Schammis Klassikwelt 34: Muttertag – Mütter in der Oper, im Lied und leichter Muse

Foto: Jean-Nico Schambourg

Allen Müttern (und Schwiegermüttern) sei auf diesem Weg alles Liebe zum heutigen Muttertag gewünscht!

Mütter spielen in der Oper nicht so oft eine tragende Rolle als Väter dies tun. So stehen zum Beispiel in allen Verdi Opern nur dreimal Mütter auf der Bühne, während dreizehn Väter in Hauptrollen auftreten. Im klassischen Lied wendet sich diese Tendenz total. Haufenweise Komponisten haben Gedichte über Mütter vertont. In der leichten Muse wird dieser Trend später weitergeführt. Der folgende, nicht immer ernst zu nehmende Artikel zeigt nur einige Beispiele.

von Jean-Nico Schambourg

In Opern haben es Mütter meistens nicht leicht mit ihren Kindern: Hänsel und Gretel denken nur ans Spielen, Manrico in Verdis “Il Trovatore” nur an seine Geliebte Leonora, Jean de Leyde im “Le Prophète” von Meyerbeer vor allem an die Macht. Erst wenn die Kinder keinen Ausweg mehr sehen, heulen sie sich bei Mama aus. Es ist halt in der Oper genauso wie im echten Leben.

„Schammis Klassikwelt 34: Mütter in der Oper, im Lied und leichter Muse
klassik-begeistert.de, 10. Mai 2026“
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Düsseldorf feiert 100 Jahre Jubiläum wie ein Titan!

Ádám Fischer © Susanne Diesner

Düsseldorfer Symphoniker
Chor des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf

Ádám Fischer, Dirigent

Béla Bartók – Der wunderbare Mandarin – Pantomime in einem Akt op. 19
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur “Titan”

Tonhalle Düsseldorf, 8. Mai 2026

von Daniel Janz

Es ist eine ganz besondere Gelegenheit, zu der diesmal in die Düsseldorfer Tonhalle geladen wird. Auf den Tag genau eröffnete heute vor 100 Jahren dieses Konzerthaus, das zunächst auf der Ausstellung „GeSoLei“ (kurz für „Gesundheit, soziale Fürsorge und Leibesübungen“) als eines der weltweit größten Planetarien abertausenden Gästen vorgestellt wurde. Das will natürlich besonders groß gefeiert werden! Kein Wunder, dass begleitet von Medienrummel und mehreren Sonderveranstaltungen zu diesem Anlass auch besonders große Werke erklingen. „100 Jahre Jubiläum, Ádám Fischer, Dirigent, Düsseldorfer Symphoniker
Tonhalle Düsseldorf, 8. Mai 2026“
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Petrenko reist mit den Berliner Philharmonikern durch drei musikalische Epochen

Kirill Petrenko © Stephan Rabold

Wieder muss man die Virtuosität aller Mitglieder dieses Orchesters bewundern, von denen jeder Einzelne Solistenqualitäten besitzt. Sie zu einem homogenen Klangkörper zu verschmelzen, ist das immer stärker zutage tretende Verdienst Kirill Petrenkos.

Igor Strawinsky: Pulcinella Suite

Peter Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2

Gautier Capuçon, Violoncello
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 8. Mai 2026

von Peter Sommeregger

Das Programm dieses Konzertes, mit dem die Berliner Philharmoniker bereits ihr traditionelles Europakonzert am 1. Mai in Eisenstadt absolviert hatten, dem sich noch weitere Gastspiele anschlossen, war durch drei völlig unterschiedliche Werke von besonderer Vielfalt. „Kirill Petrenko, Gautier Capuçon, Violoncello
Philharmonie Berlin, 8. Mai 2026“
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Der RIAS Kammerchor Berlin zwitschert uns was

RIAS Kammerchor Berlin 25-26 01 © Thomas Koy + Matthias Heyde

Der RIAS Kammerchor Berlin, einer der weltweiten besten Chöre überhaupt, singt a cappella außergewöhnliche Stücke an einem außergewöhnlichen Ort: Vogellieder im Kraftwerk Berlin, das früher den Bezirk Mitte mit Wärme versorgte.

Mit den Vögeln singen
RIAS Kammerchor Berlin

Justin Doyle   Dirigent

Dr. Uwe Westphal   Vogelstimmenimitation

Werke von Clément Janequin, Charles Villiers Stanford, Judith Bingham, Thomas Vautor, Edward Elgar, Edward Cowie, Orlando Gibbons, Jacques Arcadelt, Maurice Ravel, Ralph Vaughan Williams, Áine Mallon, Felix Mendelssohn Bartholdy, William Byrd, Gerald Finzi, Manning Sherwin.

