Gäste aus Ungarn bringen Liszts großes Oratorium nach Wien

Blick auf die Solisten, den Dirigent und das Orchester – Foto: privat.

Im Auftakt der Konzertreihe „Musik der Meister“ erklang Franz Liszts Oratorium Christus erstmals seit langer Zeit wieder im Musikverein. Das Pannon Philharmonic Orchestra, der Ungarische Nationalchor und fünf exzellente Solisten ließen sowohl die klangliche Vielfalt des Werks als auch die musikalische Ausdeutung des christlichen Heilsgeschehens eindrucksvoll hervortreten.

Franz Liszt
Christus. Oratorium für Soli, Chor, Orgel und großes Orchester.

Pannon Philharmonic Orchestra
Ungarischer Nationalchor
Gergely Kesselyak,  Dirigent

Adriana Kučerová,  Sopran
Szilvia Vörös,  Alt
Mauro Peter,  Tenor
Adrian Eröd,  Bariton
Miklós Sebestyén,  Bass

Musikverein, Wien, 18. Oktober 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

„Franz Liszt, Christus, Oratorium, Pannon Philharmonic Orchestra, Gergely Kesselyak
Musikverein, Wien, 18. Oktober 2026“
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Beethoven und Strauss faszinieren aus nächster Nähe in Solothurn

Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS! © Joel Schweizer

Klein, aber fein: In Solothurn gab es neben Beethovens erster Symphonie drei Repräsentanten einer Generation zu erleben, die musikalisch ganz unterschiedliche Wege beschritten: Claude Debussy, Richard Strauss und Charles Ives.

Stadttheater Solothurn, 18. Oktober 2026

Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS!

Laurent Zufferey / Leitung
Tommaso Duca / Oboe

Claude Debussy (1862-1918) / Prélude à l’après-midi d’un faune
Richard Strauss (1864-1949) / Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur
Charles Ives (1874-1954) / The Unanswered Question
Ludwig van Beethoven (1770-1827) / Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21

von Julian Führer

Solothurn liegt an der Aare in der Schweiz, hat gerade einmal 17 000 Einwohner, der gleichnamige Kanton keine 300 000. Und doch steht hier das älteste Barocktheater der Schweiz mit originalen Dekorationsmalereien des 18. Jahrhunderts. Es hat knapp 350 Plätze bei nur sieben Parkettreihen und ist einer der Spielorte des Theater Orchester Biel Solothurn TOBS! Wenige Tage zuvor war das Programm bereits in Biel zu hören, dort allerdings im Kongresszentrum, einem modernen und sehr breiten Saal, so dass die Solothurner Aufführung eine Umstellung auf akustisch gänzlich andere Gegebenheiten verlangte.

„Sinfonieorchester Biel Solothurn TOBS!
Stadttheater Solothurn, 18. Oktober 2026“
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Hoffmanns Erzählungen verzaubert auf dem Jahrmarkt der Träume

© Lukas Anton

Jacques Offenbach
Hoffmanns Erzählungen

Inszenierung, Bühne und Kostüme: Dennis Krauß

Musikalische Leitung: Paul Taubitz

Nachmittags-Vorstellung
Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 18. Oktober 2026

von Dirk Schauß

Ein Zirkuszelt ist im Grunde nichts anderes als eine großangelegte Illusion auf Zeit, ein Ort, an dem Sägemehl den Verfall kaschiert und das grellste Licht die tiefsten Schatten wirft. Wer den romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann an einen solchen Ort verpflanzt, riskiert gewöhnlich den Absturz ins reine Spektakel.

Regisseur Dennis Krauß wagt im Staatstheater Wiesbaden genau diese Flucht nach vorn. Mit seinem Konzept hatte er 2025 den Europäischen Opernregie-Preis gewonnen; die Wiesbadener Realisierung ist der damit verbundene Preis. Seine Lesart von Jacques Offenbachs unvollendeter Schwanengesang-Oper verlegt das Geschehen auf einen rot schimmernden Jahrmarkt, der dem desillusionierten Poeten als Fluchtburg vor einer kalt gewordenen Gegenwart dient. Vor dem Zelt in der Rahmenhandlung sitzt Hoffmann als Straßenpoet und bietet für kleines Geld Gedichte an – und wird verspottet.

„Jacques Offenbach, Hoffmanns Erzählungen, Paul Taubitz
Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 18. Oktober 2026“
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Warum Maestro Afkham Kollege Kent Nagano keine Tipps gibt … Teil II

David Afkham © Gisela Schenker

David Afkham kehrt nach Hamburg zurück, privat wie beruflich. In der wunderschönen Laeiszhalle dirigiert der in Bayern lebende Maestro Beethoven und Brahms, in der Hamburgischen Staatsoper sieht er mit Frau und Kindern Humperdinck, Ravel und Strawinsky. Dies nicht zuletzt, weil seine Gattin, die Sopranistin Christiane Karg, dort Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Hamburg war. Im Vorfeld des Konzerts haben wir über Glück hoch zwei, Kent Nagano und Meister Johannes gesprochen. Wir erfahren außerdem, was Maestro Afkham sonst noch in Hamburg macht.

