © Bernd Lasdin

Als eine der ersten Frauen in Deutschland erhielt die gebürtige Dresdnerin 1976 einen Vertrag als Dirigentin. Später wurde sie GMD an verschiedenen Orchestern des Landes. Romely Pfund erhielt im Laufe ihrer Karriere mehrere Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Bei etlichen Gastspielen arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Orchestern und Solisten zusammen. Ihre letzte Wirkungsstätte war das Theater Lübeck. Kurz vor dem Festkonzert zu ihrem 50-jährigen Bühnenjubiläum am 9. Mai im dortigen Großen Haus gab die sympathische Künstlerin „Klassik begeistert“ ein Interview.

Dr. Regina Ströbl im Gespräch mit der Dirigentin Romely Pfund

klassik-begeistert: Sehen Sie Unterschiede in der Art der Meisterkurse im Osten und Westen?

Romely Pfund: Da würde ich sagen, jeder hat eine andere Stimme. Das hängt nicht vom System ab, nein, man sucht sich ja als Person die Dinge heraus, die man lernen will und nimmt das auf. In Amerika war das eben wahnsinnig offen und die Leute sehr interessiert. „You are the young lady from East Germany!“ Das ist natürlich typisch amerikanisch, auch vom Publikum her, aber nicht einmal das würde ich sagen. Das Publikum hat mich immer offen aufgenommen.

klassik-begeistert: Kommen wir auf Ihren weiteren Werdegang zurück. Von Dessau gingen Sie als erste GMD zur Philharmonie in Neubrandenburg, dann zu den Bergischen Symphonikern Remscheid und schließlich ans Landestheater in Neustrelitz. Aber Sie sind auch Mentorin des Dirigentinnen-Förderprojektes des Landes NRW. Warum ist Ihnen das so wichtig? „Interview: kb im Gespräch Romely Pfund, Dirigentin, Teil II
klassik-begeistert.de, 7. Mai 2026“
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