 Kraftwerk Berlin, 8. Mai 2026

von Sandra Grohmann

Die Eichenstämme alias Betonsäulen wachsen in den Himmel und tragen ein Blätterdach, das von einer Lichtprojektion auf die Wände und Decke des Kraftwerks Berlin getupft wird. Wir sitzen im Obergeschoss des heute als Konzert- und Ausstellungsraum dienenden Baus, also quasi kurz unter den Baumwipfeln. Hierher sind wir über eine bauhausartig schwebende Treppe gelangt, die zugleich Lichtinstallation ist. Der Raum fasziniert. „Wie eine Kathedrale“, sagt die Nachbarin zu meiner Linken. „Die Kathedrale einer Naturreligion“, spricht die Religionswissenschaftlerin zu meiner Rechten. „Und das in der naturfeindlichsten Umgebung, die die Stadt zu bieten hat.“

„Mit den Vögeln singen, RIAS Kammerchor Berlin
 Kraftwerk Berlin, 8. Mai 2026“
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Mendelssohns Violinkonzert begeistert als emphatische, elegante Darbietung

Jukka-Pekka Saraste © Felix Broede

„Wiedersehen mit Christian Tetzlaff“

Magnus Lindberg  Jubilees
Felix Mendelssohn Bartholdy
  Violinkonzert e-Moll op. 64
Johannes Brahms
  Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Christian Tetzlaff Violine
Jukka-Pekka Saraste  Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Mendelssohns Violinkonzert gilt, auch wegen seiner eingängigen Melodik, als ausgesprochen populär. Bei seiner Interpretation verdeutlicht Geiger Christian Tetzlaff indes allein schon mit einem sportlich zupackenden Eingangstempo, dass er nicht auf schwelgerische Romantisierung setzt, sondern vielmehr die ausgeprägte Virtuosität und Raffinesse dieser meisterhaften Komposition betonen wird. „Christian Tetzlaff Violine, Jukka-Pekka Saraste Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026“
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Modestas Pitrenas zieht musikalische Bilanz in St. Gallen

theatersg portraits Modestas Pitrenas © konzertundtheater.ch

Das Sinfonieorchester St. Gallen wird seit der Saison 2018/2019 von Modestas Pitrenas geleitet, dessen Vertrag nun ausläuft. Seine letzten Konzerte in der schönen Tonhalle können als Bilanz gesehen werden, was Dirigent und Orchester in den vergangenen acht Spielzeiten gemeinsam erreicht haben: vieles!

Othmar Schoeck (1886-1957)  Sommernacht op. 58
Carl Maria von Weber (1786-1826)  Konzert für Fagott und Orchester F-Dur op. 75
Johannes Brahms (1833-1897)  Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Sinfonieorchester St. Gallen
Modestas Pitrenas,  Dirigent

Michele Ruggeri,  Fagott

Konzert und Theater St. Gallen, Tonhalle,  7. Mai 2026

von Julian Führer

Das Programm war vor der Pause besonders reizvoll, da es Werke präsentierte, die eher am Rande des Repertoires angesiedelt sind. Othmar Schoeck war jahrzehntelang seinerseits Chefdirigent in St. Gallen. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 komponierte er die „Sommernacht“, als „Pastorales Intermezzo für Streichorchester“ bezeichnet. „Sinfonieorchester St. Gallen, Modestas Pitrenas, Michele Ruggeri, Fagott
Konzert und und Theater St. Gallen, 7. Mai 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 10. MAI 2026

 

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DIE SONNTAG-PRESSE – 10. MAI 2026

Schammis Klassikwelt 34: Muttertag – Mütter in der Oper, im Lied und leichter Muse
Allen Müttern (und Schwiegermüttern) sei auf diesem Weg alles Liebe zum heutigen Muttertag gewünscht!
Mütter spielen in der Oper nicht so oft eine tragende Rolle als Väter dies tun. So stehen zum Beispiel in allen Verdi Opern nur dreimal Mütter auf der Bühne, während dreizehn Väter in Hauptrollen auftreten. Im klassischen Lied wendet sich diese Tendenz total. Haufenweise Komponisten haben Gedichte über Mütter vertont. In der leichten Muse wird dieser Trend später weitergeführt. Der folgende, nicht immer ernst zu nehmende Artikel zeigt nur einige Beispiele.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Auf den Punkt 91: Mach Dein Ding, Anja

Anja Bihlmaier © Nikolai Lund

Auf dem Weg in die Hamburgische Staatsoper  bin ich an einem Zeitungskiosk vorbeigekommen und habe die Schlagzeilen überflogen. Es schadet ja nie, sich weiterzubilden … Ein Titelbild zierte Udo Lindenberg, im Vorfeld seines  80. Geburtstag am 17. Mai. In Hamburg ist Udo eine Ikone. Der Autor  Benjamin von Stuckrad-Barre zählt zu seinen Fans. Einer von Udos Hits heißt „Mein Ding“.