Jörn Schmidt im Gespräch mit David Afkham (Teil 2)

klassik-begeistert:  Ihre Position als Chef des Orquesta y Coro Nacionales de España in Madrid haben Sie an Kent Nagano weitergereicht. Welche Tipps haben Sie dem Kollegen mit auf den Weg gegeben? 

David Afkham: Wir haben uns tatsächlich schon vor seiner Berufung kollegialiter ausgetauscht … Ich möchte das indes nicht Tipps nennen, sondern einen freundschaftlichen Austausch wie in jedem anderen Job auch. Wie die Musiker denken und fühlen, wer Ansprechpartner ist, Aufgaben jenseits der Musik. Unter anderem darüber haben wir gesprochen. Auch über potentielle Fettnäpfchen, in die man nicht treten möchte … 

„kb im Gespräch mit Maestro David Afkham, Dirigent, Teil II
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 19. OKTOBER 2026

Cleveland © Lukas Beck

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 19. OKTOBER 2026

Wien/Konzerthaus
Die Cleveländer und Franz Welser-Möst hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck
Das Cleveland Orchestra war in Händen von George Szell und Lorin Maazel ein unangefochtener Klangkörper von Weltruf. Offenbar (und hörbar) hat das Orchester in den 25 Jahren von Welser-Mösts Position als Chefdirigent einiges an Profil verloren. Subjektiv gesehen ist es kein Orchester von Weltruf mehr; es wurde von anderen amerikanischen Orchestern rechts und links überholt. Aber wenigstens endete diese dreitägige Wiener Abschiedstour versöhnlich.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 19. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 19. Oktober 2026“
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Marie Jacquot und ihr neues Orchester legen es auf einen Vergleich zur Weltspitze an

Marie  Jacquot © Werner Kmetitsch

Kölner Philharmonie, 16. & 17. Oktober 2026

WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot, Dirigentin

Antoine Tamestit, Viola
Iveta Apkalna, Orgel

Richard Wagner – Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser“, Dresdner Fassung (1845)

Thierry Escaich – „La nuit des chants” (“Die Nacht der Gesänge“) – Konzert für Viola und Orchester (2018)

Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

von Daniel Janz

Tut sich das WDR Sinfonieorchester wirklich einen Gefallen damit, mit Abstand von wenigen Wochen dasselbe Werk aufzuführen, das hier erst letzten Monat in Bestform erklang? Im September noch fegte Anna Lapwood wie ein Wirbelwind über Orgel und Bühne und schlug dabei enorme Wellen. Die Entscheidung, in Konkurrenz mit ihr zu treten, erscheint extrem gewagt, wenn man bedenkt, dass das Vergleichsniveau auf höchster Ebene liegt. Wie also wird das in Köln ansässige Orchester bei dieser Aufgabe – der „Orgelsinfonie“ – abschneiden? Und muss sich das Gürzenich-Orchester, das dasselbe Werk auch noch einmal im Juni 2027 aufführen wird, bereits Sorgen machen?

„WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Dirigentin, Iveta Apkalana, Orgel
Kölner Philharmonie, 16. & 17. Oktober 2026“
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Die Cleveländer und Franz Welser-Möst hinterlassen einen zwiespältigen Eindruck

Cleveland © Lukas Beck

Das Cleveland Orchestra war in Händen von George Szell und Lorin Maazel ein unangefochtener Klangkörper von Weltruf. Offenbar (und hörbar) hat das Orchester in den 25 Jahren von Welser-Mösts Position als Chefdirigent einiges an Profil verloren. Subjektiv gesehen ist es kein Orchester von Weltruf mehr; es wurde von anderen amerikanischen Orchestern rechts und links überholt. Aber wenigstens endete diese dreitägige Wiener Abschiedstour versöhnlich.

Musikverein Wien, 15. Oktober 2026

Franz Liszt:  Orpheus, Symphonische Dichtung Nr. 4
Bohuslav Martinů:  Symphonie Nr. 2
Johannes Brahms:  Symphonie Nr. 2 D-Dur, op. 73

+++

Konzerthaus Wien, 17. Oktober 2026

Wolfgang Amadeus Mozart:  Symphonie C-Dur KV 338
Bernd Richard Deutsch:  Intensity
Richard Strauss:  Sinfonia Domestica in F-Dur op. 53 für großes Orchester

The Cleveland Orchestra
Franz Welser-Möst, Dirigent

von Herbert Hiess

Anlässlich des Abschiedes von Maestro Welser-Möst vom Orchester gab es eine „Abschiedstour“ mit drei Konzerten in Wien. Zwei davon im Musikverein und eines im Konzerthaus. Natürlich war man gespannt, wie der oberösterreichische Dirigent sich mit den Amerikanern in Österreich macht. Das Ergebnis war leider eher dürftig, wenn man vom ersten Konzert ausgeht.

