Meine Lieblingsoper, Teil 3: Glucks "Orfeo ed Euridice"

Foto: klassik-begeistert-Autor Frank Heublein. © Arndt Bär

Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“: Die Liebe überwindet den Tod

„Ich bin unendlich erleichtert. Jedes Mal. Aufs Neue. Von diesem Gefühl kann ich nicht genug bekommen. Von der musikalischen Umsetzung Glucks ebenso wenig.“

von Frank Heublein

2003 sah ich im Rahmen meines Opernabos an der Bayerischen Staatsoper die Oper Orphée et Eurydice von Christoph Willibald Gluck zum ersten Mal auf der Bühne. Es ist eine sehr einfache Geschichte: Liebe, die den Tod überwindet. Welch wundervolle Vorstellung. Das Allerschönste: Gluck, der sich auch für das Libretto verantwortlich zeichnet, gönnt der Geschichte im Gegensatz zur griechischen Sage ein glückliches Ende. Zuvor stürze ich als Zuhörer und Zuschauer zweimal in 90 Minuten in den musikalisch anrührenden tief schmerzenden Verlust, die große Verzweiflung. „Meine Lieblingsoper, Teil 3: Christoph Willibald Glucks „Orfeo ed Euridice“,
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Meine Lieblingsoper, Teil 2:"Il trovatore" ("Der Troubadour") von Giuseppe Verdi

Meine Lieblingsoper, Teil 2:“Il trovatore“ („Der Troubadour“) von Giuseppe Verdi

Foto: Il Trovatore – Der Troubadour, Wiener Staatsoper, Michael Pöhn (c), Anna Netrebko

von Dr. Ralf Wegner

Bei den italienischen Opernkomponisten steht bei mir Verdi an erster Stelle. Seine Melodien greifen unmittelbar an die Seele und geben Zugang zur Psyche seiner Opernfiguren. Dabei sind Handlung und Text oft nebensächlich, wie beim „Troubadour“. Der narrative Inhalt dieser Schaueroper ist wirr, deshalb scheitern auch die Regisseure und Bühnenbildner. Insgesamt habe ich zwischen 1966 und 2018 in 8 verschiedenen Bühnenbildern / Inszenierungen 23 Aufführungen und eine konzertante Produktion gesehen, keine davon blieb mir positiv in Erinnerung. „Meine Lieblingsoper, Teil 2:“Il trovatore“ („Der Troubadour“) von Giuseppe Verdi
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Meine Lieblingsoper, Teil 1: "Der Rosenkavalier" von Richard Strauss

Tatsächlich werde ich auch heute noch dann und wann bei einer Rosenkavalier-Aufführung  wehmütig, allerdings weniger, weil mich die Sängerinnen so stark anrühren, sondern weil ich den goldenen Jahren nachtrauere, in denen Aufführungen dieses Stückes Dimensionen erreichten, von denen man sich wohl auf absehbare Zeit verabschieden muss.

Elisabeth Schwarzkopf als Marschallin, Foto: L. Fayer (c)

von Kirsten Liese

Der Rosenkavalier ist eines meiner Lieblingswerke. Eine Strichliste habe ich zwar nicht geführt, ihn aber so oft gesehen wie keine andere Oper.

Meine besondere Beschäftigung mit dem Stück begann, als ich –  inspiriert von Elisabeth Schwarzkopf, die ich damals schon sehr verehrte – meine wissenschaftliche Examensarbeit schrieb. Mein Thema war Strauss‘ Musik im Hinblick auf die in der Partitur enthaltenen Stilkopien von Mozart und Johann Strauß. Wiewohl ich gerade erst Ende 20 war, identifizierte ich mich damals schon stark mit der wunderbaren Figur der Marschallin, wenngleich ich  ahnen musste,  dass mich die Gedanken dieser Marie-Thérèse noch weitaus stärker einholen würden, wenn ich selbst in ein vergleichbares Alter kommen würde. Nun, vielleicht nicht unbedingt schon mit 38, zumal wir ja alle immer älter werden,  aber ab Anfang 50, wenn man häufiger die Haare färben muss, die Falten im Gesicht zunehmen und man nicht mehr so gerne in den Spiegel schaut. Kurzum, den genialen „Zeit“-Monolog, das Räsonieren über das Altern und die Vergänglichkeit, kann ich inzwischen noch stärker nachempfinden. „Meine Lieblingsoper, Teil 1: „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss weiterlesen