Richard Strauss   Elektra

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Anja Bihlmaier    Dirigentin

Hamburgische Staatsoper,  14., 19. April, 1., 8. Mai 2026

 von Jörn Schmidt

Die Melodie ist eingängig und die Lyrics sind typisch Udo Lindenberg. Ich zitiere den Refrain:

Und ich mach’ mein Ding
Egal, was die andern sagen
Ich geh’ meinen Weg
Ob grade, ob schräg
Das ist egal
Ich mach’ mein Ding
Egal, was die andern labern
Was die Schwachmaten einem so raten
Das ist egal
Ich mach’ mein Ding

„Auf den Punkt 91: Mach Dein Ding, Anja
Hamburgische Staatsoper, 9. Mai 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 9. MAI 2026

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Interview/Teil II
Romely Pfund: “Das Publikum hat mich immer offen aufgenommen”, Teil II
Als eine der ersten Frauen in Deutschland erhielt die gebürtige Dresdnerin 1976 einen Vertrag als Dirigentin. Später wurde sie GMD an verschiedenen Orchestern des Landes. Romely Pfund erhielt im Laufe ihrer Karriere mehrere Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Bei etlichen Gastspielen arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Orchestern und Solisten zusammen. Ihre letzte Wirkungsstätte war das Theater Lübeck. Kurz vor dem Festkonzert zu ihrem 50-jährigen Bühnenjubiläum am 9. Mai im dortigen Großen Haus gab die sympathische Künstlerin „Klassik begeistert“ ein Interview.
Dr. Regina Ströbl im Gespräch mit der Dirigentin Romely Pfund
Klassik-begeistert.de

Wien
Marx im Musikverein: Frisch vom Aschehaufen der Geschichte (Bezahlartikel) Die Tonkünstler unter Fabien Gabel machen mit Albert Hosp ihrem Publikum den Erzromantiker Joseph Marx schmackhaft.
DiePresse.com „DIE SAMSTAG-PRESSE – 9. MAI 2026
klassik-begeistert.de“
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Konzerthaus Dortmund: Das Wohnzimmer wechseln? Eine persönliche Betrachtung zur anstehenden 25. Saison

Hausansicht  © Daniel Sumesgutner

… und herzlichen Glückwunsch, lieber Brian, für Deinen wunderbaren 200. Beitrag für klassik-begeistert! Deine Musikreportagen stehen für Klasse, Ausgewogenheit und Tiefe … tusind tak und alles Gute,
Andreas Schmidt, Herausgeber.

Das Konzerthaus Dortmund geht im kommenden September in seine
25. Saison. Seit fast 20 Jahren besuche ich es regelmäßig. Es ist mir ans Herz gewachsen. Denn alles wird dort seit jeher immer etwas anders gemacht als anderswo, und vieles wird richtig gemacht.

Bei der Kölner Philharmonie, die es schon seit bald 40 Jahren gibt, die sich für mich seit dem Eröffnungskonzert bis ungefähr jetzt wie ein zweites Wohnzimmer anfühlte, ist das nicht unbedingt mehr der Fall. Inzwischen fühle ich mich eher in Dortmund zuhause. Sollte ich etwa das Wohnzimmer wechseln? Leider ist die Anreise aus Bonn beschwerlich. Aber man hört eben auch in Dortmund fabelhaft, die Atmosphäre ist auch dort ungezwungen, das Programm stark; vor allem aber gehen die Menschen der Musik wegen nach Dortmund, und nicht, um gesehen zu werden. Herzlichen Glückwunsch!

von Brian Cooper, Bonn

Neulich flatterte die – wie immer sehr schön gemachte – Saisonvorschau 2026/27 vom Konzerthaus Dortmund ins Haus. Mit Anschreiben. Und umsonst. Es gibt keine Versandgebühr wie in Essen, und schon gar keine krämerisch-albernen Zwofuffzig wie in der Kölner Philharmonie. Als die Saisonbroschüren dort noch umsonst waren, nahm ich stets einen Stapel mit, verteilte sie unter Freunden, und siehe da, stellnsesich das vor: Die Leute kauften Karten! Es ist wie mit dem Dealer des Vertrauens: Anfixen hilft. „Konzerthaus Dortmund 25. Saison September 2026
klassik-begeistert.de, 8. Mai 2026“
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