„Abschiedstournee The Cleveland Orchestra, Franz Welser-Möst
Musikverein 15. Oktober 2026“
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Das klassik-begeistert Symphoniker Hamburg Gewinnspiel

Symphoniker Hamburg © Dan Hannen

Das klassik-begeistert Symphoniker Hamburg Gewinnspiel

In Zusammenarbeit mit Symphoniker Hamburg e. V. verlost klassik-begeistert 2 x 2 Konzertkarten für das 3. Symphoniekonzert am

Sonntag, 8. November 2026 (19:00 Uhr),

in der Laeiszhalle Hamburg. Auf dem Programm stehen

Unsuk Chin   „subito con forza“ für Orchester

Ludwig van Beethoven   Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll op. 37

Johannes Brahms Symphonie   Nr. 1 c-Moll op. 68

Dirigent ist David Afkham.

Die Gewinnfrage lautet:

Warum hat David Afkham eine ganz besondere Beziehung zu Hamburg?

Tipp: Lesen Sie das große Interview mit Maestro Afkham, das morgen und übermorgen hier bei klassik-begeistert erscheint. Dort verrät er Ihnen die Antwort.

Bitte senden Sie die Lösung per Mail (und nicht als Beitragskommentar) an

und geben Sie dabei Ihren Namen und eine gültige E-Mail-Adresse an.

Die ersten beiden richtigen Antworten, die bis zum 1. November 2026 bei uns eingehen, gewinnen jeweils 2 Konzertkarten zur Abholung an der Abendkasse.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem heutigen Quiz und viel Glück bei der Verlosung!

klassik-begeistert, 17. Oktober 2026

Wann Maestro Afkham doch mal die Hutschnur platzen könnte …Teil I

David Afkham © Gisela Schenker

David Afkham kehrt nach Hamburg zurück, privat wie beruflich. In der wunderschönen Laeiszhalle dirigiert der in Bayern lebende Maestro Beethoven und Brahms, in der Hamburgischen Staatsoper sieht er mit Frau und Kindern Humperdinck, Ravel und Strawinsky. Dies nicht zuletzt, weil seine Gattin, die Sopranistin Christiane Karg, dort Mitglied im Internationalen Opernstudio der Staatsoper Hamburg war. Im Vorfeld des Konzerts haben wir unter anderem über Humanismus, fliegende Partituren und seinen Mentor Bernard Haitink (1929-2021) gesprochen.

 Jörn Schmidt im Gespräch mit David Afkham (Teil 1)

klassik-begeistert: Bernard Haitink beschrieben in einem Satz, wie würden Sie Ihren Mentor charakterisieren?

David Afkham: Er war ein großer Meister, ein musikalischer Vater – auch jenseits von Musik und Konzertsaal … Aber selbst das greift viel zu kurz, Bernard Haitink passt nicht in einen Satz. Unbedingt hinzusetzen möchte ich noch, dass ich von ihm eine Art des Dirigierens gelernt habe, die heute immer mehr verloren geht. Keine Effekthascherei, statt dessen strukturelle Klarheit, immer auf der Suche nach Wahrheit, ein Führen von Innen. Auch auf psychologischer Ebene war er ein großartiger Mentor.

„kb im Gespräch mit Maestro David Afkham Dirigent, Teil I
klassik-begeistert.de, 19. Oktober 2026“
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Die Reise nach Reims: erstmals in München kann ich diese Rossini Sangespracht genießen

Réka Kristóf (Corinna), Lukas Enoch Lemcke (Don Prudenzio), Jennifer O’Loughlin (Madame Cortese) © Anna Schnauss

Premiere / Münchner Erstaufführung +++ Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims +++ Gärtnerplatztheater, München, 16. Oktober 2026

Zehn stimmlich in den meisten Momenten voll überzeugende Hauptrollen. Das Orchester des Gärtnerplatztheaters unter Enrico Lombardi trifft den musikalischen Charakter Rossinis auf den Punkt. Die Produktion ist fluffig, blumig, bunt, prall und ausladend. Der Abend überzeugt. Das Premierenpublikum klatscht und jubelt.

Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims (1825)
Dramma giocoso
Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Luigi Balocchi

Musikalische Leitung  Enrico Lombardi

Regie   Dirk Schmeding
Choreografie   Kerstin Ried

Corinna   Réka Kristóf
Marchesa Melibea   Anna Agathonos
Comtesse Folleville   Andreja Zidaric
Madame Cortese   Jennifer O’Loughlin
Chevalier Belfiore   Andrés Agudelo
Graf Libenskof   Gyula Rab
Lord Sidney   Ludwig Mittelhammer
Don Profondo   Timos Sirlantzis
Baron Trombonok   Levente Páll
Don Álvaro   Matija Meić

Kurballett “Zur goldenen Lilie”
Chor und Statisterie des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 16. Oktober 2026

von Frank Heublein

„Gioachino Rossini, Die Reise nach Reims / Il viaggio a Reims
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 16. Oktober 2026